Consors-Arena statt Morlock-Stadion?

Hach, waren das noch Zeiten als der Club Meisterfeiern veranstalten durfte und einen Weltmeister in seinen Reihen hatte. Der hielt zudem auch noch seinem Verein die Treue und versorgte nach seiner Karriere Nürnberg mit Tabakwaren und Lottozetteln. Damals war nicht nur unser Club noch wer, sondern auch Geld nicht alles.

Das hat sich mittlerweile geändert. Selbst Versuche, alte Fußballromantik wenigstens im Stadionnamen aufblitzen zu lassen, werden von der Finanzwelt gesteuert. In dem Fall von der Consorsbank. Dabei war es ebenfalls eine Bank, die bei den Fans den Wunsch reifen ließ, das Stadion nach Max Morlock und nicht nach deren Produkt (easyCredit) benennen zu wollen. weiter lesen

Freesteffen: Clubfans hadern mit ihrer Zeitung

ARCHIV - Hinter einem Gitter laufen am 21.11.2014 Gefängnisinsassen der Justizvollzugsanstalt in Stuttgart (Baden-Württemberg) über einen Gefängnishof. Foto: Daniel Naupold/dpa (zu lsw: «Schitzen statt sitzen" vom 29.03.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Zwischen uns Journalisten und der FCN-Community hängt gerade der Haussegen ein bisschen schief. Letztlich geht es um die Frage: Darf ich in den sozialen Netzwerken aus der Zeitung zitieren oder nicht.

Der Twitterer 2_Steffen versorgt seine Follower öfter mal mit mehr oder weniger knackigen Sätzen, die er in den örtlichen Zeitungen über den Club gefunden hat. Der eine (ich gehöre da auch dazu) stuft sowas als Appetitanreger ein, der andere als Geschäftsschädigung. Die NN-Sportkollegen tendieren offensichtlich zu letzterem und setzten folgenden Tweet ab:

nnsport

Schon entzündete sich jene Diskussion, die schon vom Leistungsschutzrecht bekannt ist, auch unter den Clubfans. Wobei es hier freilich nicht gegen einen Großkonzern wie Google geht, sondern gegen junge Freunde des lokalen Profifußballs.

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Markus und die Kleingeister

HeimatministeriumklFinanzuminister Markus Söder möchte nicht nur Ministerpräsident in Bayern werden. Er greift auch immer wieder in die Kommunalpolitik seiner Heimatstadt ein. Seine Masche ist dabei: Mit kleinen Geschenken die weitgehend immer noch SPD-dominierte Stadtverwaltung als ein Haufen unromantischer Kniefiesler dastehen lassen. So lief das etwa bei der „Frankenröhre“, die inzwischen auf EU-Gerichtsebene und Umweltverträglichkeitsprüfungs-Fragen abgedriftet ist. Auch beim Sandstrand am Wöhrder See bediente er fränkische Urlaubsträume, während SÖR auf der Gänsekacke sitzengeblieben ist. Beim Flughafen sonnt sich Söder als Namensgeber im Ruhm Dürers, andere durften sich derweil mit den roten Zahlen beschäftigen. Dazu passt auch das hier angesiedelte Heimatministerium: Schöne Fassade, ein paar Schlagzeilen, aber nichts dahinter.

Jetzt kommt der Finanzminister als Weihnachtsmann für die gebeutelten Clubfans daher. Er will deren Traum von einem Max-Morlock-Stadion erfüllen. weiter lesen

Vipmail 12

vipmailfcnDie 12.Ausgabe der Vipmail wurde gerade verschickt. Wie immer ist sie gefüllt mit Wichtigem und Bemerkenswerten aus Franken. Diesmal geht es um das „Raststättengate“ und einen einst ruhmreichen Fußballclub, um den Erikativ, der jetzt ein Zuhause gefunden hat, um Hollywood in Bamberg, um einen Nürnberger Griff ins Klo und die Frankenalb, die umbenannt und irgendwie outdoor wurde.

Hier gibts die Vipmail zum Nachlesen und hier kann der wöchentliche Newsletter abonniert werden.

Das nächste Jahrhundert wird fränkisch

elkarIm Zusammenhang mit der Quer-Sendung vom letzten Donnerstag stieß ich auf eine frühere Sendung des BR-Magazins (leider nicht mehr online), in der sich dieses mit Franken beschäftigt hatte. Bei der Gelegenheit kündigte der Historiker Professor Rainer Elkar an: „Das nächste Jahrhundert wird fränkisch.“

Das war 2007. Damals war der 1.FC Nürnberg gerade Pokalsieger geworden und Günther Beckstein noch Ministerpräsident. Eine Episode. Wir wissen, was folgte. Trotzdem wollte ich die Gelegenheit nutzen und einen dieser Experten, die uns immer so fachkundig durchs Leben begleiten, einmal mit seinem „Geschwätz von gestern“ konfrontieren. Elkar ist inzwischen pensioniert und lebt in Nordrhein-Westfalen. Von da aus verfolgt er aber weiterhin das fränkische Geschehen und den Club, dem er (wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist) trotz allem noch die Treue hält.

Wie kam es zu dem Quer-Interview?

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