Höcke steht nicht allein

Gerade poppt die Meldung auf, dass die AfD Bernd/Björn Höcke aus der Partei ausschließen will. Ob es soweit kommt, sei dahingestellt. Ähnliche Probleme mit dem ganz rechten Rand gibt es jedenfalls auch in Nürnberg. Hier befeuert die AfD-Direktkandidation Elena Roon gerade den ohnehin schwelenden Nord-Süd-Konflikt.

Gegenwärtig kursieren im Netz Hitlerbilder, die Roon in einem WhatsApp-Chat verbreitet hat. Die Überschrift lautet: „Vermisst seit 1945.“ Darunter steht: „Adolf, bitte melde Dich! Deutschland braucht Dich! Das Deutsche Volk!“ Außerdem ist ein weiteres Bild zu sehen, wo Hitler sich die Haare rauft und erklärt: „Islamisten…, die habe ich vergessen!“

Roon hat inzwischen behauptet, das alles „ohne böse Absicbt“ gepostet zu haben. Hitler wünsche sie sich „auf keinen Fall“ zurück. Außerdem distanziere sie sich von Rechtsextremismus und Antisemitismus. Deswegen sei sie auch aus der Bürgerinitiative „Sichere Heimat“ ausgetreten. Allerdings: Auch von Höcke kennt man das: erstmal raushauen und dann distanzieren.

…und noch ein alter Bekannter aus Nürnberg/Zirndorf fällt gerade wieder unangenehm auf.

Nachtrag: Die Bürgerinitiative „Sichere Heimat“ hat sich inzwischen ihrerseits von Roon ditanziert und auf Facebook gepostet:

Es ist unglaublich, was diese Frau sich überhaupt erlaubt! Wie Sie die Tatsachen umdreht. Wir distanzieren uns ausdrücklich von die Frau Roon und weisen Ihre Beschuldigungen:
„Ich distanziere mich von Rechtsextremismus und Antisemitismus“, schreibt Roon weiter. Deswegen sei sie auch im Juni 2016 aus der Bürgerinitiative „Sichere Heimat“ ausgetreten. Der Initiative war vorgeworfen worden, mit Rechtsextremen zu paktieren.“- in aller Schärfe zurück.
Sie war damals aus der Bürgerinitiative „Sichere Heimat“ gerade auch deswegen ausgeschlossen, weil Sie umstrittene Kontakte zur Rechtsscene hatte. Solche Bilder sind für uns absolut Tabu und geschmacklos.
Wir sind Deutschen aus Russland und werden uns niemals Rechts stellen.