Vorzeitiger Werbe-Erguss

Im Stadtgebiet hängen vereinzelt noch Plakaten von den Wahlen im letzten Jahr, da legt die SPD schon wieder los. Seit ein paar Tagen grüßt Ulrich Maly großformatig von den Plakatflächen und wirbt fürs Kreuzchen bei der Kommunalwahl. Erster! Sollen sich doch die anderen mit ihren popeligen Dreiecksständern an die Sechs-Wochen-Frist halten und sich gegenweitig die Aufmerksamkeit wegnehmen.

Für die kostenlose Parteiwerbung im Stadtgebiet gilt nämlich, dass erst sechs Wochen vor der Wahl Plakatständer aufgestellt werden dürfen. Da die Kommunalwahl am 16. März ist, dürfte also erst ab Februar geworben werden.

Wer aber Geld in die Hand nimmt und die Flächen der Stadtreklame mietet, für den gilt diese Regelung nicht. Der kann theoretisch das ganze Jahr über auf den Wähler einlächeln und behaupten, er mache, was Nürnberg bewegt.

Die 101 Maly-Plakate, die zurzeit in Nürnberg herumhängen, belegen also: Die Nürnberger SPD hat Geld. Und wer meint, sie habe einen Sonderpreis bei der Stadtreklame erhalten, den lässt Christian Vogel wissen, das sei mitnichten der Fall. „Die SPD zahlt den vollen Preis“, sagt Vogel. Und er muss es wissen. Schließlich ist er SPD-Vorsitzender und Geschäftsführer der Stadtreklame. Also Geber und Empfänger in Personalunion.

3 Kommentare in “Vorzeitiger Werbe-Erguss

  1. Und? Die CSU und SPD haben beide auch schon letztes Jahr Kommunalwahlkampf von der Plakatwand gemacht… Die SPD hatte dabei die wesentlich schöneren Motive.

    Ciao!
    Stefan

  2. Herr Brehm von der CSU hing schon letztes Jahr überall rum. Irgendeinen Vorteil muss eine große Partei mit ausreichend Geld ja haben gegenüber den kleineren Parteien.
    Wieviel der Spaß die SPD tatsächlich kostet, wäre allerdings in der Tat spannend.

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