Der Biber ist ein Berliner

Ich habe hier ja schon darüber geschrieben, das der Biber ein Wahl-Fürther ist. Jetzt kann der Biber – frei nach John F. Kennedy – auch von sich sagen: „Ich bin ein Berliner!“

BiberBerlinWarum?  – Er fühlt sich mittlerweile auch in unserer Hauptstadt sauwohl. Und zwar deshalb, weil ihn die Berliner regelrecht hofieren, damit er bleibt. Bei uns in Franken, da muss „Castor fiber“ selber sehen, wie er zurechtkommt. Nicht so in Berlin. Dort baut man ihm jetzt so etwas wie Ruhebänke in die Spree, damit er sich vom anstrengenden Schwimmen ab und zu erholen kann. Das ist kein Witz. Man hat tatsächlich eine ins Wasser ragende Stahlwand abgesenkt, auf der die derzeit ungefähr 30 in Berlin lebenden Biber eine Verschnaufpause einlegen können, wenn sie müde geworden sind.

Von der Berliner Jagdbehörde wird das so begründet: Es  seien schon Biber vor Erschöpfung in der Spree gestorben, andere seien in Schiffsschrauben geraten und kläglich verendet. So wie Menschen auf einer Autobahn Rastplätze brauchen, müssten auch diese Nager von Zeit zu Zeit ihren Energievorrat auffüllen.

Über die Raststätte gelangen die Biber leicht ins Wasser hinein und auch wieder heraus. Die Berliner wollen es übrigens nicht bei dem einen Rastplatz bewenden lassen. In den nächsten Jahren sollen weitere Stahlwände ins Wasser der Spree gelassen werden.

Wenn das unsere Fürther Biber hören, hoffentlich wandern sie uns dann nicht nach Berlin ab!