Adventskalender: Fassade #24

In Nürnberg, man glaubt es nicht, gibt es auch landschaftlich schöne Bergstrecken. Die sind sogar mit StreetView recht reizvoll. Man beginnt am Tiergarten und kurvt durch den dunklen Wald den Schmausenbuck hoch. Immer wieder spitzt die Sonne durch das Laub…
schmausenb
…und wenn man am Ende der Straße (aber auch am Ende Nürnbergs und unserer weihnachtlichen StreetView-Tour) angelangt ist, wartet – nein, nicht das Christkind – sondern eine Gruppe von Bikern, die sich am Löwensaal von der anstrengenden Passfahrt erholt:
löwensaal

Adventskalender: Fassade #22

Weil die Google-Verpixelung ziemlich undifferenziert arbeitet, werden auch echte Sehenswürdigkeiten mitverpixelt. So eine der von Adam Kraft geschaffenen sieben Stationen des Nürnberger Kreuzwegs an der Burgschmietstraße.
Gut, es ist nur eine Kopie, trotzdem: Verhüllen muss man die wirklich nicht – zumal sie auch noch zum Denken anregt.
denkmal

Adventskalender: Fassade #21

Im 14. Jahrhundert war hier noch kein Parkplatz, nicht mal Asphalt. Vielleicht hat es deswegen den Raubritter Eppelein bzw. dessen Pferd bei der Landung auch nicht derbröselt.
Bei Streetview schaut er aus dieser Perspektive gar nicht mal so unbezwingbar aus, der Burggraben. Den Eppelein zugewiesenen Spruch „Die Nürnberger hängen keinen, sie hätten ihn denn zuvor“ hat übrigens auch Hermann Göring verwendet, als er bei den Nürnberger Prozessen kurz vor seiner Hinrichtung Selbstmord verübte. via
eppelein

Adventskalender: Fassade #20

Der Halbmond, und das auch noch in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bundesamt für Migration (vormals: SS-Kaserne, hinten)! Was sagt uns das?

Ganz klar: Von Nürnberg gehen Signale des Friedens und der Verständigung aus – und zwar selbst in der eher abgelegenen Ingolstädter Straße!
circus

Adventskalender: Fassade #19

Als die StreetView-Cars durch Nürnberg fuhren, da hatte in Nürnberg das Elektromobilzeitalter noch nicht begonnen. Inzwischen wurden jedoch diese Parkplätze am Marientorgraben von der N-Ergie zu Ladestationen für Elektromobile umgewidmet. Darüber habe ich im September berichtet.
nergie
Doch auch das ist schon wieder Vergangenheit (Bild unten). Die Ladestationen können – nachdem sie mangels „Hardware“ keiner benutzt hat – wieder ganz normal von Benzinstinkern zum Parken verwendet werden. Auf Deutsch: Es ist alles wieder so wie damals, als das Google-Auto vorbeifuhr. Nur dass noch ein kryptischer Ladekasten und eine verblassende Bodenmarkierung darauf hinweisen: Hier könnte ich mein Elektroauto aufladen, sofern ich eins hätte und sofern der Parkplatz frei wäre.
nergieparken

Adventskalender: Fassade #18

Google verpixelt aber nicht nur Gesichter, Körper und Fassaden, auch die Zeitungsschlagzeilen an den stummen Verkäufern sollen nicht zu sehen, schließlich könnten sie ein Indiz dafür sein, wie alt die StreetView-Bilder schon sind.

Werbeplakate bleiben hingegen unbeanstandet. Vielleicht hält sie Google für zeitlos. Vielleicht betrachtet man die Werbetreibenden auch als (potenzielle) Kunden. Wie auch immer! Manches dürfte dennoch schon überholt sein. Wie dieser Eigentumswohnungsverkauf in Laufamholz. mit der anrührenden Infobox.

Der farbige Lichteinfall, den Google hier festgehalten hat, dürfte die Freunde und Freundinnen ästhetischer Bilder erfreuen und spricht bestimmt nicht gegen die Wohnumfeldsqualität.
laufam

Adventskalender: Fassade #17

Hier hat Google jedoch die Ganzkörperverpixelung verwendet. Im schon erwähnten Rotlichtbezirk an der Frauentormauer soll der unter dem Schild „Freudenhaus“ stehende Freier zunächst unverpixelt zu sehen gewesen sein.
freudenhaus
Genauso wie der Mann, der sich ein Häuschen weiter mit den am Fenster sitzenden Damen unterhielt.
freudenhaus2

Adventskalender: Fassade #16

StreetView durchleuchtet auch das Schaffen der hiesigen Journalisten. Am Pressehaus legt Google offen, dass sich die NN-Kollegen gerne mittags in der Kantine verköstigen und dann noch einen Nachtisch mit ins Büro nehmen:
nnkollegen
Während sich der NZ-Mitarbeiter (gottseidank schwer erkennbar) im Dunkeln zu den Futtertrögen in der Lorenzer Straße verdrückt.
vipgoogl

Adventskalender: Fassade #15

Die RAF-Terroristen (falls sich noch jemand erinnert) sind daran schuld, dass das mittelfränkische Polizeipräsidium eher einem Hochsicherheitstrakt gleicht als einem Dienstleister für die Sicherheit der Einwohner.

Wenn man sich allerdings von seinem Umfeld zu stark isoliert, bekommt man manchmal nicht mehr mit, was vor der eigenen Haustüre passiert. Da werden (siehe Alarmmeldung rechts) Frauen entführt, misshandelt und getötet, aber die Beamten bleiben ganz ruhig, sitzen an ihren Schreibtischen