Jetzt sind Nanuq und Vera ein Paar

Nanuq heißt der neue, elf Jahre alte und sehr imposante Eisbärenbulle im Tiergarten Nürnberg. Der Name stammt aus der Sprache der Inuit und bedeutet so viel wie „Meister des Eises“. Nanuq kommt aus dem Zoo Hannover, wo er zuletzt neun Jahre lang gelebt hat; geboren ist er im Wiener Tiergarten Schönbrunn. In Hannover lebte er zuerst mit seinem Bruder Arktos und dem gleichaltrigen Sprinter aus Rhenen (Niederlande) zusammen. Als das Weibchen Milana aus Moskau dazukam, zeigte sie nur Interesse an Sprinter – Nanuq musste zuschauen, wie die beiden sich blendend verstanden. Nun hat er mit Vera endlich auch ein Weibchen „abbekommen“. Er zeigt sich Vera gegenüber sehr freundlich, die beiden spielen und baden miteinander (Foto: Tiergarten Nürnberg).

Nun hoffen alle, dass es zwischen den beiden auch zur Paarung kommt. Bisher hatte Vera ja ausschließlich Felix als Partner, den Vater der in Nürnberg geborenen Eisbärin Flocke. Auch die Jungtiere Gregor, Aleut und Charlotte hatte Felix in Nürnberg gezeugt. Sollte Vera von Nanuq erfolgreich gedeckt werden, würde man sie nach dem jetzigen Stand der Planung ein letztes Mal Mutter werden lassen – die Polarbärin hat mit ihren 16 Jahren ein Alter erreicht, in dem das Thema Nachwuchs langsam aber sicher nicht mehr an erster Stelle steht. Auf jeden Fall soll die auch beim Publikum äußerst beliebte Bärin ihren Alterssitz in Nürnberg haben. Möglicherweise bekäme sie dann ein oder mehrere ältere Weibchen als Gefährtin(nen), damit sie ihren Lebensabend nicht einsam und allein verbringen muss.

Aber das ist im Moment noch alles Zukunftsmusik. Jetzt freuen wir uns erst einmal über den neuen, wirklich imposanten Eisbärenmann Nanuq – und möglicherweise niedliche Eisbärenbabys im nächsten Frühjahr!

Endlich: Ein neues Zuhause für Charlotte

Endlich hat das lange Warten auf einen Platz in einem anderen Zoo ein Ende: In Absprache mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP ist die vier Jahre alte Eisbärin Charlotte vom Tiergarten Nürnberg in den Zoo Hannover umgezogen, wo sie nach fünfstündigem Transport gut angekommen ist (Foto: Tiergarten Nürnberg). Charlotte erblickte im November 2014 im Tiergarten das Licht der Welt und ist die jüngste Tochter von Vera. Deren erstes Baby, Flocke, hatte es zu einiger Berühmtheit gebracht, weil Vera die Kleine nicht selbst großzog und sie deshalb von Tierpflegern hochgepäppelt wurde. In ihrem neuen Zuhause im Zoo Hannover leben nun außer Charlotte die Eisbärin Milana sowie Sprinter und Nanuq, zwei Bullen. Nanuq wird bald von Hannover nach Nürnberg übersiedeln und hier mit Charlottes Mutter Vera zusammentreffen.

Schläft der EEP-Koordinator für Eisbären?

Immer wieder fragen sich Besucher im Nürnberger Tiergarten, wann es dort wohl wieder einmal Eisbärenbabys gibt. Schließlich hat der Zoo am Schmausenbuck mit der seit Jahren in Antibes lebenden Flocke und weiterem Nachwuchs von Eisbärin Vera (Gregor und Aleut) auch überregional für Schlagzeilen gesorgt. Derzeit stimmen die Voraussetzungen für kleine Eisbären in Nürnberg allerdings nicht: Es gibt keinen Platz für einen männlichen Eisbären, der Vera decken könnte. Die Zeiten, in denen Eisbärenmama Vera und ihre Tochter Charlotte im Aquapark noch miteinander schmusten wie auf diesem Bild (Foto: Ulrike Reich-Zmarsly), sind leider auch vorbei. Ganz im Gegenteil – die beiden haben sich gezofft und werden deshalb voneinander getrennt gehalten, um Kämpfe mit ernsthaften Verletzungen zu vermeiden. Vera und Charlotte sind daher ziemlich gestresst, was sich immer wieder in Verhaltensauffälligkeiten zeigt, etwa beim ständigen Hin- und Herlaufen an der Trennscheibe zwischen den zwei Gehegen. Eine Situation, wie kein Zoo auf der Welt sie sich wünscht.

Charlotte ist jetzt gut vier Jahre alt und sollte längst aus dem „Hotel Mama“ ausgezogen sein. Doch das ist leichter gesagt als getan: Seit zwei Jahren sucht der im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die Eisbären zuständige Koordinator einen Platz in einem anderen Zoo für Charlotte – bisher ohne Erfolg. Die Nürnberger Zooleitung wird – wie mir Tiergartendirektor Dag Encke im Pressegespräch gesagt hat –  immer wieder vertröstet.

Insider sind der Ansicht, der in Amsterdam sitzende Zuständige kümmere sich wohl mehr um den niederländischen Eisbärennachwuchs (für den er angeblich in Rostock einen Platz besorgt hat) als um Charlotte. Wenn das so stimmt, frage ich mich schon: Ist dieser Koordinator überhaupt der richtige Mann an diesem Platz? Müssten innerhalb des EEP nicht objektive Gesichtspunkte berücksichtigt werden statt persönlicher Interessen? Das sollte doch eigentlich selbstverständlich sein, oder?

Eisbärenbabys, wohin man schaut!

Eisbaer_AquaPark_BuglHugo_2014-05-28_12-02-43_1407Gestern, am 27. Februar, war „Welt-Eisbär-Tag“ beziehungsweise „International Polar BearDay“. Dieser Tag soll seit 2004 unter anderem auf die Folgen der globalen Klimaerwärmung aufmerksam machen – und damit auf die Zerstörung des Lebensraums der Eisbären in der Arktis. Wird die Erderwärmung nicht aufgehalten, dürfte der Eisbär in nicht allzu ferner Zukunft aussterben. Die Zoologischen Gärten argumentieren, dass sie gerade deshalb diese größten Landraubtiere der Welt halten und züchten müssten. Tierrechtsaktivisten wie Peta fordern ein Ende der Eisbärenhaltung in Zoos, weil sie nicht artgercht sei, und nähmen das Aussterben der Tierart in Kauf, wenn deren Überleben in der Natur nicht mehr möglich ist. Dieses Streitthema hat sich in den vergangenen Jahren fast so sehr hochgeschaukelt wie der Streit um die Delfinhaltung.

Derzeit werden in 58 europäischen Zoos Eisbären gehalten, allein in Deutschland und Österreich präsentieren 14 Zoologische Gärten ihren Besuchern Polarbären. Die süßen Babys der weißen Riesen sollen als Botschafter einer bedrohten Tierart fungieren und den Menschen vermitteln, wie man den Klimawandel zumindest bremsen könnte und was jeder Einzelne dazu beitragen kann. Auch Flocke, die 2007 im Tiergarten Nürnberg das Licht der Welt erblickte, hatte einst diese Aufgabe. Als ihr „Pate“ trat Achim Steiner auf, Direktor des Umweltschutzprogramms der Vereinten Nationen. (Für den berühmten Berliner Eisbären Knut hatte ein Jahr zuvor der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Patenschaft übernommen.) Doch die Tiergartenbesucher waren weniger an der Klimabotschafterin Flocke interessiert als am niedlichen, knuddeligen weißen Fell-Knäuel Flocke.

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Eisbären putzmunter

Während Ute im Urlaub weilt, darf ich als ihr Vertreter gute Nachrichten überbringen: Den beiden Eisbärenkindern im Tiergarten geht es nämlich bestens. Die beiden weißen Fellknäuel kugeln „in der Geburtshöhle umeinander“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Die am 2. Dezember 2010 geborenen Bären dürften heute gut 50 Zentimeter lang und neun Kilogramm schwer sein. Genaue Daten gibt es aber nicht, da die Tierpfleger das Gehege nicht betreten.

Das ist derzeit alleine das Revier von Vera und ihren Jungtieren. Die Eisbärenmutter, die täglich sieben Kilogramm Fleisch, Fisch und Gemüse verschlingt, hat genug Reserven, um den Nachwuchs mit Milch zu versorgen und kümmert sich auch sonst toll um die Kleinen. Wenn es zu wild zugeht, greift die Mutter ein, ansonsten schaut Vera eher gelassen dem Treiben zu.  Wir drücken ihr und ihrem Nachwuchs die Daumen, dass weiter alles gutgeht.

Eisbärenbabys in Farbe

Voraussichtlich im März oder April sollen die beiden Eisbärenbabys, die im Dezember im Nürnberger Tiergarten geboren wurden, mit ihrer Mutter Vera die Wurfhöhle verlassen und im Freigehege zu sehen sein – vorausgesetzt, sie bleiben bis dahin gesund und entwickeln sich weiter so gut wie bisher. Bis vor kurzem durften nicht einmal Tierpfleger in die Nähe der Geburtshöhle, um Vera und die Zwillinge nicht zu stören. Es gibt auch nach wie vor keine Fotos von dem Nachwuchs, außer den Bildern, die von der Videoüberwachungskamera aufgenommen werden. Nun liegen allerdings die ersten Videobilder in Farbe vor, die möglich wurden, weil für kurze Zeit die Beleuchtung im Eisbärenstall eingeschaltet war. Das Video ist hier zu sehen. Die Standbilder haben leider eine schlechte Qualität, wie man auf obigem Foto sieht.

Die Tiergartenleitung hat außerdem in einer Pressemitteilung verlauten lassen, dass Eisbärenmutter Vera Frühlingsgefühle bekomme. Im Detail heißt das: Vera hat erstmals die Wurfhöhle verlassen und das zweite  Stallabteil inspiziert, das sich neben der Wurfbox im Inneren der Sandsteinfelsen des Eisbärengeheges befindet. Außerdem hat sie schon am Schieber der Tür gekratzt, die zum Außengehege führt. Vor gut einer Woche durfte erstmals eine Tierpflegerin den Stall betreten und hat Vera zum ersten Mal seit Beginn der „Babypause“ gefüttert. Seitdem bekommt die Eisbärenmutter alle zwei Tage Futter im Stall. Allerdings meiden die Pfleger nach wie vor den hinteren Abschnitt des Stalls, in dem sich die Eisbärenzwillinge aufhalten, um Vera nicht bei der Aufzucht zu stören.

Nun darf man gespannt sein, wann der große Tag kommt und Vera mit ihren Jungen ins Freigehege wechselt.

Wie schnell kann Felix Vera becircen?

FelixVeraFelix ist zurück im Nürnberger Tiergarten. Der Eisbärenbulle hat den Transport aus Dänemark weggesteckt wie nichts. Schon nach der ersten Nacht in seinem früheren Zuhause drängte es ihn aus dem Stall und hin zu seiner alten Liebe Vera. Die Zooleitung  hat die zwei schneller wieder zusammengelassen als ursprünglich geplant. Man hofft, dass sich Vera und Felix möglichst bald paaren und im nächsten Winter wieder flockig-weiße Bärchen das Licht der Welt erblicken.

Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass diese riesigen Landraubtiere lange Autofahrten schadlos überstehen – Felix hat ihn geliefert. Es ist immerhin schon der sechste Transport, den er in seiner Mission als begehrter Zuchtbulle in europäischen Zoos hinter sich gebracht hat. Er springt sofort in die Kiste, wenn er wieder auf Reisen gehen soll. Und der mächtige Bär steigt, am Ziel angelangt, genauso entspannt wieder aus.

Am Eisbärengehege hatte sich, seit bekannt wurde, dass Flocke und Rasputin bald nach Frankreich abreisen würden, tagtäglich eine Gruppe von etwa zehn Damen zusammengefunden. Zum Teil mit imposanten Fotoapparaten ausgerüstet, verharrten die Frauen tagelang vor der Anlage, um die wichtigsten Augenblicke nicht zu verpassen. Bei einigen hat es sogar Tränen gegeben als Flocke in der Transportbos aufs Auto verladen wurde.
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Flocke bleibt mindestens bis Ostern

FlockeIch persönlich freue mich ja: Der Abschied von Eisbärin Flocke verschiebt sich nochmals weiter nach hinten. Flocke und ihr russischer Freund Rasputin bleiben jetzt über die ganzen Osterferien hinweg im Nürnberger Tiergarten. Wahrscheinlich freuen sich andere Flocke-Fans mit mir.

Momentan geht man davon aus, dass Flocke und Rasputin erst in der zweiten Aprilhälfte nach Südfrankreich umziehen. Der Grund für den erneuten Aufschub: Die Eisbärenanlage im „Marineland“ in Antibes wird nicht im geplanten Zeitrahmen fertig. Die Bauarbeiten haben sich durch den langen und ungewöhnlich schneereichen Winter an der Côte d’Azur verzögert und dauern noch an.

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Flocke bleibt noch bis Februar!

FlockeUnd wieder eine gute Nachricht – diesmal für alle Flocke-Fans: Die berühmte Eisbärin verlässt Nürnberg doch noch nicht im Januar 2010, wie es ursprünglich geplant war, sondern voraussichtlich erst Mitte Februar.

Grund für den späteren Umzug von Flocke und ihrem Gefährten Rasputin an die Côte d’Azur ist, dass die neue Meerwasser-Anlage für Eisbären im „Marineland“ in Antibes noch nicht fertig ist. Deshalb hat die Zooleitung beim Tiergarten angefragt, ob Flocke und Rasputin noch eine Zeitlang in Nürnberg bleiben könnten.

Der nun ins Auge gefasste Umzugstermin Mitte Februar lässt sich mit den Plänen, die man am Schmausenbuck in Sachen Eisbären-Haltung schmiedet, gut vereinbaren: Sobald Flocke und Rasputin in Südfrankreich sind, soll Felix, Flockes Papa, der zurzeit im Rostocker Zoo lebt, wieder nach Nürnberg zurückkehren und Flockes Mutter Vera möglichst wieder decken.

Wir Nürnberger freuen uns schon und hoffen auf gesunde Eisbärenbabys im nächsten Winter!

Flocke verlässt Nürnberg

Für einige Monate war Flocke der Star des Nürnberger Tiergartens. Die Eisbärin machte den Zoo international bekannt und lockte viele Besucher an.

flockerasputinDoch wie es aussieht, wird unser Nürnberger Eisbären-Mädel den Tiergarten nächstes Jahr verlassen. Nicht allein, sondern zusammen mit ihrem Spielgefährten Rasputin (das Foto zeigt beide beim Baden). Die zwei haben sich gut aneinander gewöhnt und sollen zusammenbleiben – vielleicht, wenn sie erwachsen sind und immer noch so gut harmonieren, sogar ein richtiges Paar werden und selbst für Nachwuchs sorgen.

Die Leitung des Nürnberger Tiergartens kann in der Angelegenheit nicht allein entscheiden. Das letzte Wort haben die Koordinatoren des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP), und die sitzen im Zoo von Amsterdam.

Noch sind keine Einzelheiten bekannt. Aber offenbar werden Flocke und Rasputin Anfang nächsten Jahres in ihre neue Heimat umziehen. Wo die ist, das steht derzeit noch in den Sternen. Bei Rasputin hatte es eigentlich geheißen, er soll in eine neue Eisbären-Anlage  im Zoo von Madrid und nur vorübergehend in Nürnberg „zwischengeparkt“ werden. Doch Madrid scheint inzwischen überholt zu sein. Angeblich will man wegen der sommerlichen Hitze in Spanien dort gar keine Eisbären mehr halten. Deshalb werden Flocke und Rasputin  in einem anderen Zoo untergebracht.

Auf jeden Fall machen die beiden in Nürnberg Platz für einen Eisbären-Mann. Der Tiergarten will mit Eisbärin Vera – der Mutter von Flocke – wieder züchten. Ob dafür Eisbär Felix – Flockes Vater – wieder nach Nürnberg kommt oder ein anderer Eisbär, ist offenbar von den EEP-Koordinatoren noch nicht endgültig entschieden worden.

Mal sehen, wie die Sache ausgeht. Schön wäre es natürlich, wenn in Nürnberg in nicht allzu ferner Zukunft wieder gesunde Eisbären-Babys zur Welt kämen.