Ein Tierbuch zum Valentinstag

Der Valentinstag naht, und ich möchte meinen Lesern statt Blumen oder Parfum wieder einmal ein Buch als Geschenktipp ans Herz legen: „Giraffenthetaer“ von Leo Grasset. Grasset verbrachte im Jahr 2013 sechs Monate in Simbabwe, um eine Zebra-Population im Hwange-Nationalpark zu erforschen. Ursprünglich hatte der Autor vor, „nur“ 15 Beiträge für sein Blog zu schreiben – am Ende wurde dann doch ein kleines Buch daraus.

Der Titel bezieht sich auf Kapitel 4, „Warum haben Zebras Streifen?“ Grasset geht hier der Frage nach, welchen Zweck die Musterung des Fells zahlreicher Säugetiere hat, und speziell, was es mit den Zebrastreifen auf sich hat. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass es sich dabei um weiße Streifen auf schwarzem Grund handelt? Und dass Zebras als Embryos noch ein komplett schwarzes Fell besitzen? Warum sich das dann noch – und vor allem wie – ändert, sei hier nicht verraten – schließlich möchte ich ja zum Kauf des Büchleins animieren.

Kapital 10, „Elefantenbeben“, wurde übrigens durch eine denkwürdige Begegnung des Autors mit Dickhäutern geprägt. Er hatte eine Panne mit dem Geländewagen, als sich ein Elefant dem Wagen näherte und ihn neugierig beäugte, etwa eine halbe Stunde lang. Sicher ein unvergessliches Erlebnis, so lange Aug´ in Auge mit einem riesigen Elefantenbullen…

Léo Grasset: Giraffentheater. Anekdoten aus der Savanne. Wagenbach, 144 Seiten, 17 Euro.

Touristenfreud´ – Elefantenleid

Immer mehr Afrika-Touristen buchen Safaris, bei denen sie nicht in Autos herumgefahren werden, sondern die Schönheiten der Natur auf dem Rücken von Elefanten erkunden. Auf den ersten Blick mag das toll klingen. Aber die Dickhäuter müssen in der Regel für diesen besonderen Service unsägliche Qualen leiden.

So hat erst vor kurzem wieder eine Tierschutz-Organisation in Simbabwe Elefanten auf einer Farm entdeckt, wo man die Tiere für diese Art des Touristen-Transports trainierte. Die Elefanten wurden unter haarsträubenden Bedingungen gehalten: Sie waren so angekettet, dass sie sich schwer verletzten. Außerdem verendete ein Tier, weil es nicht das richtige Futter bekam.

Den Tierschützern gelang es schließlich, neun Dickhäuter zu befreien. Sie pflegten die Elefanten monatelang und päppelten sie auf, damit sie sich von den Torturen erholen konnten. Mittlerweile sind die Tiere wieder zu Kräften gekommen. Sie sollen jetzt in einem Nationalpark in Simbabwe wieder freigelassen werden.

Doch viele andere Elefanten müssen weiter leiden, nur damit Touristen eine unvergessliche Afrika-Safari erleben können.