Was passierte in der Notaufnahme?

klinikEs war nur ein kleiner Facebookeintrag auf der Seite “Mein Höchstadt, dein Höchstadt, unser Höchstadt”. Aber die Folgen waren groß. Nicht nur beim Höchstädter Kreiskrankenhaus wurden intensive Recherchen durchgeführt, inzwischen sind auch der Landrat und die politischen Gremien eingeschaltet.

Beim Altstadtfest in Höchstadt ging es diesmal höher her als sonst. Wegen der Hitze wurde wohl auch das eine oder andere Bier mehr getrunken. In der Nacht zum Sonntag kam es dann zu jenen Vorkommnissen, die auf besagter Facebookseite folgendermaßen beschrieben wurden (Nachtrag: Die Seite “Mein Höchstadt…” hat den Post mittlerweile gelöscht):

Haben ein junges Mädchen beim Engelgarten am Boden liegend nicht ansprechbar gefunden und wollten sie ins Krankenhaus bringen.
Nachdem wir geklingelt haben sagten sie in 2 Minuten ist jemand da ….. Nach 3 Minuten nochmal geklingelt das es dem Mädchen sehr schlecht geht ! Nach 5 Minuten kommt ein Arzt … Das einzige was er sagt ist ” können wir nicht aufnehmen haben kein Intensivbett frei ! Er hat sie weder sich angesehen noch gefragt wie es ihr geht !!!!!!!!!!!
Nach 2 maligen bitten gab er uns ein Tuch und eine Schale falls sie brechen muss . Haben gefragt was jetzt mit ihr ist , er sagte nur ” ruft in erlangen an ” und ging wieder rein !!!!!
Rettungswagen war in knapp 20 min da . Die Sanitäter kümmerten sich sofort und waren sehr nett !

Also falls ihr jemanden habt der in Not ist NICHT AUF HÖCHSTADT SONDERN GLEICH IN ERLANGEN ANRUFEN !!!

weiter lesen

Vipmail 16

vipmailtromDie 16. Ausgabe der Vipmail ist gerade rausgegangen. Obwohl ich weiß, dass es viele nicht so mit Fußball haben, kam ich am Club (a.k.a. 1.FC Nürnberg) nicht ganz vorbei. Ich thematisiere diesen aber in Zusammenhang mit Tomaten, somit dürfte das dann auch für den Fußballfernen noch bekömmlich sein. Außerdem lassen sich am Beispiel des Sports immer auch gewisse gesellschaftliche Entwicklungen beschreiben. Zum Beispiel der Trend zum Alleinherrscher, der sich seine eigenen Regeln gibt.
Des weiteren geht es im Newsletter um einen trampenden Hund, um kranke Ansbacher, um ein spektakuläres Gerichtsurteil und um Flüchtlinge.

Die Vipmail gibt es hier zum Nachlesen. Wer den Newsletter abonnieren will, kann das hier mit geringem Aufwand tun. Das Abbestellen läuft übrigens genauso bequem. Es muss sich also niemand sorgen, lebenslang mit meinen Ergüssen zugespammt zu werden 😉

Blogger für Flüchtlinge: Wo kann man helfen?

Ein Flüchtling sitzt am 31.10.2014 in München (Bayern) in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber auf dem Gelände der Bayernkaserne im Freien und telefoniert. Derzeit sind etwa 1400 Flüchtlinge in dieser Unterkunft einquartiert. Foto: Tobias Hase/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Leider sind es eher die brennenden Flüchtlingsheime, von denen man hört und liest. Dass immer mehr Leute den Flüchtlingen helfen beziehungsweise helfen wollen, das geht ein bisschen unter. Jetzt wurde in Berlin die Aktion “Blogger für Flüchtlinge” gegründet, auf die ich gerne hinweisen will. Etliche Blogger haben sich dem Aufruf zum Mitmachen bereits angeschlossen.

Wer helfen will, der kann das auch hier in der Region. Das muss nicht einmal mit Spendengeldern sein. Hier sind zum Beispiel ein paar Vorschläge zu finden.

