Wahl lokal, live aus dem Marmorsaal

Wie haben die Nürnberger abgestimmt? Wer zieht direkt in den Bundestag ein? Was sagen die hiesigen Kandidaten und Parteienvertreter zum Wahlergebnis? Wer ertränkt seinen Frust in Tucher-Pils? Wer lässt Champagner auffahren? Diese Fragen werden hier wieder aktuell aus dem Marmorsaal des Gewerbemuseums, wo Presseclub und Wahlamt zur zentralen Wahlparty laden, beantwortet. Kurz vor 18 Uhr geht es mit dem Live-Bloggen los! Dranbleiben! In der rechten Spalte befindet sich übrigens der dpa-Wahlticker und hier der NZ-Ticker, so dass auch das große Ganze immer im Blick bleibt.

17.40 Uhr: Der Kreiswahlleiter Wolf Schäfer hat in den letzten Tagen zum Stress mit den beiden Wahlen auch noch Ärger wegen eines fehlenden L im Briefkopf . Bei den mittelfränkischen Wählerinnen und Wählern meldete er sich schriftlich flächendeckend als Kreiswahleiter. Eiter happens!

17.45 Uhr: Im Gegensatz zum Bund ist die Wahlbeteiligung in Bayern offenbar niedriger als bei der letzten Bundestagswahl. In Nürnberg waren es um 17.30 Uhr rund 66 Prozent. Manche haben sich wohl schon letzten Sonntag verausgabt.

17.55 Uhr: Zur Frage von Mimmi: Ja einer der Nürnberger AfD-Direktkandidaten ist auch hier (Marcel Pfeiffer, Nürnberg-Süd).

18 .03 Uhr: Prognose: Freude über die 4,5 % der FDP. verwunderung über die 4,8% der AfD und Unmut über das gute Abschneiden der Linken.

18.05 Uhr: Sebastian Brehm, OB-Kandidat der Nürnberger CSU, gibt schon sein erstes Rundfunkinterview. Freude übers eigene Abschneiden, aber nicht glücklich, dass es offenbar nicht mehr zu Schwarz-Gelb reicht.

18.10 Uhr: Grünen-Stadträtin Brigitte Wellhöfer hofft, dass AfD und FDP draußen bleiben.

18.15 Uhr: AfD-Kandidat Pfeiffer ist leicht enttäuscht, dass es jetzt noch eine Zitterpartie wird. Die „Stimmung auf der Straße“ sei sehr gut gewesen. Er habe viel Rückenwind gespürt und sei deshalb davon ausgegangen, die AfD schaffe die Fünf-Prozent-Hürde locker.

18.21 Uhr: Um Freude und Missfallen besser einschätzen zu können: Hier sind üblicherweise kaum Leute von der Linken. die FDPler trauen sich auch noch nicht raus.

18.24 Uhr: Erstes Nürnberger Ergebnis ist da. aus der Stadenstraße in Erlenstegen. CSU 65,1 %.

18.30 Uhr: Achim Mletzko von den Grünen ist frustriert. Veggieday und Pädophilidebatte hätten seiner Partei doch stark geschadet. Den Steuerreformer hätte man ihnen auch nicht abgenommen.

18.35 Uhr: Rechts im Blog gibts übrigens den Wahlticker der DPA. Ihr versäumt also nichts.

18.40 Uhr: Mit Andreas Neuner ist jetzt auch ein FDP-Mensch da. Er ist stinksauer auf Angela Merkel. Außerdem meint er, seine Partei habe ein „Marketingproblem“ gehabt.

18.45 Uhr: 20 von 429 Wahlbezirken sind ausgezählt: Tendenz: Gewinne für CSU, SPD und Sonstige. Bei letzteren sind es vor allem AfD und Piraten.

18.50 Uhr: Bei den Erststimmen liegt Dagmar Wöhrl im Norden bisher relativ deutlich vorn. Im Süden wird es zwischen Frieser und Burkert knapper.

18.52 Uhr: Rainer Brüderle behauptet, dies sei nicht das Ende der FDP. Hier sind viele anderer Meinung.

19.00 Uhr: 111 von 439 Wahlbezirken sind ausgezählt. Heute gehts flotter als vor einer Woche.

19.03 Uhr: In München sind erst 26 von 929 Stimmbezirken ausgezählt. Das freut den fitten Nürnberger Wahlamtsmitarbeiter.

19.08 Uhr: Nach dem jetzigen Stand hat die FDP in Nürnberg fast 8 Prozent verloren.

19.11 Uhr: SPD-Kandidat Martin Burkert: Keine Jubelstimmung, aber auch keine Enttäuschung. Das Ergebnis habe sich weitgehend abgezeichnet. Nur FDP und AfD haben ihn überrascht.

19.15 Uhr: Gabriela Heinrich, SPD-Kandidatin im Nürnberger Norden und Konkurrentin von Dagmar Wöhrl, ist erleichtert, dass der Wahlkampf vorbei ist. Sie habe viel gelernt. Jetzt hofft sie, dass es noch über die Liste reicht.

