Hahnenkampf – mal anders

In dieser Woche gab es eine Tier-Nachricht, bei der ich richtig Schadenfreude empfunden habe, als ich sie las. – Darum ging es: In Kalifornien starb ein Mann bei einem illegalen Hahnenkampf. Nicht etwa vor Aufregung, weil der Kampf so spannend war – nein, der Mann wurde von einem der Hähne angegriffen und getötet.

Das war folgendermaßen vor sich gegangen: Dem Hahn war eine scharfe Klinge am Bein befestigt worden. Das macht man häufig bei Hahnenkämpfen, damit das Tier bessere Siegeschancen gegenüber seinem Kontrahenten hat. Bei dem Kampf in Kalifornien vergangene Woche war die Polizei aufgetaucht, um die nicht erlaubte Veranstaltung aufzulösen. In diesem Moment griff der Hahn mit der Klinge am Bein einen 35 Jahre alten Mann an. Die Klinge durchtrennte eine Arterie in der Wade des Mannes, der infolgedessen verblutete.

Ich muss sagen: Recht geschieht es ihm – egal ob er der Besitzer eines Hahnes war oder „nur“ ein Zuschauer in der Kampfarena bzw. einer, der auf den Sieg eines der beiden Tiere gewettet hatte.  Das Thema Hahnenkampf ist schon seit Jahren ein rotes Tuch für mich. Ich finde es einfach abstoßend und grausam, wie die Tiere für den Kampf  aufgestachelt und richtig „scharf“ gemacht werden, damit sie ihren Gegner möglichst blutig niedermetzeln. Es ist mir egal, ob dahinter eine jahrtausendealte Kultur steckt oder nicht. Für mich ist es schlicht und einfach nur Tierquälerei, was da passiert, und ich stehe nicht allein mit dieser Meinung. Immer wieder haben Tierschützer den Hahnenkampf scharf kritisiert, und nicht umsonst wurden  Hahnenkämpfe in vielen Ländern verboten.