Irans "arme Hunde"

Es ist unglaublich, welch seltsame Blüten ideologischer Fanatismus  und religiöse Eiferei mitunter treiben können. Das kann man derzeit zum Beispiel im Iran beobachten. Dort hat der Kampf der Behörden gegen jede Form von westlichem Lebensstil mittlerweile völlig skurrile Formen erreicht: Im „Gottesstaat“ dürfen Hundebesitzer nicht mit ihren Lieblingen Gassi gehen. Wenn sie trotzdem dabei erwischt werden, drohen dem Herrchen oder Frauchen saftige Geldstrafen und den Hunden manchmal sogar der Tod.

Nach traditionellem islamischen Glauben gelten Hunde als unrein. Deshalb gab es früher im Iran kaum Hunde als Haustiere – allenfalls als Wach-, Hüte- oder Jagdhunde wurden sie geduldet. Doch seit einiger Zeit haben auch die Iraner die Liebe zum treuesten Begleiter des Menschen entdeckt. Für wohlhabende Bürger sind Hunde sogar zum Statussymbol geworden, ähnlich wie Luxuskarossen. Und viele Hundebesitzer haben sich – in diesem Fall muss man meiner Meinung nach sagen: leider! – dem westlichen Vorbild angepasst und statten ihre Lieblinge mit Designer-Hundeklamotten aus, um sie dann durch die Nobelviertel von Teheran spazieren zu führen. Das erzürnt natürlich die konservative Geistlichkeit des Landes. Sie schimpfen über die blinde Nachahmung der dekadenten westlichen Kultur.

Die Regierung hat bereits die Regelung eingeführt, dass Hundehaltung mit Geldstrafen zu ahnden ist. Auch jegliche Werbung für Haustiere in den Medien ist verboten. Und es gibt regelrechte Hunde-Razzien gegen alle, die ihre Hunde öffentlich Gassi führen. Sogar Autos, in denen Hunde sitzen, werden beschlagnahmt. Die Beschlagnahme ist aber eigentlich nur rechtens, wenn Hundehalter gegen Hygienevorschriften verstoßen.

Gegen die Razzien gehen wiederum Tierschützer auf die Barrikaden. Sie vertreten die Auffassung, dass kein Gesetz existiere, das Haltung und Transport von Hunden untersagt. Sie haben auch schon gegen die Massenfestahme von Hunden protestiert, aber keine Reaktion darauf erhalten. Hundebesitzer erzählen, dass bei Razzien Beamte die Tiere verschleppen – an unbekannte Orte, wo man sie dann häufig verhungern lasse. Bisherige Praxis war es, Hundebesitzer zu einer Strafgebühr zu verdonnern und sie zu dem Versprechen zu verpflichten, nicht mehr gegen die Moral zu verstoßen und Hunde nicht mehr in der Öffentlichkeit auzuführen. Mittlerweile kommt es aber immer wieder vor, dass den Besitzern gesagt wird, ihr Hund werde getötet. Deshalb trauen sich viele Halter nur noch nachts mit ihrem Tier auf die Straße, oder sie führen es in abgelegene Ecken, wo es niemand mitbekommt.

Tragödie auf Cape Cod

Kommen wir von den Walen zu ihren Verwandten, den Delfinen: Ein trauriges Kapitel, wenn man in diesem Monat nach Cape Cod schaut, der Halbinsel im Südosten des US-Staates Massachusetts. Dort findet seit Wochen ein regelrechtes Delfin-Massensterben statt. Die Tiere stranden aus unerfindlichen Gründen an der Küste von Cape Cod, und die meisten verenden im Schlick, aus dem sie sich allein nicht mehr befreien können.

Den ganzen Winter über spielen sich dort schon grauenhafte Szenen ab, vor allem, wenn die Retter trotz aller Mühen, den Tieren zu helfen, wieder einmal scheitern und nur noch zuschauen können, wie die Delfin qualvoll sterben. Im vergangenen Monat sind auf der Halbinsel 178 Delfine gestrandet, 125 davon überlebten das nicht. Das ist eine ungewöhnliche hohe Zahl, denn in den vergangenen zwölf Jahren waren es im Schnitt „nur“ 37 Tiere, die dort am Strand aufliefen und jämmerlich zugrunde gingen.

