Vipmail 59

vipmpostDie 59. Ausgabe der Vipmail ging gerade raus. Im wöchentlichen Newsletter aus Franken geht es diesmal um Unorte am Bahnhof, um kleingeistige Nationalismen auf kommunaler Ebene, um protestantische Arbeitsethik, um ein knallhartes Auswahlverfahren für Landtagsabgeordnete, um Herkunftsnachweise bei Biervertilgungsevents und um gravierende Folgen des Brexit für die Region.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Ohne großen Aufwand lässt sich die Vipmail auch abonnieren. Dazu bitte diesem Link folgen!

Kopieren verboten: Nürnbergs Mietenspiegel

mietensp
Wohnen in Nürnberg wird teurer. Das belegt der letzte Woche präsentierte neue Mietenspiegel. Dieser Mietenspiegel soll, so das städtische Amt für Wohnen, die Mietpreissituation „möglichst transparent machen“. Von Transparenz ist da in Nürnberg aber nicht viel zu sehen. Während andere Städte (hier zum Beispiel Berlin oder Hamburg) die ortsüblichen Vergleichsmieten für jeden zugänglich ins Netz stellen, gibt es den Nürnberger Mietenspiegel nur gegen eine Schutzgebühr von 2,50 Euro zuzüglich Versandkosten in gedruckter Form. Dafür bekommt man dann sechs DIN A4-Seiten. Und damit niemand auf die Idee kommt, die sechs Seiten mal schnell zu scannen und seinerseits ins Netz zu stellen, steht auf dem Deckblatt fett gedruckt die Warnung: Kopieren nicht gestattet!

„Das war eine politische Entscheidung“, begründet Werner Reißer vom Amt für Wohnen die Schutzgebühr und das umständliche Verfahren. Grund für den Stadtratsbeschluss sei damals (wann das war, weiß keiner mehr so genau) gewesen, dass die Hausbesitzer- und Mieterverbände durch Versand oder persönliche Abholung des Mietenspiegels Kundenbindung betreiben wollten.

Immerhin räumte Reißer aber ein, dass man inzwischen vielleicht doch einmal darüber nachdenken könnte, den Mietenspiegel im Internet zu veröffentlichen. Schon um jene Transparenz zu schaffen, die gegenwärtig eher noch eine hohle Floskel ist.


Nachtrag 28.Juni 2016:
Nach dem Motto: Was interessiert uns eure politische Entscheidung und unser Kopierverbot, stellt die Stadtverwaltung den Mietenspiegel hier kostenlos zum Download zur Verfügung. Dank an Titus Schüller und Bernhard Münzer (siehe Kommentar)!

Vipmail 58

vipmrosenGerade wurde die 58. Ausgabe der Vipmail verschickt. Im Newsletter aus Franken geht es diesmal um Kitschpostkarten, um den schwer beschädigten Wirtschaftsstandort Franken, um eine Unglückshäufung im Bausektor, um einen allzu sorglosen Beißer, um einen tödlichen Zigarettenstummel und um Nachbarschaftshilfe mit „Götzenbildern“.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Wer die Vipmail abonnieren will, folgt bitte diesem Link.

Gratis-WLAN: Jetzt wird Nürnberg ausgeleuchtet

hauptmarktLange hat es gedauert, jetzt tut sich endlich was mit offenem WLAN in Nürnberg. Zurzeit läuft dazu eine Ausschreibung der Stadt. Das Vergabeverfahren soll laut Matthias Latus vom Referat für allgemeine Verwaltung Mitte Juli abgeschlossen sein. Mehr darf er nicht sagen: „laufendes Verfahren!“

Erfahren habe ich davon auch nur über Umwege. In Berlin wurde nämlich am 1. Juni, rechtzeitig zur Fußball-EM, Gratis-WLAN eingerichtet. Anbieter ist die Firma ABL Social Federation – und die sitzt in Nürnberg. Für das Land Baden-Württemberg wird ABL Ähnliches realisieren. Da fragt man sich als Nürnberger, warum das am Firmenstandort bisher noch nicht geklappt hat, zumal die Berliner Verwaltung nicht gerade den Ruf genießt besonders schnell und entscheidungsfreudig zu sein (was sie übrigens auch beim WLAN wieder demonstrierte).
weiter lesen

Vipmail 57

VipmkoenigstDie Woche ist zwar noch nicht rum, aber die Vipmail richtet sich nach anderen Gesetzen. In dem Wochenrückblick, der im Gewand eines Newsletters daherkommt, geht es diesmal um folgende Themen: den rasanten kulturellen Aufschwung Nürnbergs (den allerdings nur die SZ mitbekommen hat), den Irrtum, dem Münchner Museumsmacher aufgesessen sind, vorschnelle Beschwichtigungsversuche, die das Gegenteil bewirken, die großen Schatten der EM, Obelix und den Zerwirkraum für Schwarzkittel und um hungrige Mäuse, die unser Nationalgefühl sabotieren

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Ihr könnt den Newsletter aber gerne auch abonnieren und müsst dafür hier nur eure Mailadresse eintragen und ein kleines Captcha-Rätsel lösen.

Fränkischer Troll wird Satiriker

Zum Themendienst-Bericht von Tobias Hanraths vom 8. Januar 2015: Genug getrollt: Mit der Blockieren-Funktion kann man nervige Menschen bei Facebook loswerden. Kontaktaufnahme ist dann nicht mehr möglich.  (Archivbild vom 18.12.2014/Die Veröffentlichung ist für dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.)  Foto: Andrea WarneckeWas treibt eigentlich Uwe Ostertag? Lange Zeit hatte sich der Ochsenfurter auch auf den Onlineseiten meines Arbeitgebers ausführlichst verbreitet. Dann ging er dazu über, überregionale Zeitungsportale mit seinen Kommentaren zuzuschütten. Bis er dann durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung als „der Troll“ deutschlandweite Berühmtheit erlangte.

Inzwischen hat „der Troll“ Probleme mit Leuten, die noch ein bisschen trolliger sind als er. Ostertag hat nämlich die Seiten gewechselt. Für das Contra-Magazin schreibt er alles Mögliche, unter anderem auch „Satiren“. Jetzt verfasste er eine über eine angebliche Stadtratssitzung in Nürnberg, in der beschlossen wurde, im Westbad eine Burkinipflicht einzuführen. Die Nürnberger AfD griff diese „Satire“ auf, angeblich auch deshalb, weil sie dort erwähnt wurde. Prompt lief die Empörungsmaschinerie an. Unter anderem hieß es da:
weiter lesen

Vipmail 56

vipmschneckUnd schon wieder ist es Donnerstag. Zeit für die Vipmail.

Im aktuellen Newsletter aus Franken (wobei der diesmal ausnahmsweise etwas Nürnberg-lastig geraten ist) geht es um Luftblasen in Redaktionstoiletten, um Mauern und ihre Folgen, um Gedächtnisverlust in der Politik, um Neiddebatten im Nahverkehr, um die Schwierigkeiten von Geldinstituten mit der modernen Technik, um Gewinnen durch Verlieren und um Fußballbildchen.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Wer den Newsletter abonnieren will, klickt sich bitte hier durch.

Selbstjustiz gegen die „Lügenpresse“

Liverpool and AC Milan supporters fight between them in central Athens Syntagma square during the UEFA Champions League final Liverpool vs AC Milan at the Olympic stadium in Athens, Greece, 23 May 2007. EPA/ALEXANDROS BELTES +++(c) dpa - Bildfunk+++
Bei uns wird die Pressefreiheit offiziell noch hoch gehalten. Dafür häufen sich inzwischen die Fälle von Selbstjustiz. In der letzten Woche wurde in Franken gleich über zwei Übergriffe auf Journalisten berichtet. Bei „Rock im Park“ ging ein Bauarbeiter auf eine Fotografin los:

fotogr
Der zweite Fall ereignete sich in Würzburg, wo ein Angeklagter den Gerichtsreporter bracchial attackierte.

Rumheulen muss man deswegen nicht. Schließlich wurde niemand ernsthaft verletzt. Dennoch: Diejenigen, die derzeit noch erfolglos neue Tarife für die Zeitungsjournalisten aushandeln, sollten vielleicht mal über Gefahrenzulagen und die Finanzierung von Selbstverteidigungskursen nachdenken. So richtig beschaulich ist das Journalistenleben offenbar nur noch in den Köpfen von ein paar Verlegern.

Vipmail 55

vipmkreuzbEs ist wieder so weit: Die Vipmail ist erschienen. Inzwischen in der 55. Ausgabe.

Im Newsletter aus Franken geht es diesmal um wegweisende Blechansammlungen, um einen alten Schlager von Dalida, um Leute, die es eigentlich besser wissen müssten, um die Steigerung von draußen, um eine Führungskraft, die selbst Hand anlegt, und um den rapiden Verfall unserer Sitten.

Nachlesen könnt ihr das alles hier. Zum Abonnieren der Vipmail bitte diesem Link folgen.

Mausrutschen gibt´s auch beim DFB

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (M) erklärt am 09.11.2015 im Anschluss an die Präsidiumssitzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main (Hessen) neben den DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch (l) und Reinhard Rauball seinen Rücktritt. Foto: Arne Dedert/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++Am Sonntag ist die DFB-Mannschaft im Augsburger Gewitterregen ausgerutscht. Doch auch DFB-Funktionären können Ausrutscher passieren. Mit einem solchen hat der DFB-Vizepräsident Rainer Koch (links im Bild) jetzt seine liebe Not.

Auf Kochs Facebookseite erschien plötzlich folgender Post:

koch

weiter lesen