Keine Tiere aus dem Urlaub mitbringen!

Urlaubszeit – das ist auch die Zeit, in der jedes Jahr viele Menschen plötzlich ihre Tierliebe entdecken. Besonders in südlichen Ländern, wo Urlaubern Hunderte von Straßenhunden und streunenden Katzen über den Weg laufen. Aus Mitleid mit den Tieren würden sie sie am liebsten mit nach Hause nehmen. Doch das ist Tierliebe am falschen Ort. Tierschutzorganisationen raten, diesen Tieren lieber dort zu helfen, wo sie leben. Beispielsweise, indem sie mit einem geschwächten oder kranken Tier zum Tierarzt gehen oder Futter an Plätzen hinstellen, wo Einheimische Tiere füttern.

Wer unbedingt ein Tier aus dem Ausland mit nach Hause nehmen will, muss mit einigen Problemen rechnen. Aus EU-Mitgliedsstaaten benötigt man für die Einreise nach Deutschland einen gültigen EU-Heimtierpass. Voraussetzung ist eine Tollwutimpfung und ein Mikrochip. Dabei sind auch bestimmte Fristen zu berücksichtigen. Bei der Einreise aus nicht-europäischen Ländern gelten noch strengere Auflagen. Wer die nicht einhält, muss das Tier, dem er eigentlich etwas Gutes tun wollte, womöglich am Flughafen in Quarantäne zurücklassen, und zwar drei Monate lang. Für die Tiere ist das die reinste Qual, und für den, der sie mitgebracht hat, eine teure Angelegenheit, denn er muss für die Unterbringung aufkommen.

Man sollte es sich also lieber zweimal überlegen, bevor man solche Tiere mitnimmt. Schließlich gibt es zu Hause auch jede Menge Tiere, die Hilfe brauchen: Die Tierheime sind voll davon, und deren Mitarbeiter sind dankbar, wenn sie so viele ihrer Bewohner wie möglich an ein Herrchen oder Frauchen vermitteln können.

Sie redete mit dem Vieh…

Die Greuther-Weiber – so heißt das Blog über die SpVgg Greuther Fürth aus weiblicher Sicht, in dem ich auch mitschreibe – waren in Italien im Urlaub. Am und im Lago di Bolsena gibt es natürlich nicht nur Fußballfans, sondern auch eine interessante Fauna und Flora. Wenn man ein Stück auf den See hinausschwimmt, kommt man zum Beispiel an eine Stelle, an der sehr schöne Wasserpflanzen vom Grund des vulkanischen Sees nach oben an die Wasseroberfläche wachsen. Keine ekligen Algen, sondern Pflanzen mit Stengeln und  Blättern, die dazu beitragen, das ökologische Gleichgewicht des sehr sauberen Gewässers zu bewahren. Da ich kein Pflanzenexperte bin, weiß ich leider nicht, um welche Gewächse es sich handelt.

Weiter draußen auf dem See habe ich bei einer meiner morgentlichen Schwimmtouren einen der ausschließlich im Bolsena-See lebenden Fische „getroffen“. Da ich zugegebenermaßen kein Fisch-Fachmann bin (wie Max Fischer, einer der Kommentar-Schreiber in meinem Blog, auch schon festgestellt hat), kann ich nicht sagen, was für ein Exemplar es war – Coregone, Tinca oder Ghiozzo. Jedenfalls sprang er in nur ganz geringem Abstand zu mir ein paarmal aus dem Wasser, drehte sich in der Luft um die eigene Achse und ließ sich dann wieder ins Wasser gleiten. Ein Aal, der auch im See vorkommt, war es jedenfalls nicht, das habe sogar ich als Laie erkannt.

Eines Nachmittags hatte ich auf dem See eine tierische Begegnung, die ich nicht so schnell vergessen werde. Gerade noch hatte ich zum wiederholten Mal das Stadtbild des  mittelalterlichen Ortes Bolsena bewundert, der in flirrender Nachmittagshitze am anderen Ufer zu erkennen war. Gar nicht so leicht, sich davon loszureißen! Als ich trotzdem beschlossen hatte, zurückzuschwimmen und umdrehte, glaubte ich zunächst, eine Fata Morgana vor mir zu sehen: Mitten auf dem Wasser lag ein brauner Jagdhund auf einem Surfbrett und schaute mir in die Augen. Erst auf den zweiten Blick bemerkte ich, dass auch sein Herrchen auf dem Brett saß und mit seinem Hund über den See paddelte – fast lautlos, weshalb ich die Beiden vorher nicht gehört hatte.

