Ein echtes Monster!

Als ich die Überschrift zu dieser Meldung gelesen habe, bin ich zunächst davon ausgegangen, dass die Amerikaner wieder mal ziemlich übertreiben: „Monsterpython in Florida gefangen“.  Aber beim Weiterlesen dachte ich mir dann, dieses Tier hat tatsächlich etwas Monsterhaftes an sich.

Mitarbeiter der Uni Florida haben in den Everglades den größten Python gefunden, den Menschen bisher zu Gesicht bekommen haben: Es handelt sich um einen Tigerpython, 5,39 Meter lang, 74 Kilo schwer und ungefähr 30 Zentimeter breit. Und ausnahmsweise haben nicht die Medien den Begriff „Monster“ für die Schlange geprägt, sondern der Wissenschaftler, der sie untersucht hat. Er sagte: „Das Ding ist ein Monstrum“, es könne sogar Alligatoren fressen.

Das Tier wurde eingeschläfert und wird nun genau untersucht. Die Wissenschaftler haben bei der Obduktion entdeckt, dass die Schlange Nachwuchs erwartete: In ihrem Körper befanden sich 87 Eier. Durch Untersuchungen des Pythons hofft man nun, neue Erkenntnisse über die Fress- und Fortpflanzungsgewohnheiten der Würgeschlangen zu gewinnen, denn vor allem über die Vermehrung dieser Reptilien weiß man noch nicht sehr gut Bescheid.

Die Forschungsergebnisse sollen auch dazu dienen, die Invasion dieser eigentlich in Asien beheimateten Würgeschlange in den USA einzudämmen. Pythons wurden dort vor einem Vierteljahrhundert eingeschleppt und damals meist als Haustiere gehalten. Aber ausgesetzte Tigerpythons fühlten sich in den Everglades pudelwohl und zeigten sich außerordentlich fortpflanzungsfreudig. Man schätzt, dass dort mittlerweile über 10 000 Exemplare leben. Sie fressen alles: Luchse, Opossums, Waschbären, kleine Hirsche und Vögel. Der Tigerpython soll für das Verschwinden von mehr als 90 Prozent einiger Säugetierarten in den Sumpfgebieten Floridas verantwortlich sein. Dadurch wird das gesamte Ökosystem dieser Regionen gefährdet.

Es wird wohl schwierig sein, die weitere Verbreitung von Tigerpythons zu verhindern. Die Jagd auf sie ist eröffnet: In einigen Regionen haben die Behörden die Tiere bereits zum Abschuss freigegeben.

Python-Hochzeit soll Glück bringen

CAMBODIA-ANIMALS-PYTHON-WEDDINGBei uns gelten Schweine als Glücksbringer für das neue Jahr. In Kambodscha glaubt man, dass Pythons das Schicksal günstig beeinflussen. Deshalb haben die Bewohner eines Dorfes südlich der Hauptstadt Phnom Penh das neue Jahr mit einer symbolischen Python-Hochzeit begrüßt.

Dazu wurde eine Zeremonie veranstaltet, die zwei Stunden gedauert hat. Die Bewohner des Dorfes haben das Schlangenpaar mit mit Blumen beworfen, und zwei buddhistische Mönche haben die beiden Pythons sogar gesegnet. Die Vermählung soll dem Dorf Gesundheit und Wohlstand im neuen Jahr bescheren. Mit der „Heirat“ der beiden Schlangen sind die Dorfbewohner dem Rat von Wahrsagern gefolgt, die prophezeit hatten, dass die zwei Tiere als Mann und Frau zusammenleben müssten, sonst würde das Dorf vom Unglück verfolgt.

Das „Brautpaar“ hat ein imposantes Bild abgegeben: Das Weibchen namens „Chamrouen“ ist immerhin 4,80 Meter lang und ungefähr 90 Kilo schwer, das Männchen „Kroung Pich“ ist um einiges kleiner. „Chamrouen“ war vor 16 Jahren von ihrem heutigen Besitzer beim Fischen gefunden worden. Der Mann nahm die Schlange als Haustier bei sich auf. Seit dieser Zeit wurde seine Familie nicht nur von allem Unglück verschont – ihre Lebensumstände haben sich sogar ständig verbessert. Auch das ein Hinweis darauf, dass es sich um einen funktionierenden Glücksbringer handelt.