Vipmail 93

Gerade wurde sie abgeschickt, die Vipmail. Inzwischen schon die 93. Ausgabe. Im wöchentlichen Newsletter aus Franken geht es aktuell um den Niedergang der Bratwurst, um Sprengungen auf Schnäppchenbasis, um staatstragende Haustiere, um ungewöhnliche Entspannungsmethoden, um unser wirr gewordenes Schulsystem und um die Unbelehrbarkeit des Zwangsgebührenfernsehens.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Und wie immer auch noch der Hinweis auf die Abomöglichkeit, die einen Newsletter erst zum Newsletter macht.

Die Politik und der Gratis-Journalismus

Als Regierungsmitglied hat sich Kanzleramtsminister Peter Altmaier für die Einführung des Leistungsschutzrechts eingesetzt. Damit soll vor allem Google schon für das Zitieren kurzer Zeitungsbeiträge zur Kasse gebeten werden. Auf Twitter, wo er immerhin 138.000 Follower hat, zitiert Altmaier allerdings auch selbst gern; ohne irgendwas zu zahlen. Dass Journalismus Geld kosten soll, stößt dem nicht gerade darbenden Vertrauten der Kanzlerin sogar sauer auf. Bei der Washington Post, aus der er wg. Trump aktuell gerne zitiert, beschwerte sich der Minister jetzt auf Twitter:
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Privatradio: Einnahmen statt Talente


„Die Jugend nutzt Hörfunk gerade nicht im Internet, sondern hört Radio überwiegend über UKW“, das sagte der BR-Hörfunkdirektor als Begründung dafür, warum der BR-Klassik-Sender auf DAB+ verfrachtet wurde, um für den Jugendsender Puls Platz zu machen. So ganz hat sich die Einschätzung über technische Affinitäten von jungen und älteren Hörern offenbar nicht durchgesetzt. Auf den Privatradio-Frequenzen geht die BLM nämlich jetzt genau den umgekehrten Weg. Da wurde gerade beschlossen, neben dem Münchner Kanal des Ausbildungssenders AfK, auch dessen Erlanger Ableger ins irgendwie nicht richtig in die Gänge kommende Digitalradio abzuschieben. In Erlangen wird die UKW-Frequenz 106,2 MHz ab 1. September von egoFM bestritten.

„Neue Einnahmen statt neuer Talente“, so lautet das Fazit der afk-Leute. Im Privatradio regiert der Kommerz. Die letzten Feigenblätter scheinen auch noch zu fallen.

Sprachhilfe für die Bassd schos

Ist es schon ein Indiz für den Bayxit? In Bayern bemüht sich der Integrationsbeauftragte des Freistaats jedenfalls verstärkt darum, den Spracherwerb in die richtige Richtung zu lenken und versucht, Menschen mit Migrationshintergrund Bayrisch beizubringen. Da existieren einschlägige Vorbilder. An die will der Integrationsbeauftragte der bayerischen
Staatsregierung, Martin Neumeyer (Bild), mit seiner bairischen Sprachtafel offensichtlich anknüpfen:
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Vipmail 92

Donnerstag, ihr wisst es schon, ist Vipmail-Tag. Der Newsletter aus Franken dreht bereits die 92. Runde. Diesmal geht es um den Klimawandel, um anonyme Hater bei Facebook, um Faschingsmuffel und die fehlerhafte Verwendung des Allbegriffs, um gegenseitige Nazivorwürfe, um eine mögliche Ausnahmeregelung für den Bocksbeutel, um die Waffen der Frau, um einen wundertätigen Autofahrer und um einen pietätlosen Scheißer.

Nachzulesen ist das alles hier. Wer die Vipmail lieber ordentlich in seinem Mailfach platziert sehen möchte, dem lege ich diesen Link ans Herz.

Höcke steht nicht allein

Gerade poppt die Meldung auf, dass die AfD Bernd/Björn Höcke aus der Partei ausschließen will. Ob es soweit kommt, sei dahingestellt. Ähnliche Probleme mit dem ganz rechten Rand gibt es jedenfalls auch in Nürnberg. Hier befeuert die AfD-Direktkandidation Elena Roon gerade den ohnehin schwelenden Nord-Süd-Konflikt.

