Mein Feind, der Baum


Hier ist es die Nachverdichtung, dort die Sicherheit für die Autofahrer und woanders die ab einem bestimmten Stammumfang zuschlagende (in Nürnberg 80 cm) Baumschutzverordnung. Die Gründe, warum derzeit besonders exzessiv gefällt wird, sind vielfältig.

Dass im Winter manches Gehölz zufrückgeschnitten oder entfernt wird, ist an sich nichts Ungewöhnliches. Im Augenblick wird allerdings in Nürnberg und Umgebung in einer Weise abgeholzt, die nicht nur mir unangenehm auffällt.

Da wirkt der Baumschnitt in Lauf fast noch harmlos. Extremer ist da schon die Befreiung der A73 von lästigem Baumwuchs. Jedem, der dort in den letzten Wochen vorbeifuhr, fiel das rücksichtslose Fällen auf. Der Unmut wurde zwar auch mal medial aufgegriffen. Allerdings guckten die Kollegen nur auf den Rückschnitt im Fürther Stadtgebiet. Dort ließen die Baumfäller wenigstens noch eine Baumreihe stehen. Weiter in Richtung Erlangen wurde hingegen völlig tabula rasa gemacht. Am Autobahnkreuz Fürth/Erlangen ließen sie überhaupt keinen Baum mehr stehen


Alles weg ist halt immer dann eine Lösung, wenn Differenzierungen nur unnötige Kosten verursachen und den Einsatz von Fachpersonal notwendig machen.

Auch innerstädtisch wird ähnlich vorgegangen. Bäume stören halt beim – zugegebenermaßen notwendigen – Bau von neuen Wohnungen.

Anderswo in Franken wird schon über die Abschaffung der Baumschutzverordnung nachgedacht. Bäume scheinen nicht mehr in die Landschaft zu passen.

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