Vipmail 62

ruineGerade wurde wieder die Vipmail verschickt. In den vergangenen Tagen ist viel passiert und Franken tauchte plötzlich in den Weltnachrichten auf.

Die Axt-Attacke von Würzburg-Heidingsfeld ist so natürlich Thema im fränkischen Newsletter. Allerdings mit Fokus auf die Berichterstattung. Darüberhinaus geht es in der 62. Vipmail-Ausgabe um den Trend zur Ruine, um die toten Babys von Wallenfels, um den Horror vacui, um einen seltsamen Hungerstreik und um die Beseitigung eines Mahnmals für fehlgeleiteten Bürgerwillen.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Zum Abonnieremn des Newsletters bitte diesem Link folgen!

Nichts wars mit der City-App

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Regelmäßige Vipraum-Leser dürften sich vielleicht noch erinnern. Letztes Jahr wollte die Stadt Nürnberg vom Schläfer zum „Leuchtturm“ aufsteigen. Gemeinsam mit SAP sollte eine City-App als weltweites Pilotprojekt entwickelt werden. Was daraus geworden ist?
Nichts!

Apps haben andere Städte schon längst. An Nürnberg ging die Anfangseuphorie ziemlich spurlos vorbei. Dafür wollte die Stadt dann gleich was Richtiges präsentieren. Über „Terminvereinbarungen, Stadtführungen, Bezahlung, Routing, Stadtführungen bis zu individuell abgestimmten Angeboten des Einzelhandels“ sollte auf die persönlichen Interessen des Users eingegangen werden, hieß es damals.
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Vipmail 61

vipmkornapfelIm Augenblick kostet es noch nichts, Mails in der Gegend herumzuschicken. Deswegen versende ich auch noch meinen fränkischen Newsletter, immer in der Hoffnung, dass sich dadurch niemand belästigt fühlt.

In der 61. Vipmail-Ausgabe geht es um Fast Food an Bäumen, um assoziale Nichtraucher, um Ratten, die früher mal Bullen waren, um den Menschen im Verhältnis zum Kaninchen, um hausende Maden und um fehlgeleitete Bundestagsabgeordnete.

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Das verschlossene Ohr des Herrn Hasler

Nürnberg: Josef Hasler ist der Vorstandsvorsitzende der N-Ergie.  11.1.2013. Foto: Harald Sippel
Josef Hasler, der Chef der Städtischen Werke Nürnberg, hat bislang vor allem wegen seines üppigen Gehalts Schlagzeilen gemacht. Neider lassen sich aber ignorieren, wenn man die richtige Leute auf seiner Seite hat. Den, obgleich etwas weniger verdienenden, sozialdemokratischen Oberbürgermeister Ulrich Maly zum Beispiel. Der stößt sich nicht daran, dass Hasler Topverdiener in Bayern ist: Der Mann arbeite schließlich für drei.

Unabhängig davon, ob er das Geld verdient, scheint Hasler jedoch die Bodenhaftung verloren zu haben. Ob es an seinem sozialen Status liegt, oder daran, dass er für drei arbeitet, man weiß es nicht. In der letzten Stadtratssitzung, als es um eine neuerliche Erhöhung der Nahverkehrstarife ging, bekundete Hasler jedenfalls: „Ich sehe nicht, dass der Unmut der Fahrgäste steigt.“ Beschwerden über zu hohe Fahrpreise gebe es nur wenige.
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Vipmail 60

vipmailwoehrderDie neue Vipmail ist erschienen. Diesmal Ausgabe Nummer 60.

Im wöchentlichen Newsletter aus Franken geht es um Geruchsbelästigungen in der Freizeit, um den Einsatz von Pilzen bei der Fahndung, um nicht ordnungsgemäß abgestellte Drahtesel, um einen bösen Schlitzer, der weiter sein Unwesen treibt, um die Ölkrise im Bratwurstgewerbe und um die Antwort auf die drängende Frage: Wo liegt eigentlich Nirgendwo?

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So tarnen sich rechte „Nachrichtenseiten“

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Die „Lügenpresse“ bekommt Konkurrenz. Rechte Aktivisten versuchen mittlerweile in die Lücke zu stoßen, die die – nicht nur von ihnen betriebene Propaganda – gegen die „Systempresse“ gerissen hat. Inzwischen auch auf lokaler Ebene. Zum Beispiel bei der Neonazidemo am Samstag in Zirndorf. Die auf Facebook als „Nachrichtenseite“ agierende „Franken-Presse“ rief nicht bloß seit Tagen zur Teilnahme an der Rechten-Demo unter dem Motto „Zirndorf sagt Nein zum Heim“ auf, sie versorgte ihre Leserschaft auch mit „objektiven“ Meldungen vom Demogeschehen. So wurde da zum Beispiel eine – von der „Lügenpresse“ natürlich verschwiegene – politisch unkorrekte Äußerung gebrandmarkt. Nein, nicht durch irgendwelche Redner, sondern durch eine Angestellte der Beck-Filiale.

