Apr

18

2013

Der Baureferent lässt bloggen

Veröffentlicht von vip in der Kategorie Bloggen, Internetauftritt, N├╝rnberg | 1 Kommentar

Das Nürnberger Baureferat betritt Neuland. Es bloggt. Genauer gesagt: Es lässt bloggen. Beim städtebaulichen Wettbewerb Großreuth/Züricher Straße werden Unterlagen und Wettbewerbsausschreibung auf einer WordPress.com-Seite präsentiert.

Das Gute daran: Es kostet nichts und erweckt den Anschein von Bürgerbeteiligung. ÔÇ×Gerade bei Planungswettbewerben, die naturgemäß stark von Fachleuten dominiert werden, ist es wichtig, Verfahren und Ergebnisse transparent und frei verfügbar zu kommunizierenÔÇť, sagt Bau- und Planungsreferent Wolfgang Baumann. Insofern ist ein WordPress-Blog ja nachgerade ideal für eine sparsame Kommune, die sogar ihr Baureferat aus Kostengrünen auflösen möchte. Und zudem kann man es auch noch als modern und innovativ verkaufen.

Dass das Reinschaufeln von Verwaltungsunterlagen, die Anmeldefunktion, das spröde Deutsch und die wohl bei den meisten Betroffenen vorhandene Angst, sich als einsamer Kommentator zum Affen zu machen, eher kontraproduktiv sind: Geschenkt! An den herkömmlichen Planungsverfahren lässt sich auch herummäkeln.

Immerhin ist es mal ein erster Schritt und vielleicht gibts irgendwann zu einem Planungsverfahren (wie wäre es mit dem Frankenschnellweg?) einmal ein richtiges Blog und nicht nur eine WordPress-Webseite.

Feb

12

2012

Die Stadt und ihre makabre Fehlerseite

Veröffentlicht von vip in der Kategorie Internetauftritt, N├╝rnberg, Stadt N├╝rnberg | 2 Kommentare

Die Stadt Nürnberg und das Internet werden einfach keine Freunde. Es ist zwar beileibe nicht so, dass da lauter Vollpfosten sitzen und Däumchen drehen. Nein, man überlegt sich sogar durchaus mitunter etwas. Zum Beispiel bei der Gestaltung der Fehlerseite. Wenn ein Link nicht funktioniert oder eine Unteradresse falsch eingegeben wird, dann kommt bei vielen Webseiten nämlich einfach die Meldung “Error 404″ und das war┬┤s dann.

Inzwischen wird jedoch zunehmend die Möglichkeit genutzt, locker und humorvoll mit dem Fehler umzugehen. Manche Fehlerseiten sind inzwischen sogar amüsanter und unterhaltsamer als die regulären Seiten. Ein Beispiel bietet die Fehlerseite des Spieleherstellers “Blizzard”:

Bei der Stadt Nürnberg geht der Witz (oder ist es eher die gute Absicht?) jedoch voll nach hinten los. (weiterlesen…)

Jul

26

2011

Neues Jahrhundertprojekt: eine App

Nun ist sogar der Nürnberger CSU aufgefallen, dass Hinz und Kunz, ja selbst Fürth und Erlangen ihre eigenen Apps haben, nur Nürnberg nicht. “Die Kommunikation zwischen Kommune und Bürgern kann durch mobile Apps noch weiter unterstützt werden”, schreibt jetzt CSU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Brehm und teilt der Stadtverwaltung zudem mit: Mobile Kommunikation sei aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken, die Nutzung der Smartphones entwickle sich rasant und die Tendenz sei steigend. Brehm möchte daher, dass auch Nürnberg eine eigene App anbietet, mit Veranstaltungskalender, Müllabfuhrterminen, der Möglichkeit defekte Straßenlaternen zu melden usw.

Was Brehm offenbar nicht weiß: Die Stadt Nürnberg plant schon seit längerem eine App, kommt aber nicht so richtig weiter. (weiterlesen…)

Jan

10

2011

Ich bin dafür, dass wir dagegen sind

Veröffentlicht von vip in der Kategorie CDU, Computer/Netz, Gr├╝ne, Internetauftritt | 5 Kommentare

dagegenDie CDU hat eine Webseite für die Grünen eingerichtet. Wahrscheinlich haben sie überschüssige Kapazitäten. Die Seite heißt “Die Dagegen-Partei” und soll wohl signalisieren, dass man jemanden, der gegen alles ist, nicht wählen darf. Wobei: Wenn man sich anschaut, wogegen die sind, muss ich sagen: Da bin ich auch nicht dafür.

Was aber noch trauriger ist: Klickt man auf Bayern und auf das kleine Dagegen-Männchen, das in Franken platziert ist, passiert gar nichts. Dabei sind doch auch hier die Grünen gegen so einiges (Ausbau Frankenschnellweg, Weiterbau U-Bahn, Nordspange….). Kann sich mal bitte jemand erbarmen und das an aktion@cdu.de mailen, ich bin irgendwie zu faul dazu.

