Mysteriöses Vogel-Massensterben

Das Jahr 2011 hat in den USA und in Schweden mit einem rätselhaften Vogelsterben begonnen.

Zuerst waren in der Silvesternacht im US-Bundesstaat Arkansas 5000 Vögel – genauer Rotschulterstärlinge – vom Himmel gestürzt. Die staatlichen Tierärzte haben keine Erklärung für das Phänomen. Sie konnten keine Krankheit und auch keine Virusinfektion bei den Vögeln feststellen. Sie untersuchten die toten Vögel und kamen zu dem Ergebnis, dass deren Organe gesund waren. Die Veterinäre hegen den Verdacht, Silvesterböller könnten die Vögel aufgeschreckt haben und schuld an dem Massensterben sein.

Dann wurden Anfang dieser Woche noch einmal 500 tote Vögel in den USA entdeckt, diesmal im Bundessaat Louisiana. Die Tiere lagen einfach tot auf der Landstraße, die Todesursache blieb bislang unklar.

Und jetzt fand man auch noch in Südschweden, in der Kleinstadt Falköping, 50 tote Dohlen. Dort zieht man mehere Möglichkeiten in Betracht, warum die Vögel sterben mussten: Zum einen war in der Nähe des Fundortes am Abend vorher ein Feuerwerk gezündet worden, das bei den Tieren einen Schock ausgelöst haben könnte. Aber auch das kalte Wetter könnte ausschlaggebend für die Todesursache sein, ebenso wie Mangelernährung.

In der Vergangenheit hat es vereinzelt schon derartige Massensterben von Vögeln gegeben. Ausgelöst werden kann so ein Phänomen nach der Erfahrung von Vogelexperten zum Beispiel durch Hagelschlag oder Vergiftungen, sogar durch bestimmte ungünstige Windverhältnisse.

Bleibt zu hoffen, dass uns nun nicht noch weitere Meldungen über mysteriöse Funde toter Vögel irgendwo auf der Welt erreichen. Mein Bedarf an Vogel-Massensterben ist jedenfalls jetzt schon für das ganze Jahr gedeckt.