Street View soll doch noch gekippt werden
26. November 2009 von vip
Obwohl das Nürnberger Rechtsamt inzwischen signalisert hat, gegen Google Street View nichts unternehmen zu wollen, lassen die Grünen nicht locker. Am 2. Dezember wollen sie das Thema noch einmal im zuständigen Stadtratsausschuss behandeln. Grund dafür ist ein im Auftrag des Donaukuriers erstelltes Gutachten, das zu dem Schluss kommt:
Ein Einsatz der Autos überschreitet höchstwahrscheinlich den in Artikel 14 des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes definierten Gemeingebrauch der Straße, weil diese im Rahmen dieser Tätigkeit nicht vorwiegend zum Verkehr, sondern zu anderen (fotografisch-gewerblichen Zwecken) benutzt wird.
Zudem, heißt es in dem Gutachten weiter, beeinträchtige Google “zigtausende Persönlichkeitsrechte”.
Der Grünen-Stadtrat Achim Mletzko will daher, dass sich die Stadt Nürnberg “eindeutig kritisch zu Google Street View positioniert”.
Dies hat der Rother Landrat Herbert Eckstein (SPD) mittlerweile schon getan. In einem Interview verweist er unter anderem darauf, dass Einbrecher mit Hilfe der Street View-Bilder die Situation ausspionieren könnten oder jemand dabei beobachtet werden könnte, wie er aus einer Psychotherapie-Praxis rauskommt.
8 Kommentare zu “Street View soll doch noch gekippt werden”


Ich weiß ja wirklich nicht, warum alle wegen Streetview so eine Panik schieben. Das Einbrecher Streetview nutzen, kann ja möglich sein, dann kann man aber auch gleich die Stadtpläne verbieten.
Und jemanden beobachtet, der aus der Psychopraxis kommt? Wie das den? Google fährt da einmal alle Schaltjahre vorbei und die grünen tun so, als würde Google da eine Überwachungskamera anbringen. Und selbst wenn man mal jemanden vor einer peinlichen Kulisse filmt: Was solls!
Der Nutzen von Streetview wird überhaupt nicht gewürdigt. Man kann die Strecke mal vorher geistig abfahren, sehen in was für einer Gegend man ist. Das finde ich schon interessant.
Wenn die Grünen sich umbedingt mit Google anlegen wollen, sollten Sie lieber fordern, dass Google nicht so viele persönliche Daten sammeln soll. Das finde ich ein viel größeres Problem.
Dass die Sammlung der Daten seitens Google ein großes Problem ist, bleibt unbestritten und da gibt es ja auch schon Initiativen, aber man muss doch sehen, dass Streetview erst am Anfang steht und da sollte man gleich einen Pflock reinhauen, bevor nämlich diese Datensammlung ebenfalls ins Uferlose geht!
Der Vergleich zu den Stadtplänen hinkt! Genau der Nutzen, den mein “Vorredner” für sich persönlich anführt, nämlich, dass bestimmte Strecken besser vorbereitet werden können, gilt natürlich ebenfalls z.B. für Leute mit kriminellen Energien! Ich möchte auch nicht, dass mein Haus und meine Umgebung jederzeit für jeden in der Welt abrufbar im Netz steht!
alle die, die sich über “street-view” aufregen, sollten sich mal die bilder von bing maps anschauen. hochauflösend und schön scharf! dagegen ist der blick über den gartenzaun von der strassenseite her geradezu lächerlich.
hier schnappen viele etwas auf und wissen eigentlich nicht, wovon sie reden. wenn schon das problem der “bilder im netz” diskutiert wird, dann bitte richtig.
Typisch Deutsch, auf der einen Seite Bluttests bei Einstellungen beim NDR -freilich OHNE kritische Kommentare, wenn aber Google eine pfiffige und innovative Idee stemmt, schreien die spiessigen Alt-68-er auf. Am besten gleich sämtliche Bücher, Strassenkarten , Navisysteme, Einwohnermeldeämter, Ordnungsämter etc. etc. verbieten. Eine der grössten Datenkraken weltweit ist die deutsche Bürokratie, einschliesslich der SPD-Hochburg Nürnberg. Aber das wird tunlichst von den Herren und Damen der Entrüstungsparteien verschwiegen. GO GOOGLE !
Da kann man ja sofort alles verbieten (Strassenkarten, Navis, etc)
Und wie sieht es mit den ganzen Webkamers aus, die überall Live ins Netz übertragen ?
Man kann da ein große Chance für eine Stadt wegwerfen, Stichwort: Touristen, Touristeninformation.
Ich denk Nürnberg hat da doch einiges zubieten, genau wie andere Städte und Regionen.
Meine Meinung dazu,
der Tourismus kommt durch StreetView erst richtig in Gang, es gibt schon so viele Bilder im Netz,! Nur nicht in StreetView ?
Wer will sich denn alle profilieren, Die Datenschützer ? wo in Deutschland sowieso schon alles über jeden bekannt ist,
Provider, Polizei, Behörden, Krankenkassen usw.
Wer was zu verheimlichen hat, hat auch was zu verbergen, wie sein Haus, sein Auto, sein Boot, seinen Garten und jeder Bundesbürger kann auch ohne Kamera dran vorbeigehen
Hätten sich die Grünen beim Netzsperregesetz genauso stark eingesetzt, dann könnte ich das noch verstehen. So habe ich aber das Gefühl, die wollen nur den Staat alleine schnüffeln lassen und niemand anderes.
Na toll, “wer was zu verheimlichen hat, hat auch was zu verbergen”, lese ich da in dem Kommentar von Juegie. Super! Mit diesem Argument spielt man Scharfmachern im Innenministerium wunderbar in die HÄnde.
Wenn du deine Privatsphäre wahren willst, dann bist du potentieller Krimineller, soweit kommt’s noch!
Es sollte NIEMAND schnüffeln, diablo!Ob man Touristen-highlights abfilmt oder nach und nach praktisch jede Straße ist ja wohl noch ein Unterschied!