Die Politik und der Gratis-Journalismus

Als Regierungsmitglied hat sich Kanzleramtsminister Peter Altmaier für die Einführung des Leistungsschutzrechts eingesetzt. Damit soll vor allem Google schon für das Zitieren kurzer Zeitungsbeiträge zur Kasse gebeten werden. Auf Twitter, wo er immerhin 138.000 Follower hat, zitiert Altmaier allerdings auch selbst gern; ohne irgendwas zu zahlen. Dass Journalismus Geld kosten soll, stößt dem nicht gerade darbenden Vertrauten der Kanzlerin sogar sauer auf. Bei der Washington Post, aus der er wg. Trump aktuell gerne zitiert, beschwerte sich der Minister jetzt auf Twitter:
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Wie Microsoft in Nürnberg seinen Ruf poliert

Foto: Straßenkreuzer Per Mail vion: Ilse Weiß, Chefredakteurin Straßenkreuzer e.V. Wilhelm-Spaeth-Straße 65  -  90461 Nürnberg Tel.: 0911 - 217 593-10 weiss@strassenkreuzer.info www.strassenkreuzer.info Plakat vom Straßenkreuzer - Heldenmut Kontext: 1994-2014: Der Straßenkreuzer macht seit 20 Jahren Druck gegen Armut! Für 20 Verkäuferinnen und Verkäufer werden Träume wahr: vom 14. bis 30. Oktober in der Ehrenhalle des Nürnberger Rathauses. Kommen Sie und staunen Sie - es ist uns eine Ehre.Seit 22 Jahren gibt es in Nürnberg das Sozialmagazin Straßenkreuzer. Die Verkäufer, meist Arme und Obdachlose, die die Hälfte des Verkaufspreises (1,80) plus etwaige Spenden für sich behalten dürfen, gehören längst zum Stadtbild (zum Beispiel Ilse Gutmann). Aus diesem Grund ist der Straßenkreuzer auch ein reines Analogprojekt, das nur gedruckt funktioniert (Onlineangebote lassen sich schließlich nicht mal von großen Verlagen richtig monetarisieren). Er hat zwar eine Website. Aber die ist eher für Leute gedacht, die sich über das Projekt informieren wollen.

Trotzdem tauchte der Straßenkreuzer jetzt bei der LocalWebConference als Vorzeigeprojekt auf. Wie das?
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Das Grid und die Zukunft der Zeitung

hersbruWenn es ein Wort des Jahres für Redakteure gäbe, dann wäre das wohl Grid. Als ich „Grid“ das erste Mal hörte, – ich gebe es zu – musste ich auch erst hier nachschauen. Unwissen íst in diesem Fall keine Bildungslücke.

Dass nun auch eher mit den Inhalten befasste Journalisten über Gestaltungsraster (Grid) sprechen, hat mit der Zeitungskrise zu tun. Die Printleser werden einerseits im Durchschnitt älter, weshalb ihnen das Lesen von Kleingedrucktem schwerer fällt. Andererseits haben mittlerweile oft auch junge Leser mit der geringen Schriftgröße Probleme, wofür auch die Smartphones verantwortlich sein sollen. Auf iPads, Kindles oder Monitoren fällt das nicht weiter ins Gewicht, da kann man die Größe einstellen. Bei Print geht das nicht.
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