Vipmail 88

Gerade ging sie raus, die 88. Vipmail. Im aktuellen Newsletter aus Franken geht es in dieser Woche um bedrohte Wackelbauten, um den Mangel an qualifiziertem Personal, um wilde Schwarzkittel, um den Background medial überpräsenter Fachleute, um ein an der Basis bröckelndes Reformatorengedenken und um die Plage mit dem Kastenwesen.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Künftige Newsletter könnt ihr weiterhin via Blog lesen. Ihr könnt sie jedoch auch einfach abonnieren und zwar über diesen Link.

Nord-Süd-Konflikt in der Nürnberger AfD

Im rechten Lager scheint es kein Limit für Abstrusitäten zu geben. „Sophie Scholl würde AfD wählen“, hieß es da am vergangenen Wochenende. Der Beitrag mit dem Scholl-Zitat (siehe nebenstehendes Bild) und der genannten Folgerung wurde freilich nicht von einem durchgeknallten Hasskommentator gepostet, sondern von der AfD-Nürnberg-Süd/Schwabach.

Der AfD-Account (mittlerweile ist die nach eigenem Impressum „offizielle Seite des AfD-Kreisverbandes Nürnberg Süd/Schwabach“ offline wieder online) hatte zwar nur ca. 300 Likes. Das Bild verbreitete sich dennoch rasend schnell. Mehr als 1000 Mal wurde es bei Facebook geteilt. Die Zahl der Kommentare ist mittlerweile drei Mal so hoch. Unter diesen sind allerdings viele, die den Beitrag als „bodenlos“ und als „Frechheit“ bezeichnen. Manche, wie etwa der Comedian Kurt Krömer, gaben sich sogar etwas mehr Mühe, der AfD zu erklären, warum der Beitrag unmöglich ist:
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Vipmail 87

Erneut ist wieder eine Vipmail erschienen. Diesmal die 87. Ausgabe. Im wöchentlichen Newsletter aus Franken geht es um nur scheinbar obsolete Fähigkeiten, um Pest oder Cholera, um die Klickträchtigkeit von Lebensmittelzusätzen, um das Hallenbad-Syndrom, um den nicht vollständig trüben fränkischen Fußballhimmel und um die Langsamkeit von Erkenntnisprozessen.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Und, ja: Einen Newsletter kann man auch abonnieren. Wer diesen ungewöhnlichen Schritt gehen möchte, dem empfehle ich diesen Link.

Der VGN plant weiter mit Papier

Leute wie Alexander Dobrindt würden wir gerne dafür bezahlen, dass sie nichts tun. Da muss man sich nur sein Primärprojekt Pkw-Maut anschauen. Nun hat er sich was Neues ausgedacht: den papierlosen Nahverkehr. Ab 2019 soll es demnach deutschlandweit im öffentlichen Nahverkehr keine Fahrscheine mehr geben. Was ist an diesen Plänen dran und müssen wir Nahverkehrsnutzer im Verbundraum bald auf unsere, jährlich teurer werdenden Papiertickets verzichten? Ich fragte mal bei unserem regionalen Betreiber, respektive der Nürnberger VAG-Sprecherin Elisabeth Seitzinger, nach (wem das zu viel Text ist, der lese die Kurzzusammenfassung am Ende).

Was halten Sie von den Plänen, deutschlandweit einheitliche eTickets für den Nahverkehr einzuführen?

Wir begrüßen diese Initiative grundsätzlich. Es führt zweifellos kein Weg am Ausbau der digitalen Vertriebswege vorbei, weil es den Wünschen und Gewohnheiten vor allem, der mobilen Bevölkerungsgruppen entspricht. Und das ist künftig auch Stand der Technik. Insofern begrüßen wir die – leider nur begrenzte – Bereitschaft, diesen Ausbau zu fördern. 

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Vipmail 86

Die 86. Vipmail ist gerade rausgegangen. Gleichzeitig ist das die erste im Jahr 2017.

Im wöchentlichen Newsletter aus Franken geht es diesmal um säumige Winterdienste, um einen, der mit 50 an die Wand gefahren ist, um Anti-Exit-Strategien deutscher Gerichte, um digitales Spucken, um ein beliebtes Möbelstück von Kaufland und um Rohstoffverschwendung.

Nachlesen könnt ihr das alles – wie immer – auch über den hier platzierten Link. Ihr dürft den Newsletter aber auch gerne hier abonnieren und zwar ohne großen Aufwand, kostenlos und mit einfacher Exit-Strategie.

Aus dem Reich der „Volkspädagogen“

In den Jahresrückblick hat das nicht mehr reingepasst. Deswegen erinnere ich aus aktuellem Anlass extra noch einmal an einen Blogbeitrag, den ich hier vor genau zwei Jahren verfasst habe. Es drehte sich damals um den Lügenpresse-Vorwurf anlässlich eines Werbeplakats des Kopp-Verlags für das Buch „Gekaufte Journalisten“ (Bild). Der gleiche Verlag bewirbt gerade ein Buch des gleichen Autors auf die gleiche Art: auf Plakatwänden dort, wo Land- und Speckgürtelbewohner billig einkaufen. Und da geht es wieder vor allem gegen uns Journalisten, wenn da groß drüber steht: „Lassen Sie sich von den Mainstream-Medien nicht vorschreiben, was Sie zu denken haben.“ Lidl hat allerdings explizit wegen des Buchtitels „Volkspädagogen“ reagiert und das Plakat nach einer Beschwerde umgehend entfernen lassen.

Reaktionen gab es in den vergangenen zwei Jahren allerdings auch bei uns, den angeblichen „Volkspädagogen“. Vielleicht nicht so stark, wie manche sich das gewünscht hätten. Vielleicht auch individuell unterschiedlich. Die Kritik von Rechts spielte dabei allerdings eine eher untergeordnete Rolle. Zwar gibt es so etwas wie eine Zeitungskrise, die hat jedoch weniger damit zu tun, dass falsch oder einseitig berichtet würde. Hauptgründe sind Digitalisierung und geändertes Mediennutzungsverhalten. Im Vergleich zur Lautstärke der „Lügenpresse“-Sprechchöre waren die daraus resultierenden Abbestellungen auch eher gering. Vielmehr ist das Feedback, das der Journalist inzwischen durchs Netz direkter und massiver erhält, natürlich auch Anlass, sich und seine Arbeit in Frage zu stellen (wobei da ein freundlicher oder zumindest sachlicher Ton auf jeden Fall zielführender ist).
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Vipmail 85

Das alte Jahr ist fast rum. Flugs wurde noch die letzte 2016er-Vipmail verschickt.

In der 85. Ausgabe des fränkischen Newsletters geht es um Political Correctness bei Weißstörchen, um Wahrnehmungsprobleme bei Verkehrsbetrieben, um die Bekämpfung des Etikettenschwindels, um unterlassene Hilfeleistungen, um vielsagende Schreibfehler und um einen unfreiwilligen Weihnachtsmann.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Wer den Newsletter abonnieren will, der ist hier richtig.

Das Jahr 2016 im Vipraum


Im klimatisierten Vip-Raum sieht die Welt oft etwas anders aus als unten auf dem Platz. Filterblase nennt man das wohl. In der Zusammenschau der verschiedenen Filterblasen lässt sich dann aber doch irgendwie der Wahrheit näher kommen. Deswegen jetzt, wie üblich, der jahresendliche Rückblick auf den Vipraum, auf zwölf Monate Bloggen aus dem Umfeld einer Lokalzeitung, auf eine Publikationsform, die im Verlagsgebäude noch eine Randexistenz führt, allerdings auch nicht mehr ganz Neuland ist, schließlich betreibe ich den Vipraum schon seit mehr als neun Jahren. Nach so langer Zeit wird dann sogar der Bayerische Rundfunk aufmerksam und macht eine kleine Sendung.

Spätestens wenn ein BR-Reporter vor einem steht, wird klar: Jetzt befindest du dich in der Konsolidierungsphase. Die – nach wie vor noch zu wichtig genommenen – Klickzahlen belegen die Konsolidierung ebenfalls. Da liest mittlerweile eine treue Gemeinde mit. Ausreißer nach unten gibt es nicht mehr. Selbst die Teaser zum Vipmailmittlerweile ins dritte Jahr gehenden Newsletter aus Franken finden regelmäßige Abnehmer. Wobei das wahrscheinlich jene sind, denen die Newsletterflut schon seit längerem auf den Senkel geht und die die Aufreger aus Franken lieber speicherneutral via Blog verfolgen.
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Vipmail 84

Gerade wurde die letzte Vipmail vor Weihnachten verschickt. In der 84. Ausgabe des Newsletters aus und über Franken geht es um aktuelle Bedrohungslagen, um fehlende Fakten (gerne auch post), um Abgedriftete mit christlichem Background, um verräterische Hundenamen, um Stellvertreter-Artikel und um archaische Formen der Eheanbahnung.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Wer den Newsletter abonnieren will, der möge bitte hier drauf klicken und den Anweisungen Folge leisten.

Werbung: Neutral, das war einmal

Auch wir Journalisten blenden gerne aus, wo unser Geld für Gehalt und Honorare herkommt. Die Werbung in den Druckerzeugnissen (rückläufig) und auf den Webseiten (antsteigend) nehmen wir selten bewusst wahr. Werbung ist neutral. Die machen damit Geld und wir machen Aufklärung.

Die Wirklichkeit ist eine andere. Gerade wurde das an der Aktion „Kein Geld für Rechts“ deutlich. Wobei die Aktion eher durch die Reaktion bekannt wurde. Durch die Breitseiten, mit denen Henryk M. Broder, Roland Tichy und ihnen nahe stehende, etwas weniger bekannte Autoren seit Tagen dagegen anschrieben. Sie befürchten nämlich, dass ihnen eventuell der Geldhahn abgedreht wird. Und mit ihnen betroffen ist angeblich „die Hälfte der Gesellschaft“. Nun ja!
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