Vipmail 8

vipmailschmetterEs soll ja noch heißer werden, da habe ich die 8. Vipmail lieber heute schon abgeschickt. Die Themen diesmal sind: der Neustädter Tornado, der Altenheimbewohner, der sein Essen fotografierte, die Unterschiede zwischen Würzburg und Griechenland, eine kryptische Zeichensetzung in Bayreuth und die Gesinnungsfaschisten, deren Sprachrohr ich bin. Außerdem habe ich den Kampf gegen Ohrwürmer angetreten.

Nachlesen kann man den Newsletter hier. Zum Abonnieren geht es da entlang.

Warum in Nürnberg die Schlote nicht rauchen

kaminklDas Bild von der getarnten Mobilfunkantenne am Nürnberger Ölberg entwickelt sich gerade zum Renner in den sozialen Netzwerken. So also kaschiert man in Nürnberg die Moderne. Typisch, diese falschen Butzenscheibenromantiker…

Freilich: Das Foto hatte Quirin Offenberger schon vor rund einem Jahr von der Kaiserburg aus aufgenommen und bereits damals war es nicht neu, Mobilfunkantennen hinter Kaminattrappen zu verstecken. Ein Büro in Moosburg bietet Hauseigentümern längst derartige Lösungen an. Für Fürth gibt es sogar eine eigene Webseite, auf der versteckte Mobilfunkantennen öffentlich gemacht werden. Es wurden sogar schon Antennen in Kreuzform angeordnet und so “unauffällig” auf Kirchtürmen platziert.

Dass man die unter Ensembleschutz stehende Dachlandschaft der Sebalder Altstadt nicht mit unverblendeten Antennenrohren verschandelt sehen will, das räumt auch Gerhard Steinmann von der Nürnberger Bauordnungsbehörde ein. Allerdings wurde die in diesem Fall gar nicht gefragt. So lange die Höhe zehn Meter nicht übersteigt, ist keine Baugenehmigung erforderlich, erklärt er. Und so ein Plastikkamin falle in der Dachlandschaft eben auch kaum unangenehm auf. “Das machen die schon geschickt”, kommentiert das der Amtsleiter. Auch dem zuständigen Schornsteinfegermeister wäre da nichts aufgefallen. Martin Weidner: “Normalerweise gehe ich auf den Dachboden und schaue, was ich da finde.” Dank des Bildes hat er sich jetzt aber Notizen gemacht. “Nicht, dass jemand meint, er könne da einen Ofen anschließen.”
weiter lesen

Vipmail 7

vipmailschirmDie Vipmail, der Newsletter aus Franken, in dem ihr die wichtigsten Meldungen aus der Region noch einmal aufbereitet bzw. nachgereicht bekommt, ist erschienen. Inzwischen die siebte Version. Die Themen sind diesmal: Entschleunigung im Journalismus, der immer unendlicher werdende Frankenschnellweg, die Bayern, die Fürther Anwohner, das Reichsparteitagsgelände und die in Nürnberg angeblich grassierende Langeweile.

Hier gibt es den Newsletter zum Nachlesen. Wer ihn noch nicht abonniert hat: Hier entlang!

Der Post SV wehrt sich

Nuernberg, 08.09.2013 Fussball Bezirksliga,  Post Sv vs. SG Nuernberg , Weibliche Fans am Spielfeldrand Ressort:  Sport  Foto: Stefan Hippel
Wenn die Post streikt, gibt es auch Kollateralschäden. An manche denkt man gar nicht gleich. Zum Beispiel, dass sich verschiedene Nürnberger nun beim Post SV beschweren. SV klingt vielleicht nach “Service Verband” oder “Support Vollzug”. Jedenfalls sah man sich beim Post SV heute genötigt über Facebook folgenden Aufruf zu verbreiten:

Liebe Nürnberger Mitbürger,

wir möchten darauf hinweisen, dass der Post SV Nürnberg – einmal abgesehen von seinem Namen – nichts mit der Deutschen Post AG zu tun hat. Wir sind nicht zuständig für das Ausliefern Ihrer Post, sondern dafür, dass Sie sich sportlich betätigen, bewegen, gesund bleiben und miteinander aktiv sind. Sie können sich also die Zeit sparen und von Anrufen bzgl. Ihres Unmutes über den Streik der Post-Zusteller absehen. Sollten Sie Interesse an Nürnbergs größtem Sportangebot haben, so sind wir gerne jederzeit für Sie da. Hierzu ein Hinweis: wir bieten die Möglichkeit online Vereinsmitglied zu werden. Ganz ohne Papier und ganz ohne die Auswirkungen des Streiks.

Ihr Team des Post-Sportvereins Nürnberg

PS: Liebe Deutsche Post AG, liebe Post-Zusteller auf Nürnbergs Straßen (im Namen von ver.di), auch wir haben seit gut einer Woche keine Briefe mehr erhalten und das, obwohl wir den Namen der Post mit so vielen positiven Attributen durch Nürnberg tragen.

Anfügen muss man allerdings, dass der mittlerweile 18.500 Mitglieder zählende Sportverein 1926 erst mit Hilfe der Post zu seinem Vereinsgelände in Mögeldorf kam. Dafür kann man 89 Jahre später schon mal was einstecken.

Das nächste Jahrhundert wird fränkisch

elkarIm Zusammenhang mit der Quer-Sendung vom letzten Donnerstag stieß ich auf eine frühere Sendung des BR-Magazins (leider nicht mehr online), in der sich dieses mit Franken beschäftigt hatte. Bei der Gelegenheit kündigte der Historiker Professor Rainer Elkar an: “Das nächste Jahrhundert wird fränkisch.”

Das war 2007. Damals war der 1.FC Nürnberg gerade Pokalsieger geworden und Günther Beckstein noch Ministerpräsident. Eine Episode. Wir wissen, was folgte. Trotzdem wollte ich die Gelegenheit nutzen und einen dieser Experten, die uns immer so fachkundig durchs Leben begleiten, einmal mit seinem “Geschwätz von gestern” konfrontieren. Elkar ist inzwischen pensioniert und lebt in Nordrhein-Westfalen. Von da aus verfolgt er aber weiterhin das fränkische Geschehen und den Club, dem er (wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist) trotz allem noch die Treue hält.

Wie kam es zu dem Quer-Interview?

weiter lesen

Ned amol a gscheider Dunnel

quer
Ist Nürnberg nun verschlafen oder nicht? Nach der BR-Quer-Sendung kann man das auch nicht so richtig beantworten. Auf jeden Fall scheint Nürnberg irgendwie beinander zu sein. Also quer – und so passt Nürnberg schon mal gut zur Sendung.

Schuld an dieser Beinandrigkeit ist natürlich zuvorderst die SPD. Die regiert in Nürnberg seit dem Krieg. Mit einer kurzen Unterbrechung: Zwischen 1996 und 2002 stellte mit Ludwig Scholz die CSU den Oberbürgermeister. Vier Jahre vor dem Machtwechsel (der dann so richtig doch keiner war) hatte der Spiegel Nürnberg zur langweiligsten Großstadt Deutschlands gekürt. Der damalige SPD-OB Peter Schönlein sah sich offenbar in der Pflicht und versuchte mit allerlei Kurzweil wie Kulturmeilen oder Altstadtsperren den Negativtitel loszuwerden. Am Ende gewann jedoch nicht die Stadt, sondern Ludwig Scholz. Seitdem erstickt man bei der SPD alle Anwandlungen, Kurzweil zu schaffen, im Keim. Sowas hilft nur der CSU.

Die machte jetzt in Gestalt ihres Fraktionsvorsitzenden Sebastian Brehm einen neuerlichen Anlauf, den Machtwechsel vorzubereiten. Zum Verschlafenheitsvorwurf kam, das unterstrich Brehm in der Quer-Sendung: eine Vision, für die der Sozi bekanntlich zum Arzt geht. “I have a dream”, meinte Brehm sinngemäß. Und wovon träumt der CSU-Fraktionsvorsitzende? Davon:

YouTube Preview Image

weiter lesen

Vipmail 6

kirschenDie neue Vipmail, euer Newsletter aus Franken, ist gerade erschienen. Immer up-to-date, allzeit mitreden können. Das sind die Vorteile, die euch das Newsletter-Abo bietet. Und das auch noch gratis.

Diesmal geht es um die angebliche Blödheit der Fürther, um die Erlanger, die nicht nur das E mit dem Elfenbeinturm gemein haben, um ein freudiges Ereignis um nordöstlichen Franken, um ein paar Holzklötze, die das Sommerloch füllen und um die regionale Webszene, die größer ist als mancher denkt.

Nachlesen könnt ihr das hier. Zur Newsletter-Anmeldung geht es da lang.

Wie verschlafen ist Nürnberg?

Sommerempfang der Kreis Handwerker-Schaft; HWK für Mittelfranken. Präsident Heinrich Mosler, Sebastian Brehm, Dr. Michael Fraas, Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, Christian Vogel, usw    Foto: Hagen Gerullis 20120704
Heute komme ich zur Abwechslung mal mit einem TV-Tipp. Am Donnerstag, 18. Juni, 20.15 Uhr, präsentiert das BR-Magazin “Quer” (für die, die es nicht kennen: Das ist das wöchentliche 45-Minuten-Bollwerk gegen etwaige Staatsfunkvorwürfe) einen Beitrag über die Verschlafenheit Nürnbergs.

Grundlage dafür ist ein NZ-Interview mit dem Nürnberger CSU-Fraktionschef Sebastian Brehm (im Bild links bei einem Event kulminierend-urbaner Lebensfreude). Der beklagt, in Nürnberg fehle das Großstadtflair. Was mich damals schon verwundert hat. Denn in Großstädten schneidet die Union bei Wahlen zunehmend schlechter ab.

Quer kündigt den Beitrag so an:

Die langweiligste Großstadt in Deutschland? Der Spiegel verlieh diesen Titel vor Jahren an Nürnberg. Und trotz neuem Franken-Tatort ist die Franken-Metropole heute immer noch nicht die allergroßstädtischste unter den großen deutschen Städten. Der Club spielt nicht mehr in der ersten Liga und Drei-im-Weggla gehen im nachhaltigen 21. Jahrhundert wirklich nicht als hippes Gericht durch. Trotzdem hat die Kritik an ihrer Stadt die Nürnberger nie besonders hart getroffen. Doch jetzt will der CSU-Fraktionschef der Stadt ausgerechnet damit auffallen.

Dass ausgerechnet der Franken-Tatort hier als Beispiel für Urbanität herhalten muss, kann ich höchstens mit einer gewissen BR-Betriebsblindheit erklären. Ob zudem wieder die bekannte Münchner Arroganz aufschlägt, wird sich weisen. Vorab schon mal: Die Landeshauptstadt ist ebenfalls nicht Berlin und auch kein Hipness-Zentrum (gilt auch für die Weißwurst).

Aber auch das sind letztlich Gründe, sich Quer diesmal anzuschauen.

Das Nürnberger Durchschnittsgrün

johanniszwei
Im Nürnberger Stadtteil Johannis gibt es eine kleine Grünfläche, die so vor sich hinwuchert und eigentlich nicht der Rede wert wäre. Dank einer Anfrage der grünen Stadtratsfraktion wissen wir jetzt allerdings: Sie markiert einen Mittelpunkt. Die Pflege, so ließ die Stadtverwaltung die Grünen wissen, “entspricht dem durchschnittlichen Pflegezustand aller Begleitgrünflächen”.

Die Grünen verweisen zudem darauf, dass die Grünfläche ganz nahe am von Touristen frequentierten Johannisfriedhof liegt und bei denen daher ein ungutes Bild der Stadt hängen bleiben könnte. Insofern sei hier Durchschnitt eventuell zu wenig. weiter lesen

Vipmail 5

idefDie neue Vipmail, euer Newsletter aus Franken, ist erschienen.

In dieser Woche geht es um eine überflüssige Sendung des Bayerischen Rundfunks, die Zeitungskrise, den Besuch einer auch schon etwas älteren Dame aus Brüssel, verlorene Bildungs-Schäfchen, einen heruntergekommenen Bahnhof und um die zum Schnäppchenpreis verhökerte Quelle.

Nachlesen könnt ihr den lokalen Newsletter hier. Zum Abonnieren geht es hier entlang.