Berliner Bärin Schnute ist tot

SchnuteGute zwei Jahre nach ihrer Gefährtin Maxi ist nun auch die Berliner Bärin Schnute gestorben. Sie wurde am Sonntag im Alter von 34 Jahren eingeschläfert. Ich habe in meinem Blog das Schicksal der beiden Berliner Stadtbärinnen ja immer verfolgt, zuletzt hier, deshalb möchte ich der Vollständigkeit halber auch den Tod von Schnute vermelden.

Schnute – und vor ihrem Tod auch Maxi – lebte in einem Gehege im Köllnischen Park und hatte seit langem schon gesundheitliche Probleme. Die Bärin litt vor allem auch an einer schmerzthaften Arthrose. Ein Tierschützer hatte zuletzt gefordert, Schnute einschläfern zu lassen. Zuvor hatte es auch Pläne gegeben, dass Schnute in einen Bärenpark umziehen sollte – das wollte man dem betagten Tier dann aber doch nicht mehr zumuten. Auch wenn die Haltung von Schnute längst nicht mehr zeitgemäß war – die meisten Berliner liebten sie heiß und innig und werden jetzt bei der Nachricht vom Tod ihres Wappentiers traurig sein.

Was passiert mit der Berliner Stadtbärin Schnute?

Die Berliner Stadtbärin Maxi (Foto) ist an altersbedingtem multifaktoriellen Organversagen gestorben – so das Ergebnis der Obduktion. Mit ihren 27 Jahren ist Maxi ungewöhnlich alt geworden, in freier Wildbahn bringen es diese Tiere nur auf sechs bis acht Jahre. Maxi lebte mit ihrer Mutter Schnute (32 Jahre!) von Geburt an in einem Bärenzwinger im Köllnischen Park mitten in Berlin. Das war schon einmal  Thema in diesem Blog im vergangenen November.

Bärenmutter Schnute hat den Verlust ihrer Tochter offenbar relativ gut verkraftet. Was nun aus Schnute als einzig verbleibendem Bären im Berliner Stadtzwinger wird, ist offen. Tierschützer hatten sich in den vergangenen Jahren immer wieder für einen Umzug der beiden Tiere und gegen ihre Haltung im Bärenzwinger eingesetzt. Schnute und Maxi sollten – dafür plädierten die Bärenschützer – in eine Auffangstation gebracht werden und ihren Lebensabend in einem weitläufigen naturnahen Gehege verbringen. Um dies zu erreichen, gründeten Tierschutzvereine aus ganz Deutschland das Berliner Bärenbündnis. Bereits mehrfach haben Bärenauffangstationen angeboten, Schnute und Maxi aufzunehmen, doch bislang wurde dies immer mit einem Verweis auf das hohe Alter der Tiere von den Verantwortlichen abgelehnt. Ob Schnute jetzt – nach dem Tod von Maxi – in einen Bärenpark kommt, bleibt abzuwarten. Wenn ja, soll eine Gedenktafel an den Bärenzwinger erinnern und an die Tiere, die hier gelebt haben.

In Berlin sind Bären bekanntlich als Wappentier oft zu sehen, deshalb gibt es seit 1928 als kleine Anlage und seit 1939 offiziell den Stadtzwinger im Köllnischen Park in Berlin-Mitte, in dem lebendige Bären gehalten werden. Nach dem Schock um den plötzlichen Tod von Stadtbärin Maxi hatte das Märkische Museum (das am Rande des Parkgeländes liegt) vorgeschlagen, die Bärendame präparieren zu lassen und sie in einer Ausstellung seinen Besuchern zu präsentieren; dieser Plan ist inzwischen vom Tisch.