Von wegen „Tierschützer“!

Sie nennen sich Tierschützer, aber sie greifen zu teils kriminellen Methoden wie etwa Brandanschlägen, Einbrüchen, Körperverletzung oder sogar Morddrohung, um ihre Ziele durchzusetzen. Dabei quälen sie manchmal auch noch Tiere, die sie angeblich retten wollen, auf brutalste Weise!

PutenIn der Nähe von Schwäbisch-Hall schlichen sich kürzlich drei Tierschutz-Aktivisten nachts in einen Putenstall, um die ihrer Meinung nach miserable Haltung des Geflügels mit einer Kamera zu filmen. Dabei verletzten sie den Geflügelhalter, der sie dabei erwischte, mit Pfefferspray. Bei einem Einbruch von Tierbefreiern im Kreis Rems-Murr gerieten die Puten in Panik, mit der traurigen Folge, dass 250 Tiere starben. In Niedersachsen, wo traditionell die Hühnerzucht eine wichtige Rolle spielt, besetzen Tierrechtler immer wieder Felder und Bauplätze oder blockieren Schlachthöfe. Die „Animal Liberation Front“ hat allein in Niedersachsen in einem Zeitraum von eineinhalb Jahren fünf Brandanschläge verübt.

Ein Fall, der Schlagzeilen machte, war die in Großbritannien gegründete „Animal Liberation Front“, die im Jahr 2009 mit Molotov-Cocktails einen norditalienischen Zoo in Brand setzte, um gegen die dort „inhaftierten Vögel“ zu protestieren. Dumm nur, dass dabei 40 Mäusebussarde, Falken und Eulen elendiglich verbrannten.

Erst vor kurzem gingen der Fall des Tübinger Hirnforscher Nikos Logothetis durch die Presse, der an Affen Versuche durchführte. Er wurde über Monate hinweg bedroht und erklärte zuletzt, die Experimente mit Affen zu stoppen und in Zukunft nur noch Ratten dafür zu verwenden. Dem Forscher soll es nach der langen Zeit der Schlammschlacht gegen ihn körperlich und psychisch schlecht gehen.

Damit es hier nicht zu Missverständnissen kommt: Ich will keinesfalls Massentierhaltung verteidigen. Ich unterstütze Tierschutz selbst, wenn ich kann. Aber echte Tierschützer lehnen jede Form von Gewalt ab, vor allem die gegen Menschen. Und dazu gehört für mich auch die bewusste Verbreitung von Behauptungen, die nicht der Wahrheit entsprechen, um Personen oder Institutionen zu schädigen, nur weil sie mit der eigenen Gesinnung nicht kompatibel sind. Man denke nur an die Leitung des Nürnberger Tiergartens, die sich ständig gegen Vorwürfe bezüglich der Delfinhaltung wehren muss, die jeder Realität entbehren. Wertvolle Zeit, die normalerweise für die Zootiere verwendet würde, geht so verloren. Tierschutz-Aktivisten wie Peta oder WDSF erreichen nicht selten das Gegenteil ihrer – angeblichen – Absicht!