Recht nett, dieses neue Gehege!

Na, wie schaut´s aus mit dem Gartenvögel-Zählen? Schon erledigt? Falls nicht, wird es jetzt höchste Zeit!

antibesFür alle, die schon fleißig gezählt haben, löse ich jetzt mein Versprechen von vergangener Woche ein und zeige eines der ersten Fotos aus dem „Marineland“ in Antibes, das Flocke (links) und Rasputin in ihrer neuen Heimat zeigt. Oder muss ich jetzt sagen: Flocon und Raspoutine? Egal, die zwei haben ihre neue große Freianlage jedenfalls in Besitz genommen und scheinen sich wohl zu fühlen. Kein Wunder, eine Gelände von 2200 Quadratmetern mit Wasserfällen, Meerwasser-Becken, Tundralandschaft, Felsen und Eishöhlen, falls es den Polarbären mal zu viel wird im heißen Mittelmeer-Sommer: Es ist alles vorhanden, was Eisbären-Herzen höher schlagen lässt.

Allerdings liebt Flocke, wie alle Besucher des Nürnberger Tiergartens wissen, Sonne und Wärme sehr. Auf den Sandsteinfelsen im Aquapark hat sie selbst in der größten Mittagshitze ausgiebige Sonnenbäder genommen. Also dürften die Befürchtungen, unsere beiden Nürnberger Eisbären könnten an der Côte d´Azur unter der Hitze leiden, überzogen sein.  Flocke und Rasputin haben auch in Mittelfranken lernen können, mit Temperaturen über 30 Grad umzugehen. Und wer weiß: Wenn es heuer wettermäßig in dem Stil weitergeht wie bisher, werden die beiden noch dankbar für ihr dickes Fell sein!

Flocon und Raspoutine vor der Premiere

Was macht eigentlich Flocke? Wie geht es ihr und Rasputin in ihrer neuen Heimat in Südfrankreich? Aus dem „Marineland“ in Antibes hört man bisher noch nichts. Die beiden Nürnberger Eisbären waren dort zwar wohlbehalten eingetroffen, wie hier berichtet, doch seitdem herrscht Funkstille zwischen Nürnberg und der Côte d´Azur.

nice-matin-ours-polaires-30-avril-2010Ich habe daher ein wenig in der französischen Presse gestöbert und bin fündig geworden: Im „Nice Matin“, der Zeitung, die in Nizza erscheint, gab es am 30. April einen größeren Artikel über Flocke und Rasputin – die nun „Flocon“ und „Raspoutine“ heißen. Und da zeigt sich ein interessantes Phänomen: In dem Blatt ist nicht unsere „Flogge“ der Star, sondern Rasputin, der auch im Bild gezeigt und als ein für seine zwei Jahre „schon sehr beeindruckender Eisbärenmann“ bezeichnet wird. Flocke Superstar – das war einmal, zumindest in diesem Artikel hat Rasputin ihr den Rang abgelaufen. Aber das kann sich ja noch ändern in den nächsten Wochen.

Am 7. Mai, so heißt es in der Zeitung weiter, sollen die beiden Eisbären im „Marineland“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Bisher waren sie zur Eingewöhnung nur im Innengehege untergebracht, unsichtbar für die Besucher. Die einzigen Menschen, zu denen sie derzeit Kontakt haben, sind  ihre Pfleger.

Doch die Freianlage wird vorab schon den schillerndsten Farben beschrieben: 2200 Quadratmeter „Tundra“-Landschaft, Wasserfälle, Meerwasserbecken mit einer konstanten Wassertemperatur von 14 Grad, klimatisierte und verschneite Höhlen – alles einzigartig in Europa. Heiße Mittelmeer-Sommer müssten Flocke und Rasputin nicht fürchten, dafür sorge ein ausgeklügeltes Klimatisierungs-System.
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