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Technologie im Zeichen der Burg

12. November 2009 von vip

nas-nz-2004-07-00033Es gehört wohl zum fränkischen Wesen, sich nicht allzusehr zu echauffieren, wenn einem Böses oder Gutes widerfährt. Deswegen dürfte es manchem wohl genauso verwunderlich erscheinen, dass in der Nürnberger Fußgängerzone nach der Quelle-Insolvenz überhaupt noch Kunden halbwegs fröhlich herumspazieren, wie, dass angesichts der Ankündigung von Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel (FDP) Nürnberg werde Technologiehochburg, niemand jubelnd durch die Karolinenstraße rennt.

Aber mit fränkischem Wesen allein darf man den mangelnden Jubel wohl nicht allein erklären. Denn reden kann eine solche Staatssekretärin ja viel. Ob da noch Taten folgen, wenn ja welche und woher irgendwie geartete Zuschüsse kommen sollen, das weiß noch keiner. Im Augenblick haben wir nur den Begriff und der macht nicht allzuviel Hoffung.

Auswärtige denken bei Nürnberg meistens an den alten Versicherungssologan “Im Zeichen der Burg”. Insofern scheint Frau Hessel ziemlich auswärtig zu sein. Der Begriff “Hochburg” ist in Nürnberg zudem mit dem Adjektiv rot verbunden. Was jedoch aus der “roten Hochburg” geworden ist, das wissen wir: an die erinnert höchstens noch ein altes Gebäude am Bahndamm und ein neues Denkmal am Willy-Brandt-Platz.

Wenn man sich bei der Mittelvergabe, bitteschön, etwas mehr Gedanken machen könnte als bei der Begriffsfindung, dann wäre das sehr schön. Nürnberg hätte nämlich durchaus Potenzial, man müsste es nur mal entsprechend abrufen.

Veröffentlicht in Nürnberg, Politik/Kommunalpolitik | 2 Kommentare

2 Kommentare zu “Technologie im Zeichen der Burg”

  1. am 12. November 2009 um 4:59 pm1Winston Chillchurch

    Oh, gehts jetzt in Nürnberg auch los mit dem Strukturwandel? Wird ja auch langsam Zeit….

  2. am 13. November 2009 um 2:18 pm2toni

    Warum nur fällt mir bei dem Ausspruch: “Wir werden den Strukturwandel aktiv begleiten” der Begriff Sterbehilfe ein? Na, man darf gespannt sein, ob hier wirklich mal was Innovatives passiert, statt den Konzernen Staatshilfen zu verabreichen, die dann auf Nimmerwiedersehen verschwunden sind. Wie wäre es mit neuen Förderungen von Kleinstunternehmen?!

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