"Wetten, dass…" und der tote Hund

Das war komplett überflüssig: Ein Hund ist bei der ZDF-Premieren-Sendung „Wetten, dass…“ mit Markus Lanz ums Leben gekommen – nur weil wieder einmal unbedingt lebende Tiere in einer TV-Show auftreten mussten.

Der vierjährige Toypudel namens Monarch war Teil einer Wette: Eine Hundefriseurin hatte behauptet, sie könne durch das Ertasten von Hundehaaren die Rasse bestimmen. Dabei fasste sie mit verbundenen Augen in Gefäße, die mit Hundehaaren gefüllt waren. Für diese Wette hielt sich der Pudel zusammen mit anderen Hunden im Saal auf – obwohl das eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre, denn die Hundehaare befanden sich ja wie gesagt in einem Gefäß. Nach der Wette sprang „Monarch“ von einer Bank. Bei diesem Sprung stieß er sich am Kopf und verlor das Bewusstsein. Obwohl er gleich von einem Tierarzt versorgt wurde, konnte sein Leben nicht mehr gerettet werden.

Der Tierschutzbund hat meiner Meinung nach völlig zurecht kritisiert, dass für eine Wette Hunde auf die Bühne geholt wurden. Ich bin auch überzeugt, dass das nicht notwendig war. Grelles Scheinwerferlicht, die vielen unbekannten Leute im Publikum und der Lärm, der zum Beispiel beim tosenden Applaus und beim Trampeln der Zuschauer entsteht, sind einfach keine geeignete Umgebung für Tiere. Auch wenn die Tierbesitzerin der Meinung war, der Pudel sei durch die Teilnahme an Hundeausstellungen an solche Situationen gewöhnt gewesen und hätte mit der Situation umgehen können. Offenbar stand das Tier halt doch unter Stress – und musste mit seinem Leben dafür bezahlen.