Und jetzt auch noch Schneeleoparden-Babys!

Junge Schneeleoparden Ayana und Kang-JuAuf die Welt gekommen sind Kang-Ju und Ayana vor drei Monaten, jetzt zeigen sich die zwei kleinen Schneeleoparden im Tiergarten Nürnberg den Besuchern. Die Geschwister sind die Babys von Pia und Indra. Pia ist 2003 in Krakau geboren und gelangte durch die Städtepartnerschaft mit Nürnberg als Geschenk mit ihren beiden Schwestern 2004 in den Tiergarten. 2006 wurde für Pia der Kater Indra aus Szeged in Ungarn als Lebenspartner auserkoren. Deshalb siedelten Pias Schwestern um: nach Japan und in die Tschechische Republik.

Pia und Indra hatten schon vor fünf Jahren Nachwuchs, der im Rahmen des EEP an die Zoos in Kolmarden (Schweden) und Darjeeling (Indien) vermittelt wurde. Die Babys von 2012 ging nach Dresden und New York. Nach einjähriger Zuchtpause auf Empfehlung des EEP hat es nun wieder mit dem Nachwuchs geklappt.

Kang-Ju und Ayana wurden von den Tierärzten gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut geimpft. Die flauschigen Kleinen durften jetzt erstmals mit Mutter und Vater ins Außengehege. Der Tiergarten präsentiert sich derzeit auch mit den Tigerbabys, den knuffigen Kleinen Pandas, Eisbärenmädchen Charlotte, Delfinkind Nami und der herbstlichen Laubfärbung am Schmausenbuck von seiner schönsten Seite.

Kleine Pandas endlich für Besucher zu sehen

PandasEndlich: Die beiden Kleinen Pandas, die Ende Juni im Tiergarten Nürnberg das Licht der Welt erblickten, sind jetzt auch für die Zoobesucher zu sehen. Bisher waren sie meist noch in ihrer Wurfbox und machten nur selten mal einen kurzen Ausflug ins Außengehege.

Die zwei hatten es nicht leicht, denn im August starb ihre Mutter an einem akuten Herzversagen, so dass die Babys von Hand aufgezogen werden mussten. Das hat aber gut geklappt: Sie haben einiges an Gewicht zugelegt – von 600 Gramm auf jetzt rund zwei Kilo, wobei das Weibchen 350 Gramm mehr auf die Waage bringt. Die beiden werden weiterhin mit Spezialmilch und -brei versorgt.

Der Vater der beiden, der den schönen Namen Rex junior trägt – so war er im Parco Faunistico in Italien genannt worden -, lebt ebenfalls im Nürnberger Tiergarten. Er wurde im Jahr 2004 geboren und war von 2006 bis 2012 im Zoo von Rotterdam untergebracht. Die verstorbene Panda-Mutter Patna stammte aus Aalborg in Dänemark und kam 2011 nach Nürnberg; sie wurde nur fünf Jahre alt.

Glück in Frankfurt, Entsetzen in Breslau

Herzlichen Glückwunsch an den Frankfurter Zoo! Dort hat die  Gorilladame Dian Zwillinge bekommen – die erste Zwillingsgeburt bei diesen Menschenaffen in Frankfurt seit fast 50 Jahren. Noch ist das Geschlecht der Gorillababys nicht bekannt, weil Dian ihre Kleinen ganz eng am Körper hält, so dass die Pfleger nicht sehen können, ob es sich um Männchen oder Weibchen handelt. Die beiden Kleinen sind das zweite und dritte Baby von Dian. Vater der Zwillinge ist der Silberrücken Viatu. Nachdem die Geburt unter den Augen einer Pflegerin problemlos abgelaufen war, macht man sich im Zoo inzwischen Sorgen um eines der Zwillingsbabys, das sehr schwach wirkt. Die Pfleger kommen aber nicht an die Gorillamutter und ihren Nachwuchs heran, um das Kleine zu untersuchen. Besorgt sind die Zoomitarbeiter vor allem deshalb, weil erst im Juli das Baby des Gorillaweibchens Shira aus bisher unbekannten Gründen gestorben war.