Forscher suchen nach einer Erklärung für das Phänomen – bisher allerdings ohne Erfolg. Mitarbeiter des International Fund for Animal Welfare (IFAW) kennzeichnen die Delfine und nehmen ihnen Blut ab. Man seziert die Kadaver gestrandeter Tiere, die es nicht mehr ins Meer zurück geschafft haben. Aber das Massensterben bleibt vorerst ein Rätsel.

Die Wissenschaft wartet mit verschiedenen Theorien auf: Auslöser für das Phänomen könnte die Veränderung des Wetters sein oder die Veränderung der Wassertemperatur, möglicherweise auch ein verändertes Verhalten der Beutetiere. Oder verirren sich die Delfine einfach nur an der zerklüfteten Küste?

Nur dank des unermüdlichen Einsatzes von Dutzenden von Helfern sind es nicht noch mehr Delfine, die den Tod finden. Sie unterstützen die Tiere bei ihren Befreiungsversuchen, wenn die Flut kommt und lotsen sie mit Booten aus der Gefahrenzone. Manche Delfine werden auch auf Tragriemen manövriert, näher zu anderen Gestrandeten gebracht und in die richtige Richtung gedreht, damit sie in der Herde den Weg zurück ins Meer finden. Mit dem Geräusch der Bootsmotoren versuchen die Retter, die Tiere hinaus in den Atlantik  zu treiben – leider nicht immer mit Erfolg. Kurz gesagt, es ist eine Tragödie, die sich auf Cape Cod abspielt.

 

Wenn Tierfreunde es zu gut meinen

Wenden wir uns von den Pressemitteilungen des Herrn Schrollinger wieder für die (Tier-)Welt wichtigeren Themen zu. Dazu gehört die übertriebene Tierliebe mancher Menschen, die den Tieren letztlich schadet. Viele Tierfreunde meinen es beispielsweise zu gut, wenn sie glauben, jeder auf dem Boden gefundene Jungvogel brauche Hilfe. (Die junge Krähe auf dem Bild hat Rita Köhler für pixelio.de fotografiert.) Der Naturschutzbund NABU weist darauf hin, dass man solche Vogelkinder auf jeden Fall nicht unter menschlicher Obhut aufpäppeln, sondern in der freien Natur lassen sollte. Denn es handelt sich meist nicht um verletzte oder von ihren Eltern im Stich gelassene Tiere. Vielmehr verlassen einige Vogelarten ihr Nest schon, bevor sie fliegen können. Sie geben aber immer wieder sogenannte Standortlaute von sich, um sich bei ihren Eltern bemerkbar zu machen.

Dazu gehören Nestflüchter wie zum Beispiel Enten, Fasane und Kiebitze, außerdem verschiedene Singvögel wie Amseln. Amseljunge etwa hält es oft schon eine Woche, bevor sie flügge werden, nicht mehr in ihrem Nest, weil es ihnen dort zu eng wird. Sie werden aber trotzdem von ihren Eltern weiterhin gefüttert und betreut.

Erst wenn man ein Vogelkind längere Zeit aus sicherer Entfernung (um die Elternvögel nicht abzuschrecken) beobachtet und feststellt, dass es sich tatsächlich um ein verlassenes oder verletztes Tier handelt, braucht das Vogeljunge wirklich Hilfe. Die Betreuung sollte man aber Fachleuten überlassen.

Nicht überall beliebt: der Biber

Jahrzehntelang galt er als ausgestorben, in den letzten Jahren siedelte er sich nach erfolgreicher Auswilderung wieder bei uns an. Zunächst war die Freude groß, doch schon möchten ihn manche wieder loswerden: Die Rede ist vom Biber.

Tierschützer sind begeistert und begrüßen es, dass Europas größte Nagetiere mit ihren Dämmen und Biberburgen Gewässerläufe naturnah umgestalten. Denn dadurch schaffen sie auch wieder Lebensraum für andere Tiere, zum Beispiel für den grünen Laubfrosch, der auch wieder häufiger bei uns gesichtet wird, seit der Biber sich breit macht.

