Wie User Nürnberg sehen

Das Spiegel-Jugendmagazin Bento hat gerade eine Städteanalyse anhand von Google-Suchanfragen erstellt. Nürnberg ist nicht dabei. Zu klein? Zu unbedeutend? Zu langweilig? Egal! Für euch bin ich in die Bresche gesprungen und habe das Versäumte nachgeholt.

Bekanntlich gibt es bei der Google-Suche eine Autocomplete-Funktion, die einem unnötiges Tippen ersparen soll. Dabei wird nach der Suchhäufigkeit vervollständigt. Über die Vorschläge erfährt man, was die Nutzer über einen Suchbegriff denken, womit sie ihn verbinden, welche Vorurteile darüber kursieren und welche Fragen am häufigsten auftauchen.

Bei Nürnberg präsentiert sich der Club am fragwürdigsten. Und natürlich der nach wie vor sperrige Begriff Metropolregion. Dazu die selbst von Einheimischen nicht befriedigend zu beantwortende Frage, warum das Nürnberger Christkind ein Mädchen ist.

Man muss freilich bei Nürnberg nicht allein nach dem Warum fragen. Es gibt auch noch andere W-Fragen. Nehmen wir mal „wie“. Da bewegt offenbar der Umstand, dass der oben schon erwähnte Nürnberger Club den Nationalspieler Jonas Hector angeblich bereits an der Angel hatte, dann aber ziehen ließ, weil keiner der FCN-Verantwortlichen Zeit für eine Vertragsunterzeichnung hatte. Interessant hört sich auch die Frage „Wie schmeckt Nürnberg?“ an. Leider bekommt man die Anwort nur im Real Life bei einer gleichnamigen Führung.

Ähnlich verhält es sich auch bei der Top-Wer-Frage. Da handelt es sich um eine vom KOMM-Bildungsbereich konzipierte Ausstellung.

Will man allerdings die Interessen des internationalen Publikums eruieren, empfiehlt sich die Eingabe des Begriffs „Nuremberg“. Da wird dann schnell klar, dass wir vor allem mit der Nazi-Historie, den Reichsparteitagen, den Nürnberger Gesetzen und den Nürnberger Prozessen, in Zusammenhang gebracht werden. Und mit der Frage, wie man schnell hin und wieder weg kommt.

Das wird übrigens auch bei der Eingabe „Nürnberg ist“ beziehungsweise „nuremberg is“ deutlich. Da wird einem ganz vorne „Nürnberg Istanbul“ offeriert.

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