So sehr man sich in Frankfurt über die Gorilla-Zwillingsgeburt freut, so groß ist das Entsetzen im Zoo von Breslau: Ein Sumatra-Tiger hat in seinem Außengehege einen Pfleger tödlich verletzt, der dort anscheinend den Rasen mähte. Schockierte Kollegen des 57-jährigen Mannes haben angegeben, dass er ein sehr erfahrener Tierpfleger gewesen sei. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, weiß man noch nicht. Der schreckliche Vorfall überschattet die Jahreskonferenz des europäischen Zooverbands EAZA, die noch bis zum 19. September im Breslauer Tierpark stattfindet und zu der über 700 Teilnehmer aus aller Welt angereist sind.

Nachtrag: Wie ich oben angedeutet hatte, sorgten sich die Tierpfleger in Frankfurt gestern schon um eines der beiden Gorillababys. Nun ist das Kleine tatsächlich gestorben, die Todesursache ist noch unklar. Gorillamutter Dian trägt immer noch beide Babys mit sich herum. Die Pfleger wollen ihr das tote Baby nicht wegnehmen, sondern warten, bis sie es von selbst ablegt. Dem Geschwisterchen geht es aber – Gott sei Dank! – nach wie vor gut.

Den Panda-Babys geht es gut

Junge Kleine Pandabären auf dem Weg zum Futter

Nach der traurigen Nachricht vom Tod der Kleinen Pandabärin Patna im Nürnberger Tiergarten gibt es nun zum Glück auch eine gute Nachricht: Den beiden Ende Juni geborenen Babys von Patna von geht es gut. Seit dem Tod ihrer Mutter werden sie von Hand aufgezogen. Zweimal am Tag bekommen sie ein Fläschchen mit einer speziellen Milch, wie sie auch zur Hundeaufzucht verwendet wird. Und den einmal täglich angebotenen Milchbrei schlecken die Jungtiere schon selbst auf. Sie haben seit dem Verlust der Mutter sogar ihr Gewicht von je 600 Gramm auf jetzt 692 Gramm (Männchen) und 847 Gramm (Weibchen) steigern können. Und sie schauen auch schon immer wieder mal aus ihrer Wurfbox heraus. Wahrscheinlich wagen sie in ein paar Tagen ihren ersten Ausflug.

Inzwischen liegt das Obduktionsergebnis von Patna vor: Sie ist an einem akuten Herzversagen gestorben. Andere Erkrankungen oder Infekte wurden nicht nachgewiesen.

Tiger top, Panda tot

KatinkamitjungenEnde Januar habe ich hier noch über das „Liebesglück“ der beiden Tiger im Tiergarten Nürnberg geschrieben. Das war während der ersten Rolligkeit von Tigerin Katinka. Die damaligen Deckungsversuche von Samur waren dann letztlich doch nicht von Erfolg gekrönt. Aber bei der „zweiten Rolle“, wie die Tierpfleger sagen, hat es dann geklappt: Katinka wurde trächtig. Am 6. Juli hat sie ihre zwei Babys zur Welt gebracht – zwei Jungs, die von den Tierpflegern die Namen Aljoscha und Volodya bekommen haben.

Das Brüderpaar wurde jetzt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, nachdem das Raubtierhaus in den letzten beiden Monaten geschlossen war, um Katinka mit ihrem Nachwuchs die nötige Ruhe zu gewähren. Die Kleinen haben mittlerweile schon ganz schön zugelegt und bringen schon 9,1 und 8,3 Kilo auf die Waage. Sie werden noch gesäugt, knabbern aber auch schon an Katinkas Fleischportionen mit herum. Geimpft wurden Aljoscha und Volodya ebenfalls schon, bei dieser Gelegenheit wurden sie auch mit Transpondern versehen.

Ab kommendem Montag, 7. September, dürfen die ersten Zoobesucher wieder ins Raubtierhaus: Vorerst täglich zwischen 10 und 11.30 Uhr lassen die Pfleger immer wieder kleinere Gruppen ins Raubtierhaus, um die Tigerin und ihre Babys nach und nach an Publikum zu gewöhnen. Wenn das klappt, soll das Haus so bald wie möglich wieder regulär geöffnet werden.

PatnaLeider wird das gedeihliche Heranwachsen der Tigerbabys vom Tod der Kleinen Panda-Dame Patna überschattet, die tot in ihrem Gehege gefunden wurde. Das ist vor allem auch deshalb tragisch, weil Patna hat zwei Junge hat, die erst vor zwei Monaten geboren wurden. Sie müssen nun von Hand aufgezogen und langsam auf feste Nahrung umgestellt werden. Woran Patna gestorben ist, bleibt vorerst ein Rätsel, denn noch am Tag vor ihrem Tod hat sich die fünf Jahre alte Katzenbärin ganz unauffällig verhalten. An ihrem Körper waren auch keine Verletzungen sichtbar. Per Obduktion will der Tiergarten nun hausfinden, was die Todesursache war. Schon einmal hatte es ja im Jahr 2009 im Tiergarten zwei tote Kleine Pandas gegeben. Damals kam es zu wilden Theorien, warum die Tiere von einem damals noch im selben Gehege lebenden Muntjak umgebracht wurden.