Leider gibt es von diesen Erlebnissen keine Fotos – von einem anderen am Seeufer dagegen schon. Ein Schwanenpaar hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Nachmittag fast zur selben Zeit und an derselben Stelle seinen Ausflug zu unterbrechen, eine kleine Pause am Strand einzulegen und sich zu putzen – immer nur wenige Meter von dem Platz entfernt, wo die Liege mit dem Greuther-Weiber-Handtuch stand. Vielleicht wollten sich die Zwei den Kleeblatt-Fans an schließen? Ich habe versucht, mit ihnen schon mal Kontakt in dieser Richtung aufzunehmen (siehe Foto oben, das leider an einem gewittrigen Tag entstand). Die Farbe des Schwanen-Federkleides passt ja grundsätzlich schon mal gut, ein grünes Accesoire sollte sich noch finden lassen. – In Anlehnung an Konrad Lorenz – und da wäre ich dann thematisch wieder bei meinem Tier-Blog – könnte man das Foto auch „Konrad Lorenz 2.0“ nennen, meint einer meiner Blogger-Kollegen. Stimmt, ausnahmsweise muss ich ihm (fast) Recht geben.

Tierschutz im Australien-Urlaub

Heute mal ein ganz besonderer Tipp für Leute, die nach Australien reisen. Die meisten möchten dort ja unter anderem Tiere beobachten. Wer sich auch für das Überleben bedrohter Tiere einsetzen will, für den gibt es als Tourist verschiedene Möglichkeiten. Mehrere Naturschutzprojekte im Südosten Australiens interessieren sich für Urlauber als Gasthelfer. In den meisten Fällen muss man allerdings davon ausgehen, dass man für Unterkunft und Verpflegung selbst aufkommen muss.

Hier ein paar Beispiele: In den Phillip Island Nature Parks – etwa eineinhalb Stunden von Melbourne entfernt – finden ab Juli dreitägige Freiwilligen-Programme für Zwergpinguine statt. Tagsüber geht es hauptsächlich darum, Bäume und Sträucher zu pflanzen. Dafür wird man abends oder nachts belohnt, wenn man bei der Pinguinparade zuschauen kann. – Nähere Infos findet man hier.

Wer Koalas helfen will, hat dazu ab September Gelegenheit im Süden von Victoria, im Cape Otway Centre. Dort geht es während eines drei- bis sechstägigen Einsatzes vor allem um den Schutz von Eukalyptusbäumen, in und von denen die Koalas leben. Außerdem kann man sich in der Einrichtung für die vom Aussterben bedrohten Riesenbeutelmarder engagieren. – Infos hier.

Ebenfalls in Victoria ist die Organisation „Conservation Volunteers“ aktiv. Für sie kann man ökologische Freiwilligenarbeit leisten. Die Helfer kommen zum Beispiel im Grampians-Gebirge zum Einsatz, wo sie sich um den Schutz des Tasmanischen Langnasenbeutlers verdient machen können. Freiwillige können sich für drei oder sechs Tage melden. – Infos hier.

 

Wenn Hund und Katz verreisen

Tierbesitzer, die demnächst in den Urlaub fahren und ihren Hund oder ihre Katze mitnehmen möchten, müssen eine neue Regelung beachten: Ab dem 3. Juli müssen Katzen und Hunde bei Reisen in EU-Länder gechippt sein. Dann endet auch die Übergangsregelung, nach der eine Tätowierung als Kennzeichnung für die Tiere ausreichte.

Innerhalb der EU – mit Ausnahme von Großbritannien, Irland, Schweden und Malta – gelten seit 2004 einheitliche Vorschriften für das Mitnehmen von Haustieren auf Reisen. Reist man von Deutschland in ein anderes EU-Land, braucht man für Katze und Hund eine gültige Tollwut-Impfung, die Identifizierung mit einem Mikrochip und einen Heimtierausweis, in dem vom Tierarzt Impfung und Kennzeichnung des Tieres bestätigt sein müssen. Statt des Chips war übergangsweise auch eine Tätowierung zulässig; diese Frist läuft nun aus.

Der Deutsche Tierschutzbund rät Tierhaltern außerdem, ihre Hunde und Katzen vor der Reise zusätzlich beim Deutschen Haustierregister registrieren zu lassen, um das Tier wiederfinden zu können, wenn es verloren geht; die Registrierung ist kostenlos. Das Deutsche Haustierregister gibt Meldungen über vermisste oder gefundene Tiere an 700 angeschlossene Tierschutzvereine und über 500 Tierheime weiter, außerdem auch an andere deutsche und europäische Tierregister. Durch diese Vernetzung erhöhen sich die Chancen, ein vermisstes Tier wiederzubekommen.

Der Deutsche Tierschutzbund hat hier Tipps zum Reisen mit Haustieren zusammengestellt.