Andere ärgern sich hingegen über die Aktivitäten der Biber, die zur Überflutung von Wiesen ebenso führen wie zur Untertunnelung von Wegen. Landwirte müssen für den von Bibern verursachten Schaden durch Fraß an Bäumen und Feldfrüchten selbst aufkommen und gehören deshalb auch nicht unbedingt zu den Biber-Fans. Außerdem nehmen die Klagen zu, dass Biber wertvolle Bäume fällen, die von Naturschützern gehegt und gepflegt werden. Inzwischen gibt es in verschiedenen Regionen Fachleute oder Biberbeauftragte, die für ein spezielles Bibermanagement zuständig sind und versuchen, die verschiedenen Interessen auszugleichen.

Wie nützlich Biber sein können, hat sich jetzt erst wieder in Kanada gezeigt. Dort hat in der Provinz Alberta ein Biberdamm dazu beigetragen, eine Ölkatastrophe zu verhindern. Als fast 30 000 Barrel Öl aus einem Leck in einer Ölleitung austraten, wurde die weitere Ausbreitung des Öls in der Landschaft durch einen Biberdamm verhindert.

 

Hunde vor dem Kochtopf bewahrt

In Sachen Menschenrechtsverletzungen kommen aus China ja regelmäßig neue Hiobsbotschaften. Aktuellstes Beispiel ist der regimekritische Künstler Ai Weiwei, der bekanntlich seit Tagen schon inhaftiert ist. Internationale Proteste haben bisher auch nicht zum Einlenken der Machthaber geführt.

Da freue ich mich doch zumindest darüber, dass Tierschützer in China jetzt einen Erfolg für sich verbuchen konnten: Ungefähr 200 Aktivisten haben dort rund 500 Hunden das Leben gerettet, die im Kochtopf landen sollten. Die Hunde befanden sich in einem Tiertransporter und sollten an Restaurants verkauft werden. Die Tierschützer zwangen den Lastwagen auf der Autobahn in der Nähe von Peking zum Halten. Über das Internet wurden weitere Tierfreunde zusammengetrommelt, die den Lkw 15 Stunden lang regelrecht belagerten. Am Ende sammelten sie umgerechnet fast 13 000 Euro und lösten mit dieser Summe die Hunde aus.

Seit einigen Jahren kommt es in China immer öfter zu derartigen Befreiungsaktionen. Tierliebhaber setzen sich dafür ein, endlich damit aufzuhören, Hunde und Katzen zu verzehren. Ob sie gegen diese weit verbreitete Tradition der chinesischen Küche tatsächlich nachhaltig etwas ausrichten können, wage ich zwar zu bezweifeln. Aber immerhin versuchen sie es.

Hahnenkampf – mal anders

In dieser Woche gab es eine Tier-Nachricht, bei der ich richtig Schadenfreude empfunden habe, als ich sie las. – Darum ging es: In Kalifornien starb ein Mann bei einem illegalen Hahnenkampf. Nicht etwa vor Aufregung, weil der Kampf so spannend war – nein, der Mann wurde von einem der Hähne angegriffen und getötet.

Das war folgendermaßen vor sich gegangen: Dem Hahn war eine scharfe Klinge am Bein befestigt worden. Das macht man häufig bei Hahnenkämpfen, damit das Tier bessere Siegeschancen gegenüber seinem Kontrahenten hat. Bei dem Kampf in Kalifornien vergangene Woche war die Polizei aufgetaucht, um die nicht erlaubte Veranstaltung aufzulösen. In diesem Moment griff der Hahn mit der Klinge am Bein einen 35 Jahre alten Mann an. Die Klinge durchtrennte eine Arterie in der Wade des Mannes, der infolgedessen verblutete.

