Hässlich? Ich finde ihn süß!

Er heißt Walle, ist vier Jahre alt,  kommt aus Chico in Kalifornien, hat einen seltsam überdimensionierten Kopf im Verhältnis zu seiner Körpergröße, kurze Beine, breite Füße und bewegt sich eher watschelnd voran wie eine Ente, nicht wie ein Hund: Der Beagle-Boxer-Basset Hound-Mischling wurde in Kalifornien zum „Hässlichsten Hund der Welt“ gekürt.  – Hässlich? Also ich weiß nicht, mir gefällt das Tier richtig gut. Aber wer kann schon den unergründlichen Gedankengängen von Preisrichtern bei Hunde-Schönheitswettbewerben – oder wie in diesem Fall: Hässlichkeits-Wettbewerben – folgen? Ich jedenfalls nicht.

Für Walle und sein Frauchen hat sich die Teilnahme am Beauty-Contest zweifellos gelohnt. Die beiden haben schon mal 1500 US-Dollar Preisgeld eingeheimst. Und das ist erst der Anfang: In den nächsten Tagen und Wochen wird Walle mit seiner Besitzerin von einer Fernseh-Show zur nächsten weitergereicht – sicherlich auch nicht ohne Honorar. Walle hat sich übrigens gegen 29 Mitbewerber durchgesetzt. Darunter waren vor allem Chinesische Schopfhunde mit faltig-brauner, nackter Haut (die finde ich auch richtig hässlich!); der Vorjahressieger war ebenfalls ein Chinesischer Schopfhund gewesen. Über Walle soll einer der Preisrichter gesagt haben, der Hund sehe aus, als sei er aus Teilen verschiedener Hunde und noch anderer Tiere zusammengesetzt.

Na und? Also, ich würde Walle nehmen, wie er ist. Aber über Geschmack lässt sich eben nun mal nicht streiten, das wissen wir ja schon lange.