Genauso wie sich die rechten Demoteilnmehmer als harmlose „Spaziergänger“ tarnen, versuchen es auch die rechten „Nachrichtenseiten“-Macher mit Camouflage. Da wird hier ein Filmchen zur Gärtla-Schließung geteilt, da zur Erbauung ein Bikinimädchen abgebildet… Auch ein paar überregionale Nachrichten werden gepostet, gerne von ostdeutschen AfD-Verbänden. Und natürlich gibt es ein Impressum mit Geschäftsführer, Chefredakteur, Redakteur und einer Postadresse für den (na, was klingt noch seriöser als „Franken“?) „Nordbayern-Verlag“.
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Vipmail 59

vipmpostDie 59. Ausgabe der Vipmail ging gerade raus. Im wöchentlichen Newsletter aus Franken geht es diesmal um Unorte am Bahnhof, um kleingeistige Nationalismen auf kommunaler Ebene, um protestantische Arbeitsethik, um ein knallhartes Auswahlverfahren für Landtagsabgeordnete, um Herkunftsnachweise bei Biervertilgungsevents und um gravierende Folgen des Brexit für die Region.

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Kopieren verboten: Nürnbergs Mietenspiegel

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Wohnen in Nürnberg wird teurer. Das belegt der letzte Woche präsentierte neue Mietenspiegel. Dieser Mietenspiegel soll, so das städtische Amt für Wohnen, die Mietpreissituation „möglichst transparent machen“. Von Transparenz ist da in Nürnberg aber nicht viel zu sehen. Während andere Städte (hier zum Beispiel Berlin oder Hamburg) die ortsüblichen Vergleichsmieten für jeden zugänglich ins Netz stellen, gibt es den Nürnberger Mietenspiegel nur gegen eine Schutzgebühr von 2,50 Euro zuzüglich Versandkosten in gedruckter Form. Dafür bekommt man dann sechs DIN A4-Seiten. Und damit niemand auf die Idee kommt, die sechs Seiten mal schnell zu scannen und seinerseits ins Netz zu stellen, steht auf dem Deckblatt fett gedruckt die Warnung: Kopieren nicht gestattet!

„Das war eine politische Entscheidung“, begründet Werner Reißer vom Amt für Wohnen die Schutzgebühr und das umständliche Verfahren. Grund für den Stadtratsbeschluss sei damals (wann das war, weiß keiner mehr so genau) gewesen, dass die Hausbesitzer- und Mieterverbände durch Versand oder persönliche Abholung des Mietenspiegels Kundenbindung betreiben wollten.

Immerhin räumte Reißer aber ein, dass man inzwischen vielleicht doch einmal darüber nachdenken könnte, den Mietenspiegel im Internet zu veröffentlichen. Schon um jene Transparenz zu schaffen, die gegenwärtig eher noch eine hohle Floskel ist.


Nachtrag 28.Juni 2016:
Nach dem Motto: Was interessiert uns eure politische Entscheidung und unser Kopierverbot, stellt die Stadtverwaltung den Mietenspiegel hier kostenlos zum Download zur Verfügung. Dank an Titus Schüller und Bernhard Münzer (siehe Kommentar)!

Vipmail 58

vipmrosenGerade wurde die 58. Ausgabe der Vipmail verschickt. Im Newsletter aus Franken geht es diesmal um Kitschpostkarten, um den schwer beschädigten Wirtschaftsstandort Franken, um eine Unglückshäufung im Bausektor, um einen allzu sorglosen Beißer, um einen tödlichen Zigarettenstummel und um Nachbarschaftshilfe mit „Götzenbildern“.

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Gratis-WLAN: Jetzt wird Nürnberg ausgeleuchtet

hauptmarktLange hat es gedauert, jetzt tut sich endlich was mit offenem WLAN in Nürnberg. Zurzeit läuft dazu eine Ausschreibung der Stadt. Das Vergabeverfahren soll laut Matthias Latus vom Referat für allgemeine Verwaltung Mitte Juli abgeschlossen sein. Mehr darf er nicht sagen: „laufendes Verfahren!“

Erfahren habe ich davon auch nur über Umwege. In Berlin wurde nämlich am 1. Juni, rechtzeitig zur Fußball-EM, Gratis-WLAN eingerichtet. Anbieter ist die Firma ABL Social Federation – und die sitzt in Nürnberg. Für das Land Baden-Württemberg wird ABL Ähnliches realisieren. Da fragt man sich als Nürnberger, warum das am Firmenstandort bisher noch nicht geklappt hat, zumal die Berliner Verwaltung nicht gerade den Ruf genießt besonders schnell und entscheidungsfreudig zu sein (was sie übrigens auch beim WLAN wieder demonstrierte).
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