Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Um das Thema Rettungsaktion der Vaquitas vor der mexikanischen Küste ad acta legen zu können, hier der Vollständigkeit halber die letzte Meldung: Schon vor gut einer Woche ist das Unternehmen, das die äußerst bedrohten Schweinswale zu retten versucht, vorläufig beendet worden. Das wurde inzwischen vom Tiergarten Nürnberg bestätigt, der an dem Projekt beteiligt ist, ebenso wie die in dem Zoo ansässige Artenschutzgesellschaft Yaqu Pacha und der Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg. Lorenzo Rojas-Bracho, der führende Wissenschaftler vom Umweltministerium der mexikanischen Regierung betonte jedoch im Namen des Internationalen Komitees zur Rettung der Vaquitas (International Committee for the Recovery of the Vaquita, dass man an der Aktion dranbleiben und die Anstrengungen zur Rettung der Vaquitas aufrechterhalten werde.

Die Entscheidung, die Fangaktion bei besseren Witterungsbedingungen im neuen Jahr wieder aufzunehmen, hängt auch davon ab, welche Ergebnisse der Obduktionsbericht über das nach dem Einfangen gestorbenen Vaquitas bringen wird. Außerdem benötigt VaquitaCPR dringend Geld, um Geisternetze aus dem Meer zu bergen und um noch mehr Tonaufzeichnungen von Lauten dieser gefährdeten Tiere machen zu können.
Weitere Informationen über das Projekt sind hier zu finden.

Rettung für Vaquita-Schweinswale?

Dieses Projekt verdient wirklich Aufmerksamkeit und Unterstützung: die Rettung der Vaquita-Schweinswale in Mexiko. Laut Koordinator Lorenzo Rojas Bracho ist diese Aktion die einzige und letzte Chance, um den Vaquita vor der Ausrottung zu bewahren.  Es handelt sich um ein Unternehmen, das vom Tiergarten Nürnberg, der dort ansässigen Artenschutzgesellschaft Yaqu Pacha und dem Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg unterstützt wird. Das Foto zeigt ein schwimmendes Bassin (ein sogenanntes Sea Pen) an der Küste vor San Felipe, Mexiko, worin die Vaquitas vorübergehend gehalten werden (Foto: Kerry Coughlin/National Marine Mammal Foundation). Das Team der Rettungsaktion setzt sich aus mehr als 80 Fachleuten zusammen, darunter Spezialisten für Schweinswale, für den Schweinswal- und Delfinfang, für Delfinmanagement, Schweinswal-Rehabilitation und Veterinärmedizin. Die Fachleute kommen aus Mexiko, Kanada, den USA, Dänemark und den Niederlanden.

Schon kurze Zeit nach Projektstart gibt es erste Erfolge der Vaquita-Rettungsaktion zu vermelden. So ist es  zum Beispiel gelungen, einen Vaquita-Wal einzufangen. Weil es sich um ein Jungtier handelte, wurde es allerdings wieder freigelassen, um es nicht isoliert zu halten. Laut Lorenzo von Fersen, Kurator für Forschung und Artenschutz im Nürnberger Zoo und Erster Vorsitzender von Yaqu Pacha, konnte außerdem gezeigt werden, dass der Ablauf von Fang, Transport, Überführung in die Wasserbassins, medizinischer Kontrolle und Freilassung reibungslos funktioniert. weiter lesen

Felix – ein Womanizer

felixinrhenenEr gilt als Womanizer unter den männlichen Eisbären: Eisbär Felix aus dem Tiergarten Nürnberg. Er ist der Vater der berühmten Nürnberger Eisbärin Flocke, die mittlerweile im „Marineland“ Antibes lebt und selbst eine Tochter namens Hope hat. Gerade erst hat Felix acht Monate lang Eisbärin Corinna in der Stuttgarter Wilhelma beglückt, nun ist er weitergereist in den holländischen Zoo Rhenen. Dort soll Felix wieder andere Eisbärinnen umgarnen, und das auf einer nagelneuen Anlage. Wie ich über Facebook von Jane J. de Wilde erfahren habe, kommt er in Rhenen offenbar für die Eisbärin Huggie als Partner in Frage.