Die Stadt Nürnberg hat zum Beispiel ein Flüchtlingshilfe-Portal eingerichtet. Bei Proasyl sind auch regionale Anlaufstellen zu finden. Etwa der Flüchtlingsrat, die Asylgruppe Zirndorf oder der Asylhelferkreis Feucht. Wer ehrenamtlich helfen will, kann auch über die ISKA-Seite nach Einsatzmöglichkeiten suchen. Über die Freifunker habe ich an dieser Stelle ja schon berichtet. Sogar die Urlaubsreise kann zur Flüchtlingshilfe genutzt werden. Das beweist dieses Projekt.

Weitere Einsatzmöglichkeiten oder Anlaufstellen könnt ihr mir gerne per Kommentar/Facebook/Twitter mitteilen.

Vipmail 15

vipmailbaDie mittlerweile 15. Ausgabe der Vipmail wurde gerade verschickt. Ein bisschen sommerlocht es noch in Franken (siehe auch den letzten Blogbeitrag). Dennoch wurde der Newsletter auch diesmal wieder mit Anstand gefüllt.

In der aktuellen Vipmail geht es um einen Ort in Franken, der auf diese Schlagzeilen gern verzichtet hätte, um einen gefakten Wagner-Account, um die Sand-Kerwa, um den Niedergang des fränkischen Fußballs, um versaute Bücher und um Landwirte, die den nächtlichen Hunger stillen.

Den Newsletter kann man hier nachlesen. Abonnieren kann man ihn hier. Und natürlich kann man das Ganze auch problemlos wieder abbestellen, wenn einem die Informationsflut auf den Geist geht 😉

Hauptmarkt: Warten auf das Christkind

24.07.2015 --- Leichtathletik --- DLV - Deutsche Meisterschaft Meisterschaften 2015 --- Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / MaWi ---  Weitsprung Stephan Hartmann (138, LG Nord Berlin)Im Sommer wird die Nachrichtenlage dünner. Gleichzeitig halten wir uns öfter draußen auf. Beides befördert Themen in die Schlagzeilen, die dann auch schnell wieder verschwinden. Manchmal geraten sie so stark in Vergessenheit, dass die Regelmäßigkeiten dahinter nicht mehr erkennbar werden.

In diesem Jahr ist wieder der Hauptmarkt dran. Der verkomme zum “new urban eventplace” klagt ein Bündnis aus besorgten Bürgern, zu denen auch Funktionsträger wie die Stadtheimatpflegerin oder die Baumeisterin von St.Sebald gehören. Leute also, mit denen es Oberbürgermeister Ulrich Maly nicht verscherzen will. Deswegen hat er schnell noch vor seinem Urlaub das – allerdings schon länger geplante – Aus für das Beach-Volleyball-Turnier am Hauptmarkt verkündet. Da das eher einer Werbeveranstaltung für den Smart glich, dürfte Sportsfreund Maly die Absage kaum schwer gefallen sein. Doch spätestens seit dem “District Ride” weiß man, spektakuläre Events laufen halt ohne betuchte Werbepartner nicht. Die wiederum nehmen die historische Bauten gerne als geile Kulisse mit. Da könnten OB und Kämmerer ja auch mal die Hand aufhalten, anstatt mit Verboten zu reagieren. Doch wo waren sie als es um die Panoramafreiheit ging? Dabei habe ich hier noch einen Denkanstoss dazu geliefert. weiter lesen

Vipmail 14

vipmail Ich bin zwar eigentlich in Urlaub. Trotzdem erscheint eine Vipmail. In Franken ist schließlich auch in den vergangenen Tagen wieder einiges passiert.

Diesmal geht es um so weltbewegende Fragen wie: Wer ist zuständig, wenn ein Flugzeug abstürzt? Sollte ein Held bei Facebook sein? Warum geht es im Steigerwald plötzlich ganz schnell? Warum knacken Wasserrohre? Warum folgt auf den Wasser- der Biermangel?

Nachzulesen ist die Vipmail unter diesem Link. Zum Abonnieren geht es hier entlang.

