In Franken leben zwar auch Frauen…

Partei_fDas große Muffensausen wird die CSU nicht bekommen, wenn sie an die neue Frankenpartei denkt. Die SPD hat ohnehin genug mit sich selber zu tun, die denkt überhaupt nicht….an andere Parteien. Ist ja auch noch eine Weile hin bis zu den nächsten Landtagswahlen, die erst im Herbst 2013 stattfinden werden. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum die, sonst eher unter den Einflüssen etablierter Parteien stehenden Medien so ausführlich über die Gründung der „Partei für Franken“ berichtet haben. Bis dahin wird man sich eh nicht mehr dran erinnern – und wenn doch, wird sich sicher ein Parteigänger finden, der irgendwo mal Nazigedankengut verbreitet oder der seine GEZ nicht bezahlt hat.

Ein paar Worte zu der neuen Partei will ich aber trotzdem verlieren und zwar, weil ich denke, dass deren Gründung auch eine Effekt des Abschneidens der Piratenpartei bei der Bundestagswahl war, und somit eine Beweis für die Behauptung: Man muss nicht unbedingt die Fünf-Prozent-Hürde knacken um politisch etwas zu erreichen. Die „Partei für Franken“ ist nämlich, genau wie die Piraten, erst einmal eine Ein-Thema-Partei (Benachteiligung Frankens). Zudem ist sie bislang ein reiner Männerverein (braucht man sich nur das Bild und die weitere Postenbesetzung bei der Gründungsversammlung in Bamberg ansehen). Sie gibt auch offen zu, dass sie gar nicht auf einen Einzug in den Landtag aus ist, sondern nur darauf, ihr Thema zu platzieren. So kann man sich es auch schenken, mit Quoten und Ähnlichem die weibliche Wählerschaft zu umgarnen.

Ein interessanter Gedanke übrigens, dass die Wähler zunehmend auf Themen hinweisen und weniger Repräsentanten küren wollen. Aber damit darf sich von mir aus gerne die Politikwissenschaft beschäftigen.

Um etwas Nachhaltigkeit in die Begleitung der neuen Partei zu bringen, haben wir einen Beitrag über sie angelegt – im Frankenwiki natürlich.

3 Kommentare in “In Franken leben zwar auch Frauen…

  1. Da stellt sich jetzt dem treuen Parteipiraten, woher das Märchen so kommt, man sei nur eine Ein-Themen-Partei.

    Noch mehr würde mich aber interessieren was der Autor so mein, das wir diese Behauptung bewiesen hätten: Man muss nicht unbedingt die Fünf-Prozent-Hürde knacken um politisch etwas zu erreichen.

    Meinen sie etwa die Augenwischerei im Koalitionsvertrag zum Thema innere Sicherheit oder gar zum Thema Bildung?

    Bei beiden Punkten hätte nie ein Pirat so einen Koalitionsvertrag unterschrieben. Geändert hat sich nichts, oder nur zum schlechteren.

    Nein nein, es zeigt sich da eher deutlich das die Piratenpartei immer noch notwendig ist, weil keine andere Partei ihre Ziele glaubwürdig vertritt.

    Wie das mit der Frankenpartei ist? Gute Frage, ich wünsche ihnen mal viel Erfolg. Allerdings wird sie einsehen müssen, das man Politik eben am besten ändern kann wenn man sie ernsthaft betreibt. Und dazu zählt in einer Demokratie seine Meinung in einem Landtag oder ähnliches zu vertreten.

  2. Ziemlich treffende Analyse. Allerdings gab es schon seit Februar 2009 einen Vorbereitungskreis zur Parteigründung, noch weit vor der Europa- bzw. Bundestagswahl. Und das Thema Parteigründung einer Frankenpartei ist schon seit Jahren virulent, hat also mit dem Erfolgen der Piratenpartei nichts zu tun. Das zeitliche Zusammentreffen jetzt ist daher zufällig.

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