Auf jeden Fall dürften die holländischen Eisbärendamen Gefallen an ihm finden, denn Felix ist ein wirklich imposanter Bär: In Stuttgart hat er 70 Kilo zugelegt und bringt jetzt fast eine halbe Tonne (genau 490 Kilo) auf die Waage.

Ob sein Aufenthalt in Stuttgart Folgen hatte, wird sich noch in diesem Winter zeigen. Auf jeden Fall hat der Koordinator des Europäischen Arterhaltungsprogramms (EEP) Corinna schon mal vorsorglich Ruhe vor männlicher Gesellschaft verordnet, damit sie ihren eventuellen Nachwuchs ungestört austragen kann. Der Koordinator hat auch den Umzug von Felix nach Rhenen eingefädelt.

Mit seinen 14 Jahren ist Felix, der 2001 in Wien geboren wurde, schon ziemlich weit in Europa herumgekommen. Nach einer Zwischenstation in Karlsruhe kam er 2004 nach Nürnberg, machte von Franken aus aber immer wieder Abstecher in andere Zoos, zum Beispiel nach Gelsenkirchen und Aalborg (Dänemark). Er ist mittlerweile so ans Reisen gewöhnt, dass er ohne zu zögern die Transportkiste betritt. Vor der Abreise, während der Fahrt und nach der Ankunft bleibt er jeweils ganz entspannt.

In Nürnberg haben Vera, die langjährige Partnerin von Felix, und seine jüngste Tochter Charlotte nun voraussichtlich für das ganze nächste Jahr das Freigehege für sich und können sich dort nach Herzenslust austoben.

Eisbärenzucht in Zoos einstellen? – Nein!

Nun ist es wieder passiert: Wieder starb ein Eisbärenbaby in einem deutschen Zoo kurz nach der Geburt – diesmal in der  Stuttgarter Wilhelma. Dort hatte die Eisbärin Corinna (die Mutter von Wilbär, der mittlerweile in Schweden lebt) am 9. Dezember ein Junges zur Welt gebracht. Das Baby, ein weibliches Jungtier, wurde aber nur drei Tage alt, wie der Zoo erst jetzt bekanntgab. Die Kleine hat Fruchtwasser eingeatmet und ist an einem Lungenödem gestorben.

Damit zeigt es sich, dass die Eisbärenzucht in Zoologischen Gärten nicht einfach ist. Erinnern wir uns: Anfang dieses Jahres überlebten zwei Eisbärenbabys im Berliner Zoo nicht, im Dezember 2008 starben im Nürnberger Tiergarten die Zwillinge von Vera in der Wurfhöhle, und der Vollständigkeit halber seien auch noch die beiden toten Babys von Vilma im Januar 2008 im Nürnberger Tiergarten erwähnt.

Den Tod des Eisbärenbabys in Stuttgart werden jetzt sicher wieder verschiedene Tierschutz-Organisationen aufgreifen und als Beweis heranziehen, dass die Haltung von Eisbären in Zoos nicht artgerecht sei und deshalb einzustellen sei. Ich bleibe trotzdem bei meiner Meinung, dass die Eisbärenhaltung und -zucht in Zoos nicht aufgegeben werden sollte. In Nürnberg hat der Tiergarten jahrelang große Erfolge bei der Eisbärenzucht verzeichnen könen, und auch in anderen Zoos gibt es immer wieder Nachwuchs bei den Polarbären. Rückschläge kann man leider nicht ausschließen, aber sie sind zu verkraften. Auch in freier Natur kommt es zu Todesfällen bei Eisbärenbabys, nur hat man darüber kaum einen Überblick.

veraGerade in Zeiten des Klimawandels, in denen die natürlichen Lebensräume der Eisbären durch das Abschmelzen von Eisflächen weiter zurückgehen und damit die Eisbären zu einer immer stärker bedrohten Tierart werden, sollten Zoos an der Eisbärenhaltung und -zucht festhalten. Nur im möglichst direkten Kontakt mit diesen Tieren – wie ihn nur Zoos bieten – kann man den Menschen vor Augen halten, dass etwas gegen die Erderwärmung unternommen werden muss. Die Zoos können hier Aufklärungsarbeit leisten und sollten die Eisbären als Klimabotschafter heranziehen, wie das der Nürnberger Tiergarten auch getan hat.