Flüchtlingshilfe in der Grauzone

Zirndorf:Das Präsidium des Bayerischen Landtags, an der Spitze Landtagspräsidentin Barbara Stamm, besuchte die Zentrale Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Zirndorf. Bei einem Rundgang zeigte Einrichtungsleiter Werner Staritz Teile des Lager wie etwa die Essensausgabe, Zimmer oder den Kindergarten . 2.3.2012. Foto: Harald Sippel
Über die Störerhaftung muss man leider immer noch reden. Wie absurd die Situation ist, wird bei der Internetversorgung von Flüchtlingen offensichtlich. 2,28 Euro monatlich bekommen die, um sich einen Internetanschluss zu besorgen. Dass das nicht hinhaut, um den wichtigen Kontakt zur Heimat aufzubauen oder sich hier in irgendeiner Form zu integrieren, kann man sich eigentlich denken.

Solange allerdings der Anschlussinhaber für Fehlverhalten der Nutzers haften muss, traut sich keiner offiziell an öffentliches WLAN ran. Inzwischen sind selbst die Kommunen dankbar, wenn trotzdem jemand die Verantwortung übernimmt. Zum Beispiel einer der Freifunk-Vereine. Die Freifunker umgehen die Haftungsfrage mit einem legalen Trick. Sie schicken die Daten aus der Flüchtlingsunterkunft über einen VPN-Tunnel an einen Provider und erst von dort aus ins Netz. Juristisch ist das leider oft die einzige Lösung (die freilich auch auf der Kippe steht).

Bundesweit bietet Freifunk offene Netze für Flüchtlinge an. Bis vor einem Jahr gab es auch in der Asylbewerberunterkunft in Zirndorf Freifunk-WLAN (Bild). Während dieses Angebot mittlerweile eingestellt werden musste, hat Freifunk Franken mittlerweile eine Reihe andere Projekte am Laufen. Zu diesen Aktivitäten habe ich Alexander Wunschik von Freifunk Franken ein paar Fragen gestellt. weiter lesen

Karstadt: Es ist ein Jammer!

karstadt
Es kann ja auch für Journalisten manchmal nicht verkehrt sein, die Nachrichtenlage mit eigenem Erleben zu konfrontieren. Und weil mir gerade das Druckerpapier ausgegangen war, dachte ich mir heute, geh doch mal zu Karstadt, dem geht es gerade nicht gut, der kann den Umsatz brauchen.

Derart konsumwillig eingestimmt, stolperte ich schon am Eingang über reduzierte Herrenschuhe (möglicherweise aus den Lagerbeständen von “Fashion Hero”). Kann man vielleicht zuschlagen. Aber schon an der Schuhgrößenangaben scheiterte ich. Da waren nur die amerikanischen Größen angegeben und weit und breit keine Umrechnungstabelle. Wahrscheinlich ist das die Globalisierung und die Neuorientierung auf ein internationales Publikum. Ich ließ also das mit den Schuhen, zumal auch das eventuell hilfreiche Personal mit der Umsetzung neuer Konzepte (Karstadt 2018?) beschäftigt war und sich nicht um profane Schuhgrößenprobleme kümmern konnte. weiter lesen

Vipmail 13

vipmailduerrDraußen ist es nicht bloß heiß, es klafft auch ein Sommerloch. Nichtsdestotrotz erscheint aber auch diese Woche wieder eine Vipmail. Im Sommer gibt es nämlich aus Franken fast noch abstrusere Dinge zu berichten als das restliche Jahr über. Die Themen sind diesmal der fehlende Regen, eine Negativsauna, die Alternativlosigkeit im Verkehrswesen, der Niedergang der Modelleisenbahn (nur Horst Seehofer scheint noch eine zu haben) sowie eine romantische Einrichtung in Hollfeld, welches übrigens bei Bayreuth liegt

Hier gibts den Newsletter zum Nachlesen und hier kann man ihn abonnieren.

Vipmail 12

vipmailfcnDie 12.Ausgabe der Vipmail wurde gerade verschickt. Wie immer ist sie gefüllt mit Wichtigem und Bemerkenswerten aus Franken. Diesmal geht es um das “Raststättengate” und einen einst ruhmreichen Fußballclub, um den Erikativ, der jetzt ein Zuhause gefunden hat, um Hollywood in Bamberg, um einen Nürnberger Griff ins Klo und die Frankenalb, die umbenannt und irgendwie outdoor wurde.

Hier gibts die Vipmail zum Nachlesen und hier kann der wöchentliche Newsletter abonniert werden.