"Tiergarten im Wandel der Zeit"

Der Tiergarten Nürnberg feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Im Jahr 1912 wurde der Alte Tiergarten im Luitpoldhain eröffnet. Wegen der Pläne der Nationalsozialisten, in der Gegend rund um den Dutzendteich das Reichsparteitagsgelände zu errichten, musste der Zoo von dort weichen. 1939 wurde der heutige Tiergarten am Schmausenbuck eröffnet.

Wegen des 100-jährigen Jubiläums ist der einmal im Jahr stattfindende „Tag des Tiergartens“, der diesmal am kommenden Sonntag, 25. März, über die Bühne geht, ganz auf diesen Anlass zugeschnitten. Zwischen 9.30 und 15.30 Uhr können sich die Besucher auf eine Zeitreise unter dem Motto „Tiergarten im Wandel der Zeit“ begeben. Einen Plan mit dem genauen Tagesprogramm erhält man an der Zookasse.

An vielen Stationen informieren Tiergartenmitarbeiter über die Entwicklung, die der Tiergarten genommen hat. Etwa, wie sich Tierhaltung einst und heute unterscheiden, welche Grundsätze der Tiergärtnerei früher im Zoo berücksichtigt wurden und wie sie sich verändert haben. Im Betriebshof des Tiergartens geht es um Tierfutter und um die Frage, wo der Tiergarten das viele Heu für die Tiere herbekommt.

Die Besucher erfahren an diesem Tag zum Beispiel auch Wissenswertes über die Geschichte der Dickhäuter- oder der Menschenaffenhaltung. Sie können bei der Raubtierfütterung dabei sein und bekommen Interessantes über den Speiseplan der Großkatzen vermittelt. In der Tierarztpraxis geben die Zootierärzte Einblick in die Entwicklung der Zoo-Tiermedizin. Tierpfleger informieren über die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Beschäftigung von Zootieren. Am Ponygehege heißt es „Geschichte(n) der Zooschule – Lernen im Zoo.“ Viele Stationen laden zum Mitmachen, zu Ratespielen oder zum Basteln ein. Wer sich selbst für den Tiergarten engagieren möchte, bekommt verschiedene Möglichkeiten dazu aufgezeigt: Zum Beispiel über eine Mitgliedschaft beim Verein der Tiergartenfreunde oder eine Tierpatenschaft.

Kurzum: ein Tag, an dem man eine Menge über den Tiergarten, eine der beliebtesten Freizeiteinrichtungen in der Metropolregion Nürnberg, lernen kann.

Zootag im Nürnberger Tiergarten

So beliebt wie Fernsehserien über Zoos sind Veranstaltungen in Zoologischen Gärten, bei denen die Besucher selbst Gelegenheit haben,  einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Das kann man im Nürnberger Tiergarten zweimal im Jahr: im Frühjahr und im Herbst. Die nächste Möglichkeit besteht am kommenden Sonntag, 18. Oktober, am „Zootag“. Das ist allerdings leider kein „Tag der offenen Tür“ – man muss ganz normal Eintritt zahlen.

Dafür gibt es auch ein Extra-Programm. Man kann das neue Pavianhaus besichtigen oder  Schlangen und Alpakas „hautnah“ erleben. Wer schon immer den Unterschied zwischen Kamel und Dromedar wissen wollte, erfährt ihn sozusagen am lebenden Objekt. Wer sich für die Delfin-Lagune interessiert, kann an Führungen über die riesige Baustelle teilnehmen. Im sonst nicht zugänglichen Betriebshof des Tiergartens erfährt man alles über den Speiseplan der Zootiere. Außerdem zeigt der Tierarzt dort, wie man mit einem Blasrohr schießt – und Besucher können das selbst ausprobieren. Mit dieser Methode bekommen manche Zootiere Spritzen (z.B. die Eisbären gegen Räudemilben) oder werden betäubt.

Nashornbaby3Wer das Panzernashorn-Baby Seto Paitala  noch nicht gesehen hat, kann das am Zootag auch gleich noch nachholen. Im Elefantenhaus, wo die Nashörner untergebracht sind, wird außerdem ein Film über die Geburt von Seto Paitala vorgeführt. Und dann gibt es noch jede Menge Infos über Tierschutz-Projekte, angefangen vom Jahr des Gorillas bis hin zu einem Schutzprojekt des Landauer Zoos für Humboldt-Pinguine.