Neue Chance für Gorilla "Gana" in Münster

Wir erinnern uns: Vor fast genau einem Jahr hatte der Allwetterzoo Münster Aufsehen erregt, als dort das Gorilla-Weibchen „Gana“ ihr totes Junges in ihrer Anlage herumgeschleppt hatte.

Nun gibt es gute Nachrichten aus Münster: Gana ist wieder Mutter geworden. Und es sieht so aus, als würde sie sich gut um ihr Baby – mit höchster Wahrscheinlichkeit ist es ein weibliches Gorillakind – kümmern. Hoffentlich bleibt das auch so. Schließlich hatte es im vergangenen Jahr bei Ganas kleinem Sohn „Claudio“ auch so ausgesehen, als würde mit der Aufzucht alles klappen. Dann hieß es, Gana würde ihren Sohn vernachlässigen, und er sei deshalb gestorben. Letztlich stellte es sich heraus, dass vermutlich eine Darmentzündung die Todesursache war und Gana keine Schuld am Tod ihres Babys traf.

Ihren ersten Nachwuchs, eine Tochter, hatte Gana nicht angenommen. Das Gorilla-Kind war deshalb an die Stuttgarter Wilhelma abgegeben worden, wo es eine eigene Aufzuchtstation für Menschenaffen gibt. Der Kleinen geht es dort nach wie vor gut.

Hat Wilbär die Reise verschlafen?

Wilbär ist jetzt in Schweden angekommen – kürzlich habe ich seine bevorstehende Abreise aus der Stuttgarter Wilhelma hier ja schon angekündigt.

Aber die Meldung, die jetzt in deutschen Redaktionen über die Agenturen lief, kann so nicht stimmen: Wilbär sei betäubt auf die Reise in seine neue Heimat Orsa gegangen, wurde berichtet. Also, wenn die Verantwortlichen in Stuttgart das tatsächlich gemacht haben, hätten sie gegen eindeutige Vorschriften verstoßen. Große Raubtiere wie Eisbären müssen bei jedem Transport wach sein. Sie würden sich sonst zu leicht verletzen, wenn sie im Transportauto z. B. bei Bremsmanövern oder Kurven mit ihrem Körper nicht reagieren können. Außerdem wäre jede längere Betäubung für Herz und Kreislauf eine viel zu starke Belastung.  

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Wilbär tatsächlich betäubt war. Die Kollegen in den Agenturen haben das Procedere wohl verkürzt wiedergegeben – oder die Meldung wurde später gekürzt. Es dürfte so gewesen sein, dass Wilbär betäubt – oder, noch wahrscheinlicher – etwas sediert wurde, um ihn von seiner Mutter zu trennen oder ihn in die Transportkiste hineinzubugsieren. Doch dann muss er erst wieder richtig wach sein, bevor er die Reise antreten kann. Solche Dinge werden streng von Pflegern und Tierärzten kontrolliert.

Wie dem auch sei – hoffentlich lebt Wilbär sich in Schweden gut ein und findet dort die passende Partnerin. Noch ist es zwar zu früh, um schon an Nachwuchs zu denken. Aber die Zeit vergeht schneller als man denkt. Und zum richtigen Zeitpunkt soll der bärige Star aus Stuttgart schließlich auch in Schweden die besten Voraussetzungen haben.

Wilbär, du alter Schwede!

