Aus StreetView wird SleepView

So, ihr „Meine-Fassade-muss-privat-bleiben“-Aktivisten: Jetzt reden wir mal darüber, was vom Leben wirklich privat bleibt und was nicht. Aktueller Anlass ist die neue GEZ-Richtlinie, die ja alles einfacher machen soll, die Schnüffler in die Arbeitslosigkeit kickt und trotzdem den Öffentlich-Rechtlichen genug Einnahmen sichert, um Florian Silbereisen und Karl Moik weiter beschäftigen können.

Nur, so einfach ist das alles nicht mit der Formel „1 Haushalt = 1 Gebühr“. Manche haben nämlich noch ein Atelier, eine Absteige am Arbeitsplatz, eine Blockhütte, eine Ferienwohnung oder so was. Und da dräut nun das, was ich schon bei der Zweitwohnungssteuer seit längerem kritisiere: Man muss den Ämtern offenlegen, wie man seine Domizile nutzt, wann man da schläft und wann dort….

Gleiches droht nun auch noch via Rundfunkgebühren (hier die neuen Ausführungsbestimmungen) bzw. durch die Rundfunkservicezentrale. Da wird dann nämlich für die zweite Wohnung ebenfalls was kassiert. Zwar nur ein Drittel des Betrages, aber es wird ein Vorgang kreiert, der einen in Nachweiszwang bringt. Zunächst wahrscheinlich nur dahingehend, ob man die Wohnung untervermietet. Aber nach den Erfahrungen mit der Zweitwohnungssteuer wird da schnell mehr draus. Vor allem dann, wenn dann noch gerichtlich erstrittene Zusatzbestimmungen hinzukommen.

Man braucht also die GEZ-Schnüffler gar nicht mehr. Das Schnüffeln findet künftig schon von Amts wegen statt.

Die so genannten Rundfunkgebührenbeauftragten, nur um das oben Gesagte nicht so negativ im Raum stehen zu lassen, haben übrigens längst eine neue Aufgabe gefunden: sie arbeiten nicht mehr für die GEZ, sondern für Sky.

1 Kommentar in “Aus StreetView wird SleepView

  1. Das ist wirklich das Hinterletzte, was die sich mit ihrer Schnüffelei erlauben und obendrein jedem die Zeit stehlen!
    Ich bin so sauer auf die ganzen Bürokratenärsche!

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