Das war eine Fehlentscheidung, Herr Söder!

Es ist schon komisch: Irgendwann kommt jeder Politiker mal auf den Hund. Also, ich meine das jetzt im wörtlichen Sinne und beziehe mich nicht etwa auf aktuelle Ereignisse in Deutschland. Nein, ich meine es, wie ich es sage: Viele Politiker mögen Hunde – vielleicht weil die sich so gut herumkommandieren lassen, vielleicht weil sie treu sind und man sie nicht erst im Wahlkampf von sich überzeugen muss, vielleicht weil (fast) jedes Tier (fast) jeden Politiker sympathischer macht.

Ein solcher Hundeliebhaber ist auch Markus Söder, der sich vor seiner Berufung zum bayerischen Finanzminister selbst gern als “Lebensminister” bezeichnet hat.  Zum Leben gehören Tiere ja irgendwie dazu, und wohl deshalb hält Söder sich privat einen Labrador. Doch damit nicht genug: Rechtzeitig vor Weihnachten hat er dieser Tage im Nürnberger Tierheim die Patenschaft für einen Cocker-Spaniel-Mischlingswelpen namens Wendy übernommen – kohlpechrabenschwarz, eben passend zur CSU. Künftig zahlt der Finanzminister 75 Euro pro Jahr für dieses sein Patentier, und spätestens wenn Wahlkampfzeiten ins Haus stehen, wird er wohl auch mal mit ihm Gassigehen, in öffentlichen Parks, dort, wo viele potenzielle Wähler ihn mit dem netten Hund sehen.

Im Tierheim posierte auch Söders Parteigenosse Marcus König – in Personalunion geschäftsführender Vorsitzender des Tierschutzvereins – mit einem Hundebaby vor den Kameras: mit der Französischen Bulldogge Pünktchen. Vorher hatte auch Söder das Hündchen mal halten dürfen (siehe Foto), aber es war für den Minister wohl nicht schwarz genug.

Mir persönlich gefällt Pünktchen aber viel besser als Wendy, weil ich Französische Bulldoggen einfach liebe – es sind meine zweitliebsten Hunde nach Jack-Russell-Terriern. Hätte sich Söder für Pünktchen als Patenkind entschieden – na ja, wer weiß, ob er damit künftig eine Stimme mehr bekommen hätte. So aber bleibt alles beim Alten.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten, liebe Blogleser!