Wilbär und seine Mutter Corinna schmusen zwar noch in der Stuttgarter Wilhelma. Doch aus dem zärtlichen Spiel könnte schnell bitterer Ernst werden: Eisbärenmütter verbeißen ihren Nachwuchs oder vertreiben ihn, wenn er erwachsen wird. In freier Natur bekommen sie in der Regel alle zwei Jahre Junge. Da trennen sich die Mütter von ihren Söhnen oder Töchtern, um sich wieder auf ein neues Baby vorzubereiten. Corinna hatte Wilbär im Dezember 2007 zur Welt gebracht.

Nun soll Wilbär nach Schweden auswandern, in einen Bärenpark. Noch in diesem Monat wird er die Reise nach Orsa antreten. Dort hat man auch schon eine Partnerin für ihn ausgeguckt: das Eisbären-Mädchen Ewa. Mal sehen, ob die beiden sich auch mögen und verstehen.

Da haben wir im Nürnberger Tiergarten direkt Glück, dass Flocke im Gegensatz zu Wilbär eine Handaufzucht ist und daher von Vera getrennt gehalten wird. Sonst müsste unser Lieblingseisbär womöglich auch bald auf Reisen gehen. Und das wollen wir doch alle nicht, oder?

Europas ältester Elefant wird 60

In Stuttgart feiert die Wilhelma am 24. Januar den 60. Geburtstag von Europas ältestem Indischen Elefanten: Elefanten-Dame Vilja, seit 1952 Bewohnerin dieses Zoologischen Gartens und gleichzeitig sein Wappentier. Es ist allerdings nicht der „echte“ Geburtstag von Vilja – den kennt keiner genau. Sie ist nämlich ein Wildfang und kam 1952 nach Stuttgart, damals war sie ungefähr drei Jahre alt.

Warum hat man nun ausgerechnet den 24. Januar zum Geburtsdatum auserkoren? Ganz einfach: Am 24. Januar 2008 stürzte Vilja in den Graben ihres Geheges. Sie hatte unglaubliches Glück und holte sich nur ein paar Schürfwunden – für die meisten anderen Elefanten wäre so ein Sturz das Todesurteil gewesen. Weil der 24. Januar offensichtlich ein Glückstag für Vilja ist, erklärte ihn der Zoo zu ihrem Geburtstag.

Die alte Dame, deren Alter beim Menschen etwa 100 Jahren entspechen würde, ist noch gut drauf. Ihr fehlt gesundheitlich nichts – nur ein Knie ist ein bisschen steif und macht ihr das Aufstehen schwer, so dass sie es mittlerweile vorzieht, im Stehen zu Schlafen. Und ihre Zähne sind völlig abgeschmirgelt.

Ihre Pfleger erzählen außerdem, dass Vilja ganz schön raffiniert ist. Beispielsweise durchsucht sie mit ihrem langen Rüssel gern die Taschen der Pfleger nach etwas Essbarem. Und sie ist so verrückt nach Äpfeln, dass sie sogar einen Trick anwendet, um sich ein zusätzliches Exemplar zu erschleichen: Wenn der Pfleger den Schlüssel fallen lässt, hebt Vilja ihn sofort auf, gibt ihn aber erst wieder heraus, wenn ihr ein Apfel zugesteckt wird.

Also, alles Gute zum Geburtstag, Vilja!

Fragen um ein totes Gorilla-Baby

Eine Nachricht aus dem Allwetterzoo Münster hat wieder einmal grundsätzliche Fragen zur Tierhaltung in Zoos aufgeworfen.

In dem Zoo hatte sich das Flachlandgorilla-Weibchen Gana um ihren drei Monate alten Sohn Claudio nicht mehr gekümmert und ihn schließlich so sehr vernachlässigt, dass der Kleine starb. Dann schleppte Gana ihr totes Baby noch eine Zeitlang mit sich herum.

Dieses Verhalten zeigen Menschenaffen manchmal auch in der Natur, wenn sie ihre Jungen ganz normal aufziehen und die Kleinen nicht wegen Vernachlässigung sterben, sondern aus anderen Gründen. Die Tiermütter können den Tod ihres Nachwuchses offenbar nur verkraften, wenn sie sich langsam von ihrem „Kind“ lösen und sich Zeit für den Abschied nehmen. Dieses Phänomen des Trauerns kommt im übrigen nicht nur bei Menschenaffen vor, sondern gelegentlich auch bei anderen Säugetieren. Dazu ein interessanter Beitrag hier.

