Und noch ein Zaun – diesmal gegen Wildschweine

Man könnte selbst verrückt werden angesichts von immer neuen verrückten politischen Entscheidungen, die unsere Welt jeden Tag ein bisschen schlechter machen. Auf den einen Größenwahnsinnigen in den USA will ich hier gar nicht weiter eingehen, das besorgt schließlich mein Blogger-Kollege Arndt Peltner regelmäßig in seinem Blog. Doch der Wahnsinn scheint immer näher zu rücken. Jetzt hat er die dänisch-schleswig-holsteinische Grenze erreicht, wo ein Zaum gegen deutsche Wildschweine errichtet wird. Meine Leser haben wahrscheinlich davon gehört oder gelesen. Dieses denkwürdige Bauwerk – 70 Kilometer lang und ungefähr 1,50 Meter hoch – soll die Afrikanische Schweinepest von unserem nördlichen Nachbarland fernhalten. Es ist unglaublich!

Wie naiv müssen Politiker eigentlich sein, die solch einen Schwachsinn veranlassen? Nicht nur, dass es hierzulande bisher keine Fälle dieser Tierseuche gibt. (Vorläufig ist sie noch nicht über Osteuropa hinausgekommen.) Aber anzunehmen, ein Zaun könnte die Erreger abhalten, das ist in meinen Augen der pure Irrsinn. Auch wenn es sich um einen Stahlzaun handelt, der einen halben Meter weit in den Boden hineinreicht, damit es die Wildschweine nicht schaffen, sich darunter durchzuwühlen. Selbst das halte ich für zweifelhaft. So schlau, wie die Schwarzkittel (Foto: dpa) sind, gilt für sie sicher der Grundsatz: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

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