Duisburger Delfinbaby tot

Delfinbaby_DuisburgDas wird die Delfinariumsgegner in der Republik wieder zur Höchstform auflaufen lassen: Am Sonntag starb das eine Woche alte Delfinbaby im Duisburger Zoo. Die Tochter von Delfinmutter Pepina hörte plötzlich auf zu atmen und war binnen Sekunden tot.  Nach fünf erfolgreichen Delfinaufzuchten in den letzten Jahren ist dieser Todesfall ein trauriges Ereignis im Delfinarium des Zoos. „Absolut nichts deutete auf eine Erkrankung hin“, heißt es auf der Website des Zoos, und weiter: „Im Gegenteil, das kleine Mädchen, welches bei seiner Geburt 18,2 kg wog, hatte innerhalb einer Woche bereits 3,2 kg zugenommen.“

Die 34 Jahre alte Pepina ist eine sehr erfahrene Delfinmutter, die sich vorbildlich um ihr Kleines kümmerte. Sowohl das Atemverhalten des Jungtiers als auch das Säugeverhalten seien ganz normal gewesen, ließ der Zoo wissen. Täglich habe man das Kleine untersucht und Blut entnommen – auch dabei seien keine Unauffälligkeiten festgestellt worden. Ganz im Gegenteil: Der Antikörperspiegel sei sehr hoch gewesen, was auf eine ausreichende Aufnahme der wertvollen ersten Muttermilch in den ersten Lebensstunden hinweise. Das Delfinkalb habe, seinem Cortisolspiegel nach, außerdem nicht unter Stress gestanden, sondern sei völlig entspannt gewesen.

Keiner kann sich den plötzlichen Tod des Tieres erklären. Sein Kadaver wurde zur pathologischen Untersuchung an eine veterinärmedizinische Hochschule gebracht. Zwar ist bekannt, dass auch im Freiland die Sterblichkeitsrate bei neugeborenen Delfinen wegen deren noch nicht gegebenen Immunitätsstatus sehr hoch ist. Doch das  kann weder die Tierpfleger noch die Zooleitung in Duisburg trösten. Sie fürchten nun auch, dass sie wieder einmal mit einer Flut haltloser Anschuldigungen von selbsternannten Delfinschützern konfrontiert werden.

Nachwuchs bei den Kleinen Pandas

KatzenbarenNach der Prügel, die der Tiergarten Nürnberg kürzlich – meiner Meinung nach zu Unrecht – wegen der notwendigen Sanierung der Delfinlagune von verschiedenen Seiten einstecken musste, kommen jetzt mal wieder richtig gute Nachrichten aus dem Tiergarten: Bei den Kleinen Pandas gibt es wieder Nachwuchs – bereits zum zweiten Mal vom derzeitigen Zuchtpaar Patna und Rex junior. Die beiden Babys kamen schon Ende Juni zur Welt. Dem Muttertier Patna hatten die Tierpfleger für den Wurf mehrere Boxen zur Verfügung gestellt. Zum Glück hat Patna sich für die einzige Box mit Einblick durch eine Scheibe entschieden, so dass die Zoomitarbeiter die Entwicklung der Jungen mitverfolgen können und ihnen auch obiges Foto möglich war.

Mittlerweile trägt Patna ihre Kleinen von einem Unterschlupf zum anderen, so dass die Zoobesucher mit etwas Glück die Babys zu Gesicht bekommen. Patna ist sieben Jahre alt und kam aus dem Zoo von Aalborg (Dänemark) an den Schmausenbuck. Ihr elf Jahre alter Partner Rex junior stammt ursprünglich aus dem italienischen La Torbiera und lebte eine Zeitlang in Rotterdam, ehe er in den Nürnberger Tiergarten umzog.

