Rettung für die Schimpansen im Kongobecken

Normalerweise bin ich niemand, der sich gleich für irgendwelche Spendenaktionen starkmacht. Aber ich glaube, es lohnt sich, die neue Hilfsaktion des WWF für den Schimpansenwald im Kongobecken zu unterstützen.

In der Lac-Tumba-Region, die zum größten Überschwemmungswaldgebiet der Erde gehört, leben mehrere Populationen von Schimpansen und Zwergschimpansen. Im Jahr 2009 haben außerdem WWF-Mitarbeiter dort die einzigartigen „Sumpfschimpansen“ entdeckt, die während der gesamten Regenzeit nur auf Bäumen leben. Außerdem gibt es in diesem Gebiet eine ganze Reihe von Säugetieren, die endemisch sind, also ausschließlich dort leben. Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo hat zwar über 7000 Quadratkilometer Wald unter Naturschutz gestellt, doch nun schlägt der WWF Alarm, dass das nicht ausreiche.

Denn vor allem die Sumpfschimpansen werden häufig ein Opfer von Wilderei. Es hat sich eine sogenannte Bushmeat-Mafia gebildet, die ganze Städte mit Wildfleisch beliefert. Leider ist auch Schimpansenfleisch sehr begehrt. Außerdem sind die Schimpansen durch Brandrodung bedroht: Wertvoller Regenwald wird niedergebrannt, weil die Menschen zusätzliche Ackerflächen anlegen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Der WWF will deshalb ein Schutzgebietsystem aufbauen, dafür Wildhüter ausbilden und diese mit notwendigen Geräten ausstatten. Der WWF hat es bereits geschafft, die Regierung zu überzeugen, dass langfristig 15 Prozent der Landesfläche unter Schutz gestellt werden. Die Organisation will auch mit den Einheimischen zusammenarbeiten und ihnen helfen, ihre Lebensgrundlage zu verbessern, damit sie nicht mehr auf Wilderei angewiesen sind. Auch Programme für eine verbesserte Landwirtschaft sind geplant, damit weniger Wald für neue Felder geopfert wird.

Falls jemand dieses Projekt unterstützen will, kann er seine Spende überweisen auf das Konto 809 871 1 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 550 205 00.