Gegenwärtig kursieren im Netz Hitlerbilder, die Roon in einem WhatsApp-Chat verbreitet hat. Die Überschrift lautet: „Vermisst seit 1945.“ Darunter steht: „Adolf, bitte melde Dich! Deutschland braucht Dich! Das Deutsche Volk!“ Außerdem ist ein weiteres Bild zu sehen, wo Hitler sich die Haare rauft und erklärt: „Islamisten…, die habe ich vergessen!“
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Vipmail 91

Gerade ging wieder die Vipmail raus. Die 91. Ausgabe des fränkischen Newsletters beschäftigt sich mit wundersamen Begebenheiten am Rande des Drogenmilieus, mit der Synergiekeule in Krisenzeiten, mit dem Hort der Unwahrheit, mit einem Unterfranken, an dem sich der US-Präsident ein Beispiel nehmen sollte, mit Schimpfwörtern, die ihr bislang noch nicht kanntet und mit einem gewichtigen Grund, weshalb wir möglichst bald das selbstfahrende Auto brauchen.

Nachzulesen ist das alles hier. Natürlich könnt ihr den Newsletter auch ordnungsgemäß und bequemst stornierbar abonnieren. Dazu einfach hier drauf klicken und den Anweisungen folgen.

Wenn Schüler in Uralttechnik investieren

Sollte man Schülern die Sütterlinschrift beibringen? Den Umgang mit Faxgeräten? Das Kleben von Tonbändern? Keine Frage: Das bringt nichts. Das braucht niemand. Jetzt nicht und in Zukunft schon gleich gar nicht.

Allerdings, auch Taschenrechner sind mittlerweile überflüssig. Entsprechende Apps sind auf den Handys teilweise schon vorinstalliert, teilweise kann man sie sich kostenlos herunterladen. Trotzdem müssen sich die Schüler (zahlen dürften aber wohl meistens die Eltern) die technisch überalterten Kleingeräte kaufen. Inzwischen sind die Schüler wohl auch der einzige Grund, warum die mehr als 100 Euro teuren Dinger von den beiden verbliebenen Anbietern Texas Instruments und Casio überhaupt noch vertrieben werden.
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Vipmail 90

Was, schon wieder Donnerstag? Zeit für den wöchentlichen Newsletter mit den wichtigsten, bemerkenswertesten, aber auch seltsamsten Meldungen aus Franken. In der aktuellen Vipmail geht es um Erschreckendes am Straßenrand, um die Tragödie im Gartenhaus, um ein fränkisches Giganten-Wettrennen, um Schleichwerbung für Medienunternehmen, um alte Hüte, mit denen der Bayerische Rundfunk hausieren geht, und um etwas ganz Fremdartiges: Freundlichkeit.

Nachlesen könnt ihr das alles wie immer hier. Ihr könnt euch den Newsletter aber auch – wie sich das gehört – ins Mailfach senden lassen. Zum Bestellen geht es hier entlang.

Wenn schon „miserabel“ draufsteht…

Am 1. März kommt das Musical „Les Miserables“ auf seiner Tournee auch in die Nürnberger Meistersingerhalle. Genauer gesagt handelt es sich allerdings nur um ein Musical, das irgendwie an „Les Miserables“ angelehnt ist. Das brachte viele Zuschauer früherer Tourneestationen einigermaßen auf die Palme. Beispielsweise in Bochum oder Wuppertal. Dort verließen viele Besucher vorzeitig den Saal und wollten ihr Geld wieder haben. Schnell wurde ihnen nämlich klar, dass es sich nicht um das Erfolgsmusical von Claude-Michel Schönberg und Alain Boublil handelte (wie etwa bei der oben abgebildeten Aufführung des Theaters Hof), sondern um eine Neuinszenierung der Deutschen Musical Company Köln, die sich zwar auch an Victor Hugos Romanvorlage anlehnt, aber nicht nur die Musik änderte, sondern den Stoff auch noch entpolitisierte. Wobei das Ensemble selber unschuldig ist und die Bewerbung „mit Sorge“ betrachtete.
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