 

 

 

Ich bin dann mal im Médoc

Wenn ich in den letzten Jahren in den Urlaub gefahren bin, habe ich mich meist bei Flocke, unserer berühmten Nürnberger Eisbärin, „abgemeldet“ – schließlich hatte ich sie seit ihrer Geburt im Nürnberger Tiergarten journalistisch begleitet, und man sorgt sich ja um so ein Tier, wenn man für einige Zeit weg ist. Jetzt ist Flocke weg, in Südfrankreich. Also melde ich mich bei meinen Lesern ab und kündige schon mal an, dass mein Kollege Marco Puschner ab und zu einen Beitrag für mein Blog schreiben wird – wenn er denn dazukommt: Er hat nämlich in der Lokalredaktion der NZ sozusagen die Fußball-WM am Hals. Je weiter die deutsche Nationalmannschaft kommt, umso mehr Arbeit hat Marco.

Also habe ich selbst schon ein bisschen vorgesorgt und einige Beiträge „auf Vorrat“ geschrieben, die dann nach und nach veröffentlicht werden. Denn ich will mir meine Leser ja nicht vergraulen, sondern bei der Stange halten.

Buch 001Zum Abschied habe ich mir auch noch etwas überlegt: Ich habe wieder mal einen Buchtipp für Tierfreunde. „Kamasutra kopfüber“ heißt der Band von Tobias Niemann, erschienen ist er bei C.H. Beck. Keine Sorge, „Achtung, Wolf!“ mutiert jetzt nicht zum Erotik-Blog, das überlasse ich weiterhin anderen Autoren. Alles, was bei mir erscheint, hat etwas mit Tieren zu tun – wie auch dieses Buch.

Es geht darin um „Die 77 originellsten Formen der Fortpflanzung“ im Tierreich, die der Diplombiologe Tobias Niemann zusammengestellt hat. Unheimlich witzig geschrieben, mit Zeichnungen des bekannten Illustrators Günter Mattei garniert, bietet die Lektüre jede Menge Spaß und gleichzeitig interessante Informationen über ein Kapitel der Biologie, das den meisten unbekannt sein dürfte. Oder haben Sie schon mal was von „Ganzkörperoralverkehr“ gehört, von weiblichen Tieren, die zwei Vaginae besitzen, oder von männlichen Tieren mit einem zweizipfeligen Penis? Auch die Jungfernzeugung ist im Tierreich – im Gegensatz zur Bibel – wissenschaftlich nachweisbar.

Mehr will ich nicht verraten. Wer mehr über solche beinahe unglaublichen Dinge wissen will, muss das Buch selber lesen.

So, und jetzt fahre ich in die Ferien. Nach Südwestfrankreich geht es diesmal. Nicht an die Côte d´Azur zu Flocke, sondern ins Médoc, eines der berühmtesten Rotwein-Gebiete der Welt. Au revoir!

Marco, übernimm bitte!

Es ist endlich wieder mal so weit: Ich bin im Urlaub – wie immer während der letzten Jahre im Winter geht es auch heuer nach Ramsau am Dachstein. Dort, wo ich 2009 die unvergessliche Pferdeschlittenfahrt gemacht habe und mit dem Vermieter unserer Ferienwohnung zur Fütterung des Rotwilds  mitgehen durfte.

Und ebenfalls wie immer, wenn ich verreise, wird mich in den nächsten Tagen mein Kollege Marco Puschner von der NZ-Lokalredaktion in meinem Tier-Blog vertreten – er ist auch ein großer Tierfreund. Ich hoffe, er schreibt den einen oder anderen Beitrag, und ich wünsche ihm, dass er auch so viele Klicks bekommt, wie sie „Achtung, Wolf!“ im vergangenen Monat beschert waren. Noch nie zuvor haben so viele Leser mein Blog besucht. Das freut mich unheimlich, und ich möchte mich bei allen bedanken! So genießt man den Aufenthalt  in den Bergen gleich doppelt!

Falsch verstandene Tierliebe

Jetzt, in der Urlaubszeit, schießen viele Menschen mit ihrer vermeintlichen Tierliebe weit übers Ziel hinaus. Gerade wir Deutschen neigen dazu, uns – vor allem in südlichen Ländern – um herrenlose Hunde und Katzen zu kümmern. „Mein Gott, die Armen, die sind ja so dürr“, entrüsten sich manche Touristen und meinen, sie müssten die bedauernswerten Kreaturen füttern. Das tun sie dann auch, so lange, wie eben die Ferien dauern.

Doch Tierschützer warnen: Den Tieren hilft man damit nicht wirklich. Denn was passiert, wenn der Urlaub zu Ende ist? Dann haben sich die Tiere an die plötzliche Zuwendung gewöhnt und vermissen sie umso schmerzlicher.