Nov

2

2010

Der Tod und die Zeitung

Veröffentlicht von vip in der Kategorie Internetauftritt, Journalisten, Print, Tod | 2 Kommentare

urn:newsml:dpa.com:20090101:101029-10-11421Im Augenblick wird viel über den Tod der Zeitungen geredet und geschrieben. Der eine sagt ihn in Deutschland für das Jahr 2030 voraus, der andere für irgendwann demnächst. Viele meiner Printkollegen wiederum glauben jedoch felsenfest, dass ihr Produkt das ewige Leben haben wird.

Wie auch immer! Das Thema Zeitung und Tod ist nicht ganz neu. Es ist sogar schon so alt, dass man den Propagandisten des ewigen Lebens Recht geben möchte. Fast möchte man sagen: Ohne Tod keine Zeitung! Der “alte Schnitter” ist wahrscheinlich sogar einer der wesentlichen Garanten für die Existenz der Zeitung.
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Feb

15

2010

Kein Anschluss unter “Frankenröhre”

Veröffentlicht von vip in der Kategorie CSU, Internetauftritt, Markus S├Âder, N├╝rnberg, SPD | 1 Kommentar

Machen wir uns nichts vor: Die Diskussion um die Nordspange ist nur eine Stellvertreterveranstaltung für den Ausbau des Frankenschnellwegs. Wenn die CSU der SPD die Denkpause bei der Nordspange vorwirft, dann will sie augenscheinlich auch ablenken. Beim Frankenschnellweg scheint sie nämlich Denken und Handeln schon länger eingestellt zu haben. Die vom jetzigen Umweltminister und Nürnberger CSU-Chef Markus Söder initiierte Propaganda-Webseite (“Die Frankenröhre ist die modernste und umweltfreundlichste Straßenplanung in der Region”) www.frankenroehre.de wurde nicht nur nicht mehr betreut und gepflegt, sie ist inzwischen gar nicht mehr auffindbar. Dafür stößt man auf diese Fehlermeldung:

frankenroehre

Da darf man doch gespannt sein, wer bei der Frankenröhre als erster (wieder) das Denken anfängt.

Nov

4

2009

Wie die SPD beim Thema Müll Müll produziert

Veröffentlicht von vip in der Kategorie Internet, Internetauftritt, N├╝rnberg, SPD | 16 Kommentare

Wer eine Steuererklärung machen muss, und nicht gerade der geborene Buchhalter ist, der wird diejenigen verfluchen, die ihm das eingebrockt haben. Bloß die scheinen gar nicht zu wissen, was sie da tun – und wundern sich dann wahrscheinlich noch, warum sie keiner leiden kann.

spdNehmen wir – nur so zum Beispiel – den Nürnberger SPD-Chef Christian Vogel. Der wettert auf der Nürnberger SPD-Webseite über diePläne der schwarz-gelben Koalition und prognostiziert harte Zeite für Städte und Kommunen:

Die goldenen Zeiten für die Kommunen sind vorbei. Durchgesickert sind zum Beispiel höhere Belastungen der Bürger bei Gebühren für Müll und Abwasser durch Anwendung des 19 Prozent-Mehrwertsteuer-Satzes. Bisher unterliegen diese “hoheitlichen” Aufgaben der Daseinsvorsorge dem ermässigten Satz von sieben Prozent. Bei einer vierköpfigen Familie summiert sich die Mehrbelastung allein aus diesem Bereich schnell auf einen höheren dreistelligen Betrag.

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Okt

27

2008

Franken – Baustelle oder Klickparadies?

Veröffentlicht von vip in der Kategorie Bamberg, Coburg, Erotik, Franken, Internetauftritt, Medien | 5 Kommentare

Was “Der Westen” kann, das können nun auch die Oberfranken. Der Fränkische Tag (Bamberg), die Bayerische Rundschau (Kulmbach) und das Coburger Tageblatt haben jetzt ihre eigenen Webauftritte aufgegeben und die gemeinsame Plattform “inFranken” gegründet. Gestern war dort bereits zu lesen, was auf der Website laufen soll: Community, Leseraustausch, aktuelle Nachrichten aus dem Verbreitungsgebiet, Gewinnspiele, ein (!) Blog… Die ganze Palette eben, wobei sich die Willensbekundungen durchaus gut angehört haben.infranken.jpgb_uerinnen.jpg

Doch heute war es dann vorbei mit hehren Zielen: inFranken ist zur Baustelle geworden:

Ganz Franken? Eine Baustelle? Natürlich nicht! Auch wenn Franken bzw inFranken drauf steht, es gibt ja immer noch uns Mittelfranken und die Unterfranken. Letztere haben die Mainpost und die geht in eine ganz andere Richtung. Dort versucht man es nach dem Motto “Frauen mit wenig an gehen immer”. So bolzt die Mainpost mit Diashows von der Würzburger Erotikmesse, von “Lederdessous aus Berlin“, den “schönsten Lederdirndl” oder von “erotischen Bäuerinnen” (wobei die Bilder erstaunlicherweise alle von der Deutschen Presseagentur geliefert werden) die für die Werbewirtschaft relevanten Klicks.

Wenn man das sieht, würde man die Unterfranken für ein Volk von Notgeilen halten. Aber das stimmt natürlich nicht. Kann ich bezeugen.┬á┬á via

Aug

25

2008

Schüler legte Ansbach lahm

Veröffentlicht von vip in der Kategorie Ansbach, Franken, Internetauftritt | 8 Kommentare

Ende Juli war die mittelfränkische Regierungshauptstadt Ansbach ein paar Tage offline. Mittelfranken war also digital praktisch führungslos. Jetzt ist der Fall aufgeklärt, ein 15-Jähriger hat Ansbach vom Web-Globus getilgt. Hier die Polizeimeldung:

Die Kripo Ansbach legt einem 15-jährigen Schüler aus dem südlichen Landkreis Ansbach zur Last, die Internetseiten der Stadt Ansbach zerstört bzw. gelöscht zu haben. Der Schüler legte ein Geständnis ab.

Ende Juli 2008 wurde von Beschäftigten der Stadtverwaltung bemerkt, dass sich die Webseiten nicht mehr öffnen ließen. Nachfragen bei der für die Gestaltung der Seiten zuständigen Firma ergaben, dass die Daten größtenteils vom Server gelöscht worden waren. Daraufhin wurde Anzeige erstattet.

Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen gelang es den Kriminalbeamten über zurückgelassene Spuren im Internet, dem Beschuldigten den Sachverhalt nachzuweisen. Die entstandenen Kosten für die Neugestaltung des Internetauftritts belaufen sich auf mehr als 10.000 Euro.

Der Schüler wird wegen Datenveränderung angezeigt. Möglicherweise hat er die Kosten der Neugestaltung des Webauftritts der Stadt Ansbach zu tragen.

Die Seite ist inzwischen wieder im Netz unter anderem mit den aktuellen Infos, dass man in Ansbach “Sex and the City” und “Vorne ist verdammt weit weg” unter freiem Himmel sehen bzw. alternativ zum Seniorentanz gehen kann.

Jul

1

2008

An das Volk: Lass uns in Ruhe!

Fast scheint es so, als hätten diejenigen, die uns vertreten sollen, Angst vor uns. Gerade habe ich eine Umfrage bei den Nürnberger Stadtratsparteien gestartet und wollte das per E-Mail machen. Doch das gestaltete sich schwieriger als erwartet.

Nun gut, die beiden großen Parteien haben schon irgendwo auf ihren Webseites eine Adresse vergraben:

csu@stadt.nuernberg.de

beziehungsweise

spd@stadt.nuernberg.de

Auch bei den Grünen, kann man, wenn man die Unterschiede zwischen Kreisverband und Stadtratsfraktion kennt, fündig werden:

gruene@stadt.nuernberg.de.

Bei der FDP verfranst man sich hingegen leicht in dem gelb-blauen Gewusel auf der Homepage. Ich hoffe,

nuernberg@fdp-bayern.de

war richtig.

Die Wählergemeinschaft “Die Guten” hat ihre Mailadresse immerhin gleich auf die Startseite platziert:

info@die-guten.de

Da diese Seite jedoch insagesamt einen etwas inaktuellen Eindruck macht, steht zu befürchten, dass die Mail erst nächstes Jahr beantwortet wird.

Bei den Freien Wählern, die auf ihrer Webseite jetzt groß mit dem vergleichsweise ansehnlichen Gesicht von Gabriele Pauli werben, gibt es sogar persönliche Mailadressen. Der Nürnberger FW-Stadtrat Beck hat:

hartmut.beck1@web.de@aol.com

Das sucht man bei den anderen vergeblich. Die ÖDP gibt sich hingegen völlig zugeknöpft, allerdings hatte ich die Adresse im Wahlkampf mal persönlich erhalten:

oedp-nuernberg@t-online.de

Die Linke kennt nur Telefonnummern, unter der erfährt man schließlich die Mailadresse:

die-linke-nuernberg@t-online.de

Besonders absurd: die NPD-Tarnorganisation “BI Ausländerstopp”. Wenn man dort in der Suchmaske “Mail” eingibt, bekommt man die “Haushaltsrede 2003″ angezeigt. Das Rätsel löst sich auf der “Impressums”-Seite: Die Rechtsradikalen nennen E-Mails nämlich “E-Post”. Dann warte ich am besten mal auf den Postillion und sage ihm, er soll eine Depesche übermitteln an:

 info@auslaenderstopp.de

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