Deutschlands wohl älteste Schimpansin tot

Sie war vermutlich Deutschlands älteste Schimpansin: Ngila, die im Zoo Neuwied (Rheinland-Pfalz) lebte. Jetzt ist sie im Alter von 55 Jahren gestorben.

Ngila sei friedlich eingeschlafen, berichten ihre Pfleger. Die hatten der alten Affen-Dame viele Extras zukommen lassen, um ihr das Alter so angenehm wie möglich zu gestalten: Für Ngila wurden in der Menschenaffenanlage spezielle Kletterhilfen angebracht, und jeden Tag fütterten die Pfleger Ngila eine Extra-Portion Babybrei und spendierten ihr eine Flasche Malzbier: So wurden dem Tier besonders viele Mineralien und Vitamine zugeführt.

Ngila gehörte noch zur Generation der Wildfänge: Im Jahr 1954 wurde sie als Baby von Wilderern verschleppt. Afrika-Touristen konnten sie glücklicherweise retten. Im Alter von vier Jahren kam Ngila in den Zoo von Münster und zog 1988 in den Zoo Neuwied um, wo sie mit verschiedenen Partnern zusammenlebte.

In freier Wildbahn werden Schimpansen kaum so alt, wie Ngila es im Zoo wurde. In menschlicher Obhut können sie auch einmal 60 Jahre alt werden – doch das ist äußerst selten.