Doch zurück zum Zoo in Münster. Dort hatte man dem Gorillaweibchen Gana schon ihren ersten Nachwuchs, genannt „Mary Zwo“ weggenommen, weil Gana zu ruppig mit ihrem Töchterchen umgegangen war. Die Zooleitung hatte beschlossen, den Nachwuchs von Menschenhand aufzuziehen. „Mary Zwo“ wächst mittlerweile in der Stuttgarter Wilhelma heran. Es geht ihr gut – sie hat sich in Stuttgart zum Publikumsliebling entwickelt.

Als Gana zum zweiten Mal Mutter wurde, sah es anfangs gut aus: Ihren Sohn Claudio versorgte sie zunächst so, dass der Kleine sich normal entwickelte. Erst nach fast drei Monaten wurde Gana plötzlich zur Rabenmutter.

Obwohl es einige Anzeichen von Vernachlässigung bei Claudio gab, entschied Zoodirektor Jörg Adler diesmal anders: Man könne der Affenmutter nicht schon wieder ihr Kind wegnehmen.

Nachwuchs im Zoo nicht um jeden Preis – eine Haltung, die bestimmt nicht jedem Zoo-Fan gefällt. Unter Zoo-Experten dürfte sie einige Diskussionen auslösen. Vielleicht ja auch hier, in diesem Blog.    

  

Der Wilbär ist los!

wilb_r.JPGDer Wilbär ist los: Heute durfte der kleine Eisbär in der Stuttgarter Wilhelma erstmals mit seiner Mutter Corinna ins Freie, um sich den Besuchern – und den Medien – zu präsentieren. Auch er hat, wie vor gut einer Woche unsere Flocke, seinen Auftritt mit Bravour gemeistert. Hatte auch, ebenso wie die „Brinzessin“, vorher heimlich ohne Publikum üben dürfen.

Die Verantwortlichen des Nürnberger Tiergartens dürften mit Wehmut nach Stuttgart geblickt haben. Ist doch dort alles mit dem Eisbären-Nachwuchs so gelaufen, wie man es sich am Schmausenbuck gewünscht hätte: auf dem Weg der natürlichen Aufzucht. Bei Corinna war es allerdings auch nicht der erste Anlauf. Sie war schon mehrmals trächtig, doch bisher überlebte keines ihrer Jungen. In der Wilhelma hatte man sehnlichst auf Eisbärennachwuchs gewartet. Und auch in Schwaben möchte man mit dem kleinen Bärchen möglichst viel verdienen.

Mittlerweile schaffen sich die verschiedenen Medien ihre eigene Wirklichkeit, wenn es um die Berichterstattung über Eisbär-Babys geht. Wenn es gerade ins Konzept passt, berichtet man über einen „Ansturm“ auf Knut, Flocke oder Wilbär, wenn nicht, heißt es eben „Ansturm blieb aus“, oder „Flocke flopt“ . Ungeachtet dessen, womit die Zoos selbst rechnen. Oft müssen die sich dabei – mangels Erfahrung – mit Schätzungen begnügen. Doch die Journalisten drehen ihnen dann das Wort im Munde herum.

Ich weiß, ich gehöre auch dieser Berufs-Spezies an. Und ich muss zugeben: Noch nie habe ich mich für manche Kollegen so geschämt wie seit der „Flocke-Zeit“. Was ich da an gedrucktem oder gesendeten Schwachsinn erlebe, lässt mich manchmal zweifeln, ob ich mir nicht einen anderen Job suchen sollte.

Wie auch immer – bevor ich ganz dem Trübsinn verfalle, wünsche ich lieber von Nürnberg aus dem Wilbär alles Gute! Denn Wilbär und Flocke sind heute und morgen!