Muss Kung Fu Panda nun hungern?

Mit Trickfilmen Träume wahr werden lassen – das konnte und kann wohl keiner so gut wie Walt Disney und seine vielen, vielen Zeichner. Immer wieder versuchten andere Studios, an diesen Riesenerfolg anzuknüpfen. Richtig geschafft hat es aber kaum ein Vertreter dieser Branche.

Zu den Möchtegern-Disneys gehört „Dreamworks Animation“, Hollywoods größtes unabhängiges Trickfilm-Studio. Dort wird jetzt für 500 Angestellte der vermeintlich schöne Traum zum Albtraum: Sie müssen gehen, weil ihr Arbeitgeber ungefähr 25 Prozent der Stellen streicht und das Unternehmen umstrukturiert.

Was diese Nachricht in einem Tier-Blog verloren hat, fragt sich nun vielleicht mancher Leser. Ganz einfach: Dieser Schritt hat auch für ein „Tier“ indirekte Folgen, nämlich für „Kung Fu Panda“. Er ist neben „Shrek“ einer der Superhelden bei „Dreamworks Animation“. Die neuen Firmenstrukturen ziehen ein Sparprogramm bei diesem Produzenten nach sich. Das heißt im Klartext, dass bis 2017 statt (wie bisher drei) nur noch zwei Zeichentrick-Streifen pro Jahr erscheinen. – Was soll da bloß aus dem armen Panda werden? Kriegt er künftig nur noch Dreiviertel-Portionen zu fressen?

An dieser Stelle möchte ich, weil es gerade so gut hierher passt, ein Gerücht aus der Welt schaffen: Bambus ist zwar die Lieblingsspeise von Großen Pandas, doch längst nicht alles, was sie zu sich nehmen. Sie fressen außerdem Pflanzen, beispielsweise Enzian, Schwertlilien, Krokus oder Bocksdorn. Wie man etwa bei „Wikipedia“ nachlesen kann, stimmt es ebenso wenig, dass diese Tiere reine Vegetarier sind. Sie lassen sich manchmal Raupen und kleine Wirbeltiere schmecken. – „Again what learnt“, würde ein bekannter fränkischer Ex-Fußballstar da wohl sagen.

Ach du Schreck, Shrek ist tot!

Wieder einmal gibt es eine besonders kuriose Geschichte aus der Welt der Tiere. Neuseelands berühmtestes Schaf, ein Merinoschaf namens Shrek, ist tot. Es war vor ein paar Wochen krank geworden, deshalb ließ es sein Besitzer jetzt einschläfern. Shrek wurde 17 Jahre alt und war damit unter Umständen auch das älteste Schaf Neuseelands. Die meisten Schafe werden dort nämlich etwa im Alter von sechs Jahren geschlachtet.

Shrek wird als freiheitsliebendes Schaf in die Geschichte Neuseelands eingehen. Das hat folgenden Grund: Shrek war einst geflohen, als er geschoren werden sollte. Dem Tier gelang es, sich sieben Jahre lang im Bergland der Südinsel zu verstecken. Während dieser Zeit lebte er wie ein wildes Schaf und fand in verschiedenen Höhlen Unterschlupf. 2004 wurde er dann aber eingefangen. Sein Körper hatte durch Unmengen von Wolle einen riesigen Umfang erreicht – deshalb musste sich Shrek nun doch der Schafschur unterziehen. Das Ganze wurde medienwirksam inszeniert und live von Fernsehkameras übertragen. Shrek war nach der langen Zeit völlig zugewachsen – bei der Schur kamen nicht weniger als 27 Kilo feinste Merinowolle zusammen.

Shreks Besitzer nutzte die Gunst der Stunde und machte einen Haufen Geld mit Shrek, der in Neuseeland ein Star wurde. Das Schaf tourte durchs Land, und sein Besitzer ließ sich jeden Auftritt teuer bezahlen. Bei einem der Auftritte wurde Shrek auf der Spitze eines Eisbergs geschoren, der vor der Küste der Südinsel im Meer trieb. Die Neuseeländer begeisterten sich für das Tier. Shrek anvancierte zur Hauptfigur mehrerer Kinderbücher, wurde von der damaligen Ministerpräsidentin empfangen und durfte sich über einen eigenen Stall, einen eigenen Pfleger und einen eigenen Ausstellungsraum freuen. Mit Shreks Hilfe kamen schließlich auch erkleckliche Summen für wohltätige Zwecke zusammen.

Nun scheint ganz Neuseeland um Shrek zu trauern. Es gibt mittlerweile natürlich eine Facebook-Seite (R.I.P. Shrek the Sheep). Shreks Besitzer plant angeblich eine Beerdigung und hat wohl auch angekündigt, dass er Shreks Asche auf Neuseelands höchstem Berg verstreuen will. Aber es kommt noch besser: Sogar ein Trauergottesdienst soll für Shrek abgehalten werden, berichten verschiedene Medien. Und zwar an einem passenden Platz: In der Kirche „Zum Guten Hirten“ in Tekapo.