Tierheim und Welpen brauchen Hilfe!

Jetzt, vor Weihnachten, müssten sich doch nicht nur die Herzen öffnen, sondern auch die Spendenbereitschaft erhöhen: Das Tierheim Nürnberg braucht dringend Hilfe!!!

217 Hundewelpen – unter anderem Rottweiler, Malteser und Chihuahuas -, 48 Zebrafinken und 20 Pantherschildkröten: Das war die traurige Bilanz einer Beschlagnahmung von zwei illegalen Tiertransporten vergangene Woche in Bad Reichenhall. Davon landeten 34 Welpen, alle Zebrafinken und Pantherschildkröten im Tierheim Nürnberg; die Tiere sollten zunächst wieder abgeschoben werden, durften dann aber doch bleiben. Die Schildkröten befinden sich inzwischen in der Reptilienauffangstation München.

Die Tierärzte stellten bei der Untersuchung der Welpen fest, dass die winzigen Hunde erst zwischen vier und acht Wochen alt sind und damit viel zu jung, um von der Mutter weggenommen zu werden. Bei einem Welpen hat ein Schnelltest eine Infektion mit Parvovirose ergeben. Nach den Erfahrungen von früheren Transporten sind weitere Parvovirosefälle wahrscheinlich, außerdem dürften die Tiere alle Darmparasiten haben. Inzwischen ist ein Malteser im Tierheim Nürnberg gestorben, ein American Staffordshire-Terrier befindet sich noch in der Tierklinik. Die anderen Welpen sind im Tierheim auf der Quarantäne-Station (Foto) und werden von Tierärzten geimpft, regelmäßig untersucht und behandelt.

Die Tiere sind vom Veterinäramt Bad Reichenhall beschlagnahmt und werden im Augenblick nicht vermittelt, es gibt deshalb auch keine Reservierungsmöglichkeit für die Welpen.

Man kann dem Tierheim auf verschiedene Weise helfen: mit Geld, aber auch durch Spenden von Pedigree Pal junior Nassfutter. Es gibt eine Spendenhotline und die Möglichkeit von Charity SMS: Die Nummer der Spendenhotline ist 0900/111 0 116 (5 Euro pro Anruf für das Tierheim, nur aus dem deutschen Festnetz), die Charity-SMS unter dem Kennwort „TIERHEIM“ gehen an die 81190.

Und hier das Spendenkonto: Tierschutzverein Nürnberg-Fürth, IBAN DE55760501010001120752, BIC SSKNDE77XXX.

Hunde aus dem Supermarkt?

Viel Wirbel gibt es derzeit um einen Tier-Supermarkt in Duisburg. Seit kurzem werden dort auch Hunde verkauft, der Welpe zu Preisen zwischen 799 und 899 Euro. Proteste von Tierschützern und eine Demo von Tierschutzaktivisten von PETA vor der Tür sorgte zwar für Medieninteresse, aber mehr auch nicht.

Hunde aus dem Laden – das gab es bisher in Deutschland noch nie. Üblicherweise geht man hierzulande zum Züchter, wenn man sich einen „Freund fürs Leben“ anschaffen will. Dort kann man sich darauf verlassen, dass mit dem Tier alles stimmt. Der Züchter wiederum verwickelt den Interessenten in ausführliche Gespräche, um sicherzustellen, dass das Hundebaby auch zu einem guten Halter kommt. Zweite Möglichkeit: Man holt sich einen Hund aus dem Tierheim – oft, weil man Mitleid hat mit den Vierbeinern, die dort eng auf eng untergebracht sind, Herrchen oder Frauchen verloren oder schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben. Auch im Tierheim legt man viel Wert darauf, den künftigen Hundebesitzer auf Herz und Nieren zu prüfen, damit das Tier nicht vom Regen in die Traufe gerät.

Der wichtigste deutsche Tierhändlerverband ZZF hat es sich zumindest auf die Fahnen geschrieben, Hunde nicht wie Waren im Laden zu präsentieren. Man will vermeiden, dass Leute beim Einkaufsbummel – womöglich zusammen mit ihren Kindern –  einen süßen Welpen entdecken, den sie dann unbedingt haben wollen, für den aber schnell das Interesse erlischt, sobald der Neuigkeitswert dahin ist – ähnlich wie bei einem alten Spielzeug. Außerdem glauben die Tierhändler, ein Kaufhaus sei nicht der richtige Ort für einen jungen Hund, an dem er aufwachsen sollte, die Umgebung könne ihm vielmehr in seiner Entwicklung schaden. – Allerdings muss man sagen, dass es auch unter Hundezüchtern schwarze Schafe gibt, bei denen längst nicht alles so läuft wie oben beschrieben.

Der Duisburger Tiersupermarkt-Betreiber ist nicht mehr Mitglied beim ZZF und hält die Vorwürfe, die gegen ihn erhoben werden, für falsch. So hat er zum Beispiel vorgeführt, wie gut die Hundebabys es bei ihm hätten: Er hält sie in 35 Quadratmeter großen Boxen (das ist doppel so viel wie die gesetzlich vorgeschriebene Fläche). Er beschäftige außerdem Tierärzte und habe ausreichend Personal, um die Welpen den ganzen Tag zu betreuen. Seine Kunden lasse er auch ausführlich über die Bedingungen befragen, in denen sie leben, um eine gute Haltung für die Tiere zu sichern. Der Händler garantiert den Käufern sogar das Recht, die Hunde innerhalb eines Monats zurückzubringen, wenn sie einen Fehlkauf getätigt haben – es gibt allerdings nur die Hälfte des Kaufpreises zurück.

Hunde aus dem Supermarkt – ja oder nein? Ihre/Eure Meinung dazu würde mich interessieren.