Kleine Pandas, auch Katzenbären genannt, sind seit 2008 auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefährdet“ eingestuft. Der Tiergarten Nürnberg beteiligt sich am „Red Panda EEP Forest Guardians Programme“, dem Programm des Europäischen Zooverbands zum Schutz des Lebensraums dieser Tiere in Nepal: Mit jährlich 1000 Euro kann einer der dortigen Naturschutzwächter ausgebildet und finanziert werden. So hilft der Tiergarten mit, den Schutz des Lebensraums der Kleinen Pandas zu unterstützen und die örtliche Bevölkerung aufzuklären, warum der Schutz dieser Tierart und ihres Lebensraums notwendig ist.

Tigerbabys weiter unter Verschluss

Katinkababys
Die Tiergartenbesucher werden wohl enttäuscht sein, aber die Zooleitung bleibt konsequent: Damit die Sibirische Tigerin Katinka und ihre beiden Babys nicht gestört werden, bleiben sie auch während der kommenden Sommerferienwochen von der Öffentlichkeit abgeschirmt im Raubtierhaus des Nürnberger Tiergartens – und das, bis die Kleinen acht bis zehn Wochen alt sind. Fürs Publikum gibt es aber zumindest ein kleines Trostpflaster: Ab diesem Wochenende werden Bilder von der Tigermutter und ihrem Nachwuchs auf einen Monitor am Eingang des Raubtierhauses übertragen. So bekommt man wenigstens einen gewissen Eindruck. Und den Vater der beiden, Tiger Samur, kann man bei seinen Streifzügen durchs Freigehege auch beobachten.

Die zwei kleinen Tiger wurden am 6. Juli geboren und entwickeln sich offenbar sehr gut. Katinka ziehe ihre Babys mit großer Gelassenheit auf, teilt die Zooleitung mit. Sie kümmere sich vorbildlich um sie und mache alles richtig, obwohl sie ja zum ersten Mal Mutter geworden ist.

 

„Dreegbär“ Charlotte

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Sieht so ein Eisbärenkind aus? Die kleine Charlotte, die im vergangenen November im Tiergarten Nürnberg das Licht der Welt erblickte, gleicht fast schon einem Braunbären. Wahrscheinlich gehört sie zur typischen fränkischen Spezies der „Dreegbärn“. Weil ihre Lieblingsbeschäftigung darin besteht, sich auf dem Boden zu wälzen, ist ihr Fell nicht weiß, wie es sich für ein Eisbärenbaby gehört. Ihre Mutter Vera dagegen sticht mit ihrem blütenweißen Fell eindrucksvoll von den roten Sandsteinfelsen in ihrem Gehege ab. Manchmal bekommt Vera beim Spielen mit ihrer Tochter allerdings den einen oder anderen Schmutzflecken ab. Eisbärenmütter brauchen eben auch eine Menge Geduld mit ihrem Nachwuchs. Aber Hauptsache, der entwickelt sich so gut, wie es bei Charlotte der Fall ist!

Willkommen, Charlotte!

VeraCharlotteUnd das ist sie: Charlotte, das Eisbärenbaby, das am 21. November 2014 im Tiergarten zur Welt kam. Seit heute Mittag ist sie mit ihrer Mutter Vera auf der Eisbären-Freianlage des Aquaparks zu sehen. Die kleine Schwester von Flocke hat bisher mit ihrer Mutter Vera in der Geburtshöhle gelebt, in der sie das Licht der Welt erblickte. Auf dem Strohlager in den Sandsteinfelsen des Schmausenbuck waren die Beiden ausschließlich über eine Videokamera zu beobachten. Die Bilder zeigten während der vergangenen Monate, wie gut sich Charlotte entwickelte. Als Vera sich heute nach viereinhalb Monaten erstmals in der Türöffnung der Sandsteinfelsen zeigte, um ihren neuesten Nachwuchs aus der Höhle ans Tageslicht und die frische Luft zu bringen, klatschten die Zoobesucher begeistert Beifall. Beim dritten Anlauf wagte sich die Eisbärenmutter mit der Kleinen schließlich ganz nach draußen.
Dann folgte eine Schrecksekunde: Charlotte purzelte über die Sandsteinstufen, und Vera sprang ihr erschrocken nach. Doch als sich herausstellte, dass nichts passiert war, ging der Auftritt der zwei Tiere ohne weitere Zwischenfälle über die Bühne. Charlotte ist eine putzmuntere Fellkugel und erkundet nun neugierig ihr „Reich“, die weiträumige Eisbären-Freianlage des Tiergartens. Allerdings sind in diesem Jahr nicht nur in Nürnberg Eisbärenbabys zu bewundern – bei diesen Tieren gibt es in Zoos zurzeit einen regelrechten Babyboom.