Die Quelle und der Mangel an Phantasie

wimmel
Neues und Nürnberg, da passen leider nur die Anfangsbuchstaben zusammen. Immerhin gibt es Leute, die wenigstens Neues denken. Auch in Nürnberg. Allerdings: Es hapert an der Vermittlung und demzufolge auch an der Unterstützung.

Beispiel: Quelle. Da hätte die Stadt eine Riesenchance gehabt, um Kreativen, Künstlern und allen möglichen Projekten ein Zentrum zu geben. Stattdessen wurde das Areal kleinmütig an einen Investor verhökert. Der tut sich mittlerweile allerdings schwer, sein Vorhaben umzusetzen. Der Partner und der Hauptmieter sind abgesprungen. Wie es weitergehen soll, weiß keiner so genau (auch im Stadtplanungsausschuss letzte Woche herrschte Ratlosigkeit). Wahrscheinlich dräut nun erst einmal der Leerstand, zumal Sonae Sierra über genug Rücklagen verfügt, so etwas zu verkraften. Das wiederum will die Stadt möglichst verhindern. Deswegen trifft sich jetzt sogar OB Maly persönlich mit der Chefin von Sonae Sierra. weiter lesen

Vipmail 71

vipmpettenJa, ist denn heute schon Donnerstag? Nein, ist es nicht. Weil ich aber morgen verhindert bin, wird die Vipmail ausnahmsweise schon am Mittwoch ausgeliefert. In der 71. Ausgabe des Newsletters aus Franken geht es um imprägnierte Kunst, um die Missachtung von Gefühlen, um Heiner Stuhlfauth, um Geschichtenerfinder in den Sozialnetzwerken, um die Rückkehr des Jurameers, und um das freundliche Gesicht der Globalisierung.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Abonnieren könnt ihr den Newsletter auch und zwar über diesen Link. Nachdem mir einige Leute regelmäßig vorjammern, sie würden lieber keine Newsletter abonnieren, die Mailflut belaste sie so schon zu Genüge, reiche ich ein paar Tipps weiter, wie man dem Herr wird. Vielleicht springt dann ein Plätzchen für einen kleinen, bescheidenden Newsletter aus Franken raus.

Können Journalisten von der GEZ befreit werden?

RESSORT: HA Politik FOTO: HvD MOTIV: Im Zuge der stockenden Tarifverhandlungen sind Journalistinnen und Journalisten mehrerer süddeutscher Verlagshäuser nach Aufruf der beiden Gewerkschaften DJV und DJU/ver.di in den Warnstreik getreten. In Ulm wurde eine große Streikkundgebung veranstaltet, bei der unter anderem Redaktionsmitglieder der Süddeutschen Zeitung, der Nürnberger Nachrichten und ihrer Außenredaktionen und Heimatzeitungen vertreten waren, 28. Juni 2016 Es ist ein bisschen untergegangen, das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes. Wahrscheinlich wollte keiner Öl ins Feuer gießen. Den Öffentlich-Rechtlichen bläst eh schon der Wind ins Gesicht (gerade erst hier). Wenn nun auch noch jeder, dem sie in irgendeiner Form Konkurrenz machen, auf die Idee käme, die Zahlung der Rundfunkgebühr einzustellen, dann würde es richtig eng.

Moment? Wenn ich in Konkurrenz zum Bayerischen Rundfunk stehe, dann muss ich nicht zahlen? Ja! So heißt es zumindest in der Urteilsbegründung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes. In dem vorliegenden Fall wurde ein Zeitungsverlag (Münchner Merkur) von der Zahlung befreit, der Anteile an einem Privatradio (Charivari) besitzt.

In Konkurrenz zum Bayerischen Rundfunk stehen die Zeitungsverlage übrigens auch was die Verbreitung von News im Netz angeht. Und nicht nur die Verlage: Auch deren jeweiligen Mitarbeiter konkurrieren. Wer holt sich die Klicks und die damit verbundenen Einnahmen? Da wird mit nicht unharten Bandagen gekämpft und allem, was dazu gehört, schließlich schert sich das „Klickvieh“ herzlich wenig darum, wer eine Meldung aufgetan hat.
weiter lesen

Vipmail 70

vipmailsbachDie neue Vipmail ist raus. Inzwischen die 70. Ausgabe.

Im aktuellen Newsletter aus Franken geht es um das Böse, das auch in der ländlichen Idylle lauert, um einen für immer rätselhaft bleibenden Unfall, um die Einfalt der Medien, um das Abstraktionsvermögen der Unionswähler, um den Kampf der Tiere gegen die Spielsucht und um einen verhinderten Führer.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Abonnieren könnt ihr die Vipmail natürlich auch. Dazu bitte diesem Link folgen!

Erlebnisse am Arbeitsamt

MOTIV: Nürnberg:  Friedrich Luft,  VAG-Mitarbeiter, Stadtrat Nürnberg, für die extrem Rechte "Bürgerinitiative Ausländerstopp", BIA, Render bei  Kundgebung der Neonazi-Partei "Die Rechte" in Nürnberg  Dabei trug er seinen VAG-Dienstausweis offen an der Hose, so dass er für jedermann unschwer als VAG-Mitarbeiter zu erkennen war. (Außerdienstliches Verhalten des VAG-Mitarbeiters).  FOTO:  Rüdiger Löster  ist erreichbar unter  0160-5412036 ruediger@loester.net / gesp. 08/2016 Friedrich Luft sitzt für die NPD-Tarnorganisation „Bürgerintiative Ausländerstopp“ im Nürnberger Stadtrat. Bei der VAG arbeitete er als Straßenbahnfahrer. Inzwischen wurde ihm fristlos gekündigt. Da für sowas die falsche Gesinnung nicht ausreicht, mussten erst einmal ein paar Fakten her. Die hatte man neulich gefunden, als Luft auf einer Demo der „Rechten“ mit seinem sichtbar am Hosenbund baumelnden Dienstausweis zusätzlich demonstrierte, dass er seine ausländerfeindlichen Äußerungen als Mitarbeiter im öffentlichen Dienst tätigt.

Auf seiner Facebookseite stellt sich Luft jetzt als Opfer unlauterer Machenschaften dar. Drei Sozialdemokraten „aus der zweiten Reihe“ hätten mit der fristlosen Kündigung nur beweisen wollen, „was sie drauf haben“, schreibt Luft da und geht davon aus, dass die Kündigung vom Arbeitsgericht kassiert wird.
weiter lesen

Vipmail 69

vipmtomateDie aktuelle Vipmail ist gerade rausgegangen. Inzwischen die 69. Ausgabe.

Im fränkischen Newsletter geht es diesmal um große Koalitionen in der Natur, um eine neue Folge der Reihe „der Handel und das Internet“, um einen Weltwundernachbau, der noch stärker verfällt als das Original, um psychedelische Missgeschicke, um den Niedergang des Homo Sapiens und um eine verblasste Landarbeiter-Legende.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Die Vipmail dürft ihr gerne auch abonnieren. Dazu bitte hier entlang!

Mit Möbeln gegen die Mietpreisbremse

immowelt
Seit einem Jahr gilt auch für Nürnberg eine Mietpreisbremse. Das hat aber offenbar weniger zu preiswertem Wohnraum geführt, als vielmehr zu einer Zunahme an möbliert vermieteten Wohnungen. Nach einer von der Süddeutschen Zeitung in Auftrag gegebenen Erhebung beziehen sich in München 60 Prozent aller Wohnungsinserate auf möblierte Apartments, während es vor vier Jahren nur bei 35 Prozent waren. Die Vermieter können mit der Möblierung nämlich die Mietpreisbremse umgehen und deutlich mehr verlangen.

Für Nürnberg sind solche Zahlen schwierig zu bekommen. weiter lesen

Vipmail 68

vipmweinDer fränkische Newsletter ging gerade raus. Inzwischen sind wir bei der 68. Ausgabe angelangt.

In der aktuellen Vipmail geht es um Weingläser mit Gleisanschluss, um Neonazis im Führerstand, um die Folgen des Klickpopulismus, um Aufstiegsmöglichkeiten für Gangsterrapper, um Heilsbringer mit zweifelhaftem Lebenslauf und um den drohenden Niedergang unserer Bierkultur.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Wer den Newsletter abonnieren will, der ist hier richtig.

Fränkisches Bier jetzt auch für Weicheier

schanzenb
Während die einen im Nachgang zum Reinheitsgebots-Jubiläum noch der Bierromantik frönen, ist inzwischen bei den regionalen Brauereien ein ganz anderer Trend zu spüren: der zur kleinen Flasche. Heinecken, Becks oder Jever hat man auch früher schon in 0,33er-Flaschen kredenzt bekommen. Plötzlich werden in hiesigen Lokalen aber auch die sympathischeren Biere aus fränkischen Kleinbrauereien in solchen Flaschen serviert.

Billiger sind die Kleinen oft nur unerheblich. Insofern bedeutet das für den Gast eine deutliche Preiserhöhung. Früher gab es da schon aus geringerem Anlass einen Aufstand. Der bleibt inzwischen jedoch aus. Ein bisschen die Servicekraft anmumpfeln, das war´s dann meistens. Wobei Kellner und Gastwirte da – zumindest mir gegenüber – relativ unterschiedlich argumentieren. Einer behauptete, seine Brauerei liefere nur noch 0,33er-Flaschen, ein anderer hofft, so weniger Ärger mit alkoholisierten Gästen zu haben.

Grund genug, mal bei Christian Wagner vom Hotel- und Gaststättenverband nachzufragen. Er sieht die Entwicklung eher positiv. Die kleine Flasche, so Wagner, „macht das Bier salonfähig“. Dass das endlich auch die hiesigen Brauereien erkannt hätten, sei lobenswert. Manche (Grüner oder Hofmann) böten sogar 0,25er-Flaschen an. Wagner bezeichnet die als „Kinderbiere“ – aber nur wegen der Größe.

Er persönlich trinke ohnehin lieber drei 0,33-Biere als zwei 0,5er, weil das Bier dann frischer bleibe. Größere Biermengen glotzen einfach nur länger. Natürlich räumt Wagner ein, dass der Kunde dann unter dem Strich mehr zahlen müsse. Das liege aber weniger an der Preiskalkulation der Wirte, sondern daran, dass die kleine Flasche in der Herstellung nur unwesentlich billiger sei.

Laut Wagner gehe in den hiesigen Clubs, wo kleine Flaschen schon viel länger Normalität sind, die Tendenz wieder zum halben Liter. Und da wird es dann natürlich teurer.

Vipmail 67

vipstauKeine Atempause, Geschichten werden auch im August gemacht. Deswegen bekommt ihr auch diesen Donnerstag wieder euren wöchentlichen Report aus Franken.

In der aktuellen Vipmail geht es um unsere sommerliche Lieblingsbeschäftigung, um die Frage, ob auch die Sisha verboten gehört, um Übergriffe auf Ärzte und Pflegepersonal, um verzweifelte Polizisten in Unterfranken, um den richtigen Umgang mit spleenigem Führungspersonal und um Steine, die eventuell und irgendwann mal wackeln könnten.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Natürlich lässt sich so ein Newsletter auch abonnieren. Dazu bitte diesem Link folgen.