Virtuelles Eisbärenbaby – nein, danke!

flockegro_.jpgFlocke wird immer erwachsener, man kann sich kaum noch vorstellen, was für ein hilfloses Baby sie vor ein paar Monaten war. Ach, waren das noch Zeiten, als wir Tag für Tag im Fernsehen mitverfolgen konnten, wie ihre vier Pfleger sich rührend um das Bärchen kümmerten, ihm das Fläschchen gaben, Bäuerchen machen ließen, das Bäuchlein massierten, Haut und Fell mit der Bürste und Babyöl liebevoll massierten – und wie Flocke dabei sichtbar wuchs und gedieh.

Da hätte man doch am liebsten gleich selbst mitgeholfen, oder?

Jetzt kann man das – wenn auch nur virtuell. „MyBär“ heißt ein Spiel, das SAT.1 anbietet. Man kann einem Eisbärenbaby einen Namen geben und es vom Neugeborenen bis zum Jungbären aufziehen, mit vielen Fläschchen, Streicheleinheiten und jeder Menge Pflege. Allerdings ist das Spiel so angelegt, dass man nach einer gewissen Zeit ein Pause einlegen und sich richtig anmelden muss, mit Benutzernamen und Passwort, um bis zu Ende spielen zu können.

Ich habe mal ein bisschen mit der virtuellen Bärenpflege angefangen. Naja, die ersten ein, zwei Minuten mögen ja noch ganz lustig sein. Aber dann fehlt mir was: Die Nürnberger Pfleger, die in ihrem hinreißenden Fränkisch liebevoll die nettesten Kosenamen für Flocke fanden, das süße keckernde Geräusch, das unsere Flocke beim Saugen immer von sich gegeben hat, die ihr missliebige Prozedur des Abkotens …. ach ja! Das kann kein Spiel im PC ersetzen!!!

Und deswegen spiele ich auch nicht zu Ende, denn wie ein junger Eisbär aussieht, das weiß ich ja inzwischen, und das schaue ich mir lieber live im Nürnberger Tiergarten an.