19.20 Uhr: Bei den Piraten ist die Bescheidenheit zurück gekehrt. Nach der Bayernwahl hatte Emanuel Kotzian nicht mehr ernsthaft mit einem Einzug in den Bundestag gerechnet. Jetzt freut er sich schon über einen zweiten Platz bei den Sonstigen.

19.27 Uhr: Die Luft ist langsam raus. bei den Direktmandaten liegen Dagmar Wöhrl und Michael Frieser von der CSU deutlich vorne. Nun fragt man sich hier, ob die beiden noch in den Presseclub kommen. Letzten Sonntag waren sie da. Aber das war vor der Bundestagswahl.

19.37 Uhr: Die CSU legt in Nürnberg um sechs Prozent zu.

19.45 Uhr:: Nach 346 Wahlbezirken schaut es bei den Zweitstimmen so aus: CSU 37, 7%, SPD 28,5, FDP 4,5, Grüne 9,9, Linke 6,8, AfD 4,8, Piraten 2,8, Freie Wähler 1,4, NPD 1,1.

19.55 Uhr: Die Reihen lichten sich. Angeblich sollen Wöhrl und Frieser noch kommen. Das Fernsehen ist allerdings schon weg.

19.59 Uhr: ich bin der letzte Journalist hier. Wenn die Direktkandidaten extra wegen mir kommen wollen, bitteschön! Lange warte ich aber nicht mehr 😉

20.05 Uhr:
Ok, ich wechsle jetzt in die Redaktion. Danke für das Interesse. Die Endergebnisse liefere ich im lLaufe des Abends nach.

20.20 Uhr: Wöhrl und Frieser, unsere Nürnberger Direktkandidaten, sind dann doch noch gekommen um den letzten Verbliebenen ihre Freude über den Wahlausgang kundzutun.

21.15 Uhr: In Nürnberg lag die Wahlbeteiligung bei 67,3 %, das liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 73 %.

21.20 Uhr: Bei den Erststimmen erzielte Dagmar Wöhrl (CSU) im Norden 39,3 %, Gabriela Heinrich (SPD) kam auf 31,7%. Im Süden holte sich Michael Frieser (CSU) mit 44,4 % das Direktmandat. Martin Burkert (SPD) erzielte 32,3 %.

21.25 Uhr: Eine Handvoll Nürnberger Bezirke fehlen noch. Am Ergebnis dürfte sich aber nicht mehr viel ändern. Es lautet: CSU 37,4%, SPD 28,2%, Grüne 10,4%, Linke 6,6%, FDP 4,7%.

21.40 Uhr: Hier gibts morgen das Endergebnis und die Analysen des Wahlamtes.

14 Kommentare in “Wahl lokal, live aus dem Marmorsaal

  1. Also hier im Landkreis ERH sagten mir die netten Herrn an der Urne, die Wahlbeteiligung sei höher als bei der Landtagswahl.
    Auf’m Land simmer halt fit! 😉

  2. Ich hoffe sehr, dass die AfD es in den BT schafft. Eine echte Opposition außer den Linken wäre doch begrüßenswert.
    Aber in den Medien der letzten Tage sind ja auch nur die Blockparteien aufgetaucht, das war nicht unbedingt fair.

  3. Tja, die FDP hat leider net bloß ein Marketingproplem gehabt. Wo waren die Inhalte?
    Und das gute Ergebnis der CDU/CSU? Den Leuten hier geht’s halt noch gut – die Betonung liegt auf „noch“ – wennst mich fragst.
    Und die SPD hat ja auch bloß Opposition „gespielt“, brauchen die sich also net zu wundern. Gleiches gilt für die Grünen. Was von Substanz kam da net werkli. Neue Ideen? Pippifax wie Veggieday und dazu noch Steuern obendrauf? – Na, werkli net!
    Ich hoffe ezad mal bloß, dass uns die unsägliche Europapolitik net um die Ohren fliegt.

  4. Jawoll! Die Nembercher sind halt subber! (Ich mein etz grad, was die Schnellichkeit betrifft^^)
    Basst scho!

  5. Also, wenn der Herr Burkert sich tatsächlich über das Abschneiden von FDP und AfD wundert, dann hört er wohl nicht unbedingt auf die Stimme des Wahlvolks außerhalb des SPD-Fanblocks!

  6. Doch scho so bald, die zwa Direktkandidadn? Na ja, die ham wahrscheins direkt mit irgendjemand anstoßen müssen. Oder vielleicht wollten se ja auch direkt bescheidn sein. Was direkt Neues hättmer wohl auch nimmer groß von denner erfahrn.

    • Der Maly wird sich da wohl zurückhalten. Er ist nämlich für die Nürnberger SPD das, was Merkel für die CDU ist. Ohne sind sie nichts.

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