Ich muss sagen: Recht geschieht es ihm – egal ob er der Besitzer eines Hahnes war oder „nur“ ein Zuschauer in der Kampfarena bzw. einer, der auf den Sieg eines der beiden Tiere gewettet hatte.  Das Thema Hahnenkampf ist schon seit Jahren ein rotes Tuch für mich. Ich finde es einfach abstoßend und grausam, wie die Tiere für den Kampf  aufgestachelt und richtig „scharf“ gemacht werden, damit sie ihren Gegner möglichst blutig niedermetzeln. Es ist mir egal, ob dahinter eine jahrtausendealte Kultur steckt oder nicht. Für mich ist es schlicht und einfach nur Tierquälerei, was da passiert, und ich stehe nicht allein mit dieser Meinung. Immer wieder haben Tierschützer den Hahnenkampf scharf kritisiert, und nicht umsonst wurden  Hahnenkämpfe in vielen Ländern verboten.

Ein gutes Jahr für Hasen?

urn:newsml:dpa.com:20090101:110131-11-10779In China beginnt mit dem chinesischen Neujahrsfest am 3.Februar das „Jahr des Hasen“. Ob es auch für die Hasen ein gutes Jahr wird, darf bezweifelt werden.

Denn schon im Vorfeld haben Abertausende von Chinesen die Zoogeschäfte gestürmt, um sich einen lebendigen Hasen als Glücksbringer zu kaufen. Die Tierhändler konnten der großen Nachfrage nach Langohren oft gar nicht mehr Herr werden. Tierfreunde befürchten jedoch, dass das Interesse an den Mümmelmännern nach dem Neujahrsfest schnell wieder erlischt und dass viele Tierhalter nach wenigen Wochen schon keine Lust mehr haben, ihre Schützlinge richtig zu versorgen und die Hasen dann einfach irgendwo aussetzen. So ist es jedenfalls im letzten „Jahr des Hasen“  (das war 1999) gelaufen.

Manche Hasen haben auch schon den Transport zu ihrem neuen Besitzer nicht überlebt: Sie wurden per Internet bestellt und per Post verschickt – und sind dann im Päckchen erstickt oder erfroren.

Rechtzeitig zum chinesischen Hasen-Jahr melden sich außerdem Tierschützer zu Wort und mahnen: Fast ein Viertel der Hasen und Kaninchen sind vom Aussterben bedroht. Das mag man sich bei uns vielleicht nicht vorstellen können, aber einige asiatische Hasenarten sind tatsächlich gefährdet. Zum Beispiel das Sumatra-Kaninchen, das Borstenkaninchen, das Ammanitische Streifenkaninchen und der Pfeifhase. Ursachen für die Gefährdung sind hauptsächlich Überjagung und Mangel an ausreichendem Lebensraum, aber auch Infektionskrankheiten.

Nun wollen Tierschützer die Gunst der Stunde – respektive das „Jahr des Hasen“ – nutzen, um möglichst viel Aufmerksamkeit auf die Hasen und das Problem ihrer Bedrohung zu lenken. Denn nur wenn es ein großes öffentliches Interesse gibt, lassen sich Maßnahmen zum Schutz des Hasenbestands in die Wege leiten.

Ölförderung: Riesengefahr für Grauwale

MEXICO-WHALES-SIGHTSEEINGSchon einmal galten die Westpazifischen Grauwale als ausgestorben. Man glaubte lange Zeit, die Art sei durch den Walfang ausgerottet worden. Umso größer war die Freude, als Wissenschaftler in den 1980er Jahren entdeckten, dass vor der Küste der russischen Insel Sachalin noch Grauwale leben.

Doch nun befürchten Tierschützer das Schlimmste für diese bedrohte Walart, von der es derzeit nur noch etwa 130 Tiere gibt. Denn vor der Küste von Sachalin soll offenbar eine dritte Ölplattform eingerichtet werden. Wenn das geschieht, sei der gesamte Grauwal-Bestand stark gefährdet, meinen Vertreter von Tierschutzorganisationen. Durch die geplante Förderanlage würden die Nahrungsgründe der Wale stark eingeschränkt. Für den kommenden Sommer sind dort außerdem seismische Messungen vorgesehen. Der Lärm dieser Bodenuntersuchungen kann dazu führen, dass die Wale aus den Nahrungsgründen vertrieben werden und dann unterernährt sind. Schon letztes Jahr sind Wale wegen des Lärms vor derartigen Tests geflohen.

Unter den 130 Walen sollen sich nur noch 30 fortpflanzungsfähige Weibchen befinden. Wenn nur einige von ihnen wegen Nahrungsmangels sterben, kann das Aussterben der ganzen Art die Folge sein. Gerade die flache Lagune vor der Insel Sachalin spielt eine wichtige Rolle für die Grauwale: Dort bringen die Mütter ihren Kälbern bei, wie man am Meeresboden nach Nahrung sucht.

Wenn die Ölförderung vor Sachalin wie geplant durchgezogen wird, könnte sie also das schaffen, was der Walfang nicht geschafft hat: die Ausrottung der Westpazifischen Grauwale. Meeresbiologen fürchten, dass es schon in 15 Jahren so weit sein könnte.

Schweden bekriegen sich wegen Wolfsjagd

urn:newsml:dpa.com:20090101:110112-99-09308Schweden teilt sich ab sofort wieder in zwei Lager: Dort fällt am 15. Januar der Startschuss für die diesjährige Wolfsjagd – und dieses Ereignis führt dazu, dass Gegner und Befürworter der Jagd sich gegenseitig bekriegen. Im vergangenen Jahr hatten die schwedischen Behörden zum ersten Mal seit über 40 Jahren die Jagd auf Wölfe wieder erlaubt. Das war als zu großes Zugeständnis an die Jägerlobby kritisiert worden. In diesem Jahr dürfen bis Ende Februar von den gut 200 in Schweden lebenden Wölfen 20 abgeschossen werden.

Jäger, die an der Jagd teilnehmen wollen, bekommen in diesen Tagen Morddrohungen. Die Gegner der Jagd kündigen in den Medien Sabotageakte an und wollen sich Jägern in den Weg stellen. In der Bevölkerung gibt es aber auch Stimmen, denen die Quote der zur Jagd freigegebenen Wölfe viel zu niedrig ist. Sie meinen, dass alle, die den kompletten Schutz der Wölfe fordern, nie mit den Gefahren konfrontiert werden, die von den Wölfen ausgehen: Angeblich gefährden die Wölfe den Bestand von alten Kuh- und Schafrassen. Der Jägerverband tritt ebenfalls für eine höhere Abschussquote ein. Er empfindet die Wölfe außerdem als Konkurrenten bei der in Schweden beliebten Elchsjagd und beklagt, dass Wölfe immer wieder auch Jagdhunde reißen würden.

Die Behörden stehen auf dem Standpunkt, dass bei 20 zur Jagd freigegebenen Tieren der in Schweden lebende Wolfsstamm nicht gefährdet ist. Sie kündigen außerdem an, dass Wölfe aus Finnland und Russland eingeführt werden sollen, damit es nicht zu Inzucht kommt.

Allerdings sind die Behörden bisher machtlos gegen die illegale Wilderei, der jedes Jahr bis zu 35 Wölfe zum Opfer fallen. Tierschützer kritisieren, dass die Täter praktisch nie gefasst werden, und fordern schärfere Gesetze. Die werden von Politikern immer wieder angekündigt – doch bisher ist nichts in dieser Richtung passiert. Kommt man also den Jägern doch ein Stück zu weit entgegen?

Kampf dem Stierkampf!

StierkampfDer Stierkampf in Spanien steht ja schon seit langem im Kreuzfeuer der Kritik, und Tierschützer fordern, dass er verboten wird. Bisher ohne Erfolg, denn viele sehen den Stierkampf als Kulturgut mit jahrhundertelanger Tradition.

Nun aber gibt es zumindest wieder einmal einen Teilerfolg für die spanischen Tierschützer zu vermelden: Das Parlament in der Region Madrid hat den Antrag der Bürgerinitiative „El Refugio“ zugelassen, der die Abschaffung von Stierkämpfen fordert. Ob es allerdings tatsächlich zu einer Debatte über ein Stierkampf-Verbot kommt, ist noch nicht klar.

Laut „El Refugio“ kommen jedes Jahr bei Stierkämpfen in Spanien an die 14 000 Stiere auf grausame Weise zu Tode. Abgesehen davon kommen immer wieder auch Stierkämpfer bei dem effektheischenden Spektakel ums Leben.
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