Die Privatisierungssünden von gestern

LUX_Im Gegensatz zum Internet vergisst der Mensch relativ schnell. Das ist mitunter gut so, mitunter aber auch bedauernswert, beispielsweise wenn es darum geht, Leuten ihren leider nicht nur Geschwätz gebliebenen, sondern Realität gewordenen Unsinn um die Ohren zu hauen.

Dies ist mir nach der Lektüre des Interviews mit Richard David Precht zur Überflüssigkeit des Privatfernsehens aufgefallen. Wobei da noch nicht einmal berücksichtigt wurde, wie die Privaten auch noch das letzte soziale Mäntelchen wegwerfen, wenn sie nur irgendwie die Gelegenheit dazu haben, wie jetzt mit dem Rückzug von RTL, RTL2, SuperRTL und VOX aus der Antennenübertragung im Großraum Nürnberg. Der Ausstieg dürfte übrigens kein regionales Unikum bleiben, sondern auch den anderen DVB-T-Nutzern in Deutschland dräuen. Offenbar sollen die Terrestriker nach und nach vergrämt werden, weil es dafür keine brauchbaren Bezahlmodelle gibt.

Diese Entwicklung war absehbar. Allen Bedenken zum Trotz gehörte seinerzeit übrigens auch Markus Söder zu den eifrigsten Verfechtern des Priivatfernsehens. Vielleicht ist das der Grund, warum er jetzt im Büßergewands herumläuft 😉

1 Kommentar in “Die Privatisierungssünden von gestern

  1. Der Precht sagt manchmal schon ganz brauchbare Sachen und lenkt den Blick auf andere Aspekte, trotzdem geht er mir langsam auf den Wecker, weil er wirklich überall seinen Senf dazu gibt. Der würde gut in eure diesbezügliche Rubrik passen.^^
    Und manchmal möchte man sowieso am liebsten alles vergessen …

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