Deshalb raten Tierschützer, Tierfreunde sollten sich lieber an Tierschutzorganisationen am Urlaubsort wenden und deren Arbeit durch Spenden unterstützen. Mit diesem Geld könnten z.B. Katzen kastriert oder kranke und schwache Tiere behandelt werden.

Menschen, die sich für ganz besonders tierliebend halten, wollen manchmal auch den einsamen Hund vom Strand, mit dem sie sich im Urlaub angefreundet haben, mit nach Hause nehmen. Doch das kann einen ganzen Schwanz von Problemen nach sich ziehen: Die Tiere haben im Normalfall keinen Impfschutz oder leiden möglicherweise sogar an Krankheiten. Es gilt, eine Reihe von Einreisebestimmungen für Tiere zu beachten, damit man nicht schon am Flughafen mit seinem Vierbeiner abgewiesen wird. – Also: Man sollte lieber versuchen, den Tieren vor Ort zu helfen, als solche zweifelhaften „Rettungsversuche“ zu unternehmen.

Lesestoff kommt etwas seltener

Die vergangene Woche war anstrengend – trotz (oder gerade wegen) des Feier- und Brückentags. Nicht nur für mich, die ich als eine der wenigen in der NZ-Lokalredaktion noch da war. Auch für den Berliner Zoodirektor Blaskiewitz, der seinen Finger nach dem Biss von Pedro, dem Schimpansen, nun doch noch verloren hat: Er wurde nach einer schweren Entzündung amputiert. Auch für Flocke im Nürnberger Tiergarten war´s nicht ganz leicht, musste sie sich doch nach dem Umzug vor fast zwei Wochen langsam an das Gehege ihrer Mutter Vera gewöhnen.

Also: Jetzt erst mal richtig durchschnaufen! Dazu werde ich in den nächsten knapp drei Wochen genügend Gelegenheit haben, denn ich fahre mal wieder in den Urlaub. Diesmal nach Italien, in die Toskana, ans Meer. Deshalb, liebe Blog-Leser, müsst Ihr Nachsicht üben und mit ein bisschen weniger Beiträgen als sonst zufrieden sein. Ganz verzichten müsst Ihr auf den tierischen Lesestoff trotzdem nicht – ich füttere Euch nur etwas seltener. Und vielleicht langt auch meine bewährte Vertretung Marco Puschner ab und zu mal in die Tasten, wenn er es schafft.

So, nun  hoffe ich nur, dass während meiner Abwesenheit im Tiergarten Nürnberg alles möglichst ruhig bleibt: Nashorn Purana beispielsweise sollte uns bitte keine Frühgeburt bescheren, sondern schön warten, bis ich wieder da bin. Flocke soll sich mit Rasputin vergnügen und nicht wieder vor Langeweile kopflos hin- und hertapsen, bis die Besucher sie für verhaltensgestört halten. Und bitte: Ich will keine Hiobsbotschaften aus dem Delfinarium hören!

Aber, wie ich die Tiere kenne, werden sie sich was ganz anderes überlegen, um mich zu überraschen – so sind sie halt nun mal!

Tier-Blogger sind im Urlaub

Es ist mal wieder so weit: Ich habe zwei Wochen Urlaub. So sehr ich mich darauf freue, bedeutet es doch auch, dass ich mein Blog vernachlässigen muss. Das ist mir jetzt echt peinlich, denn in den beiden letzten Monaten hatte mein Tier-Blog die meisten Zugriffe von allen NZ-Blogs (danke fürs Klicken und Kommentieren, liebe Leser!).

Aber ich fahre in ein Bergdorf am Dachstein, und da möchte ich mal richtig abschalten vom Redaktionsalltag. Deshalb habe ich auch eine Ferienwohnung ohne Internetzugang gemietet. Im Urlaub habe ich auch keine Lust, ein Internet-Café zu besuchen. Deshalb werde ich also nichts Aktuelles bloggen können.

Es hat sich ja aber in der Vergangenheit schon bewährt, dass mein Kollege Marco Puschner, der zweitgrößte Tierfreund in der NZ-Lokalredaktion, ab und zu für mich einspringt und einen Beitrag schreibt. Marco hat sich freundlicherweise wieder dazu bereiterklärt. Allerdings: Unsere Urlaube überschneiden sich diesmal um eine Woche, und so wird es mit dem Einspringen wahrscheinlich auch nicht so leicht sein.

Also: Bitte haben Sie/habt Nachsicht mit den urlaubsreifen NZ-Redakteuren. Frisch erholt fällt uns dann (hoffentlich!!) wieder viel für dieses Blog ein!!