Tierquälerei auf Facebook

Es ist unglaublich, welchen Unfug manche Menschen mit Facebook treiben. Jetzt haben vietnamesische Soldaten das soziale Netzwerk missbraucht, um Fotos von einer widerwärtigen Tierquälerei zu veröffentlichen. Mein Blog-Beitrag erscheint in diesem Fall ausnahmsweise ohne Foto.

Was ist passiert? Die Soldaten haben den Bewohnern eines Dorfes zwei grauschenklige Kleideraffen abgekauft und diese dann unsäglich grausam gequält. Als die Tiere immer noch lebten, gaben sie den Bewohnern schließlich Geld, damit sie die Affen umbrachten. Und alles wurde mit Fotos auf Facebook dokumentiert. Immerhin führte der Vorfall zu empörten Reaktionen und dazu, dass drei Soldaten aus ihrer Einheit entlassen wurden und acht eine Verwarnung erhielten. Drei Dorfbewohner wurden wegen Wilderei festgenommen.

Die grauschenkligen Kleideraffen gehören nach Darstellung der Umweltschutzorganisation WWF zu den vom Aussterben bedrohten Arten. Aber vom Aussterben bedroht oder nicht, das ist in diesem Fall eigentlich nicht der Punkt. Denn Tierquäler wie die vietnamesischen Soldaten sind in meinen Augen krank. Und dass derartige Grausamkeiten erst einmal ungefiltert auf Facebook erscheinen können, halte ich auch für mehr als problematisch.

Stoppt die Nashorn-Jagd!

Tierschützer schlagen Alarm: Die Nashorn-Bestände in Südafrika sind so gefährdet wie schon lange nicht mehr. Wilderer töten diese gefährdeten Tiere derzeit in beängstigendem Tempo.

Der Grund dafür ist nach Informationen der Wildtierschutzorganisation TRAFFIC der Ansturm der Vietnamesen auf  Nashornpulver. Neureiche Vietnamesen sind derzeit ganz wild darauf. Dieses Wundermittelchen soll ja gegen alles Mögliche helfen. In China wurde ihm sogar Heilkraft gegen Krebs zugeschrieben. Einen Beweis für solche Wunderkräfte gibt es bisher nicht. In den letzten Jahren ist das Horn für viele Neureiche in Vietnam zum Luxusobjekt der Extraklasse geworden. Die Nachfrage ist so stark gestiegen, dass die Wilderei ein nie gekanntes Ausmaß angenommen hat.

In den 1970er Jahren befürchtete man bereits die Ausrottung der Nashörner in Südafrika. Verschiedene Rettungskampagnen waren aber erfolgreich, so dass sich der Bestand langsam wieder erholte. Heute geht man weltweit von 28 000 Tieren aus, wobei Südafrika das Hauptverbreitungsgebiet ist. Doch dort nimmt die Wilderei in erschreckendem Maße zu: Im Jahr 2009 wurden dort 122 Nashörner getötet, 2010 waren es 333 und im vergangenen Jahr 448. Heuer ist man in den ersten Monaten schon bei 150 getöteten Tieren angelangt. Südafrika hat Vietnam nun aufgerufen, gemeinsam gegen Wilderei und Schmuggel vorzugehen.

Übrigens: Die in Vietnam heimischen Java-Nashörner gelten bereits als ausgerottet. Das letzte Tier dieser Art wurde 2010 in einem Nationalpark tot gefunden, mit abgehacktem Horn und einer Schusswunde im Bein.

 

Aufatmen in Vietnam

Hin und wieder berichte ich in diesem Blog über das Schicksal von prominenten Tieren. So auch über die berühmte riesige Schildkröte aus dem Hoan Kiem-See in Vietnams Hauptstadt Hanoi, über die ich hier schon geschrieben habe.

Während manches Tierschicksal eher traurig endet, kann ich hier zum Glück einen positiven Ausgang vermelden: Die etwa 100 Jahre alte Schildkröte ist über den Berg, ihr geht es endlich wieder gut. Zur Erinnerung: Das Tier war im April unter der Anteilnahme von schaulustigen Menschenmassen aus dem See geborgen worden. Um das Leben der Schildkröte hatte man in Vietnam lange Zeit gebangt.  Das Tier ist nämlich eine lebende Legende.  Der Sage nach hat König Le Loi im 15. Jahrhundert Invasoren aus China mit einem heiligen Schwert in die Flucht geschlagen, das er von einer mythischen Schildkröte erhalten hatte. Als er nach gewonnener Schlacht per Boot auf dem See unterwegs war, tauchte das Tier erneut auf und nahm das Schwert an sich.

Zurück zur verbrieften Realität: Als die ungefähr 170 Kilo schwere Schildkröte im April endlich geborgen werden konnte, war sie schwer verwundet. Die Verletzungen stammten teils von Angelhaken, teils von Schildkröten einer anderen Art. Seit April ist es Ärzten gelungen, den Koloss aufzupäppeln und wieder so auf Vordermann zu bringen, dass er nun in den See zurückgebracht werden konnte. Das verschmutzte Gewässer wurde in der Zwischenzeit außerdem von freiwilligen Helfern gereinigt.

Die Rettungsaktion war auch ein wichtiger Beitrag zur Rettung einer Tierart: Es handelt sich  um eine Jangtse-Riesenweichschildkröte, eine Spezies, die früher von Vietnam bis China verbreitet war. Mittlerweile ist der Bestand mehr als besorgniserregend geschrumpft:  Die Schildkröte aus dem Hoan Kiem-See soll eine der letzten vier Vertreterinnen ihrer Art sein.

Heilige Schildkröte endlich geborgen

Seit Wochen haben Tierfreunde in Vietnam um die berühmte Schildkröte im Hoan Kiem-See in Hanoi gezittert, über die ich hier auch schon geschrieben habe. Sie soll schon über 100 Jahre alt und eines der vier letzten Exemplare ihrer Art sein, nämlich der Jangtse-Riesenweichschildkröte.

Viele Vietnamesen verehren das Tier, weil der Überlieferung nach König Le Loi im 15. Jahrhundert nach einem Sieg gegen die Chinesen mit seinem magischen Schwert an diesem See einer geheimnisvollen Schildkröte begegnete. Das Tier soll ihm das Schwert abgenommen haben und damit auf den Grund des  Sees getaucht sein. Dort sollte die Wunderwaffe sicher verwahrt werden, bis Vietnam wieder verteidigt werden müsste. Der See heißt deshalb Hoan Kiem-See, was auf Deutsch etwa „See des zurückgegebenen Schwertes“ bedeutet.

Die Vietnamesen reagierten entsetzt, als die Schildkröte vor einigen Wochen von mehreren Personen mit Wunden am Hals und Verletzungen am Panzer gesehen wurde. Seitdem hat man die unterschiedlichsten Versuche unternommen, das Tier aus dem 13 Hektar großen See zu retten. Doch einer nach dem anderen missglückte, das Tier blieb in den Fluten des Sees verschwunden. Nun aber ist eine neuerliche Rettungsaktion gelungen.  50 Helfer haben es mit vereinten Kräften geschafft, die Schildkröte mit Netzen einzufangen. Wahrlich kein leichtes Unterfangen, denn das Tier wird auf 200 bis 300 Kilo geschätzt und soll einen etwa 1,80 Meter langen Panzer haben.

Tausende von Zuschauern verfolgten das Spektakel vom Seeufer aus und brachen in frenetischen Jubel aus, als die Schildkröte geborgen wurde. Sie soll nun medizinisch versorgt werden.

 

Vietnam zittert um eine Schildkröte

Das Schicksal einer Schildköte wühlt derzeit die Menschen in Vietnam auf: Es geht um die berühmte Schildkröte im Hoan Kiem-See in Hanoi. Sie gilt als eines der letzten vier Exemplare ihrer Art – der Jangtse-Riesenweichschildkröte – und ist angeblich über 100 Jahre alt und 100 bis 200 Kilo schwer.

Mehrere Personen haben das Tier mit Wunden am Hals gesehen. Bisher sind alle Versuche, die Schildkröte einzufangen und medizinisch zu behandeln, missglückt. Dafür hat man sogar ein schwimmendes „Schildkrötenspital“ gebaut. Hunderte von Menschen haben am Seeufer gespannt mitverfolgt, wie Retter das Tier mit Netzen einzufangen versuchten. In der nächsten Woche will man es weiter probieren.

Man hat sogar ein spezielles Rettungsteam für die Schildkröte zusammengestellt. Dessen Mitglieder vermuten, dass die Wunden der Schildkröte von Angelhaken oder Bissen aggressiver Schildkröten einer anderen Art stammen könnten.

Die Schildkröte hat der Legende nach mehrere Male in die Geschichte Vietnams eingegriffen. Aus ihrem See soll ein Schwert gekommen sein, mit dem es gelang, chinesische Eroberer im 15. Jahrhundert zurückzuschlagen. Als König Le Loi nach erfolgreicher Schlacht das Schwert zum See zurückbrachte, soll die Schildkröte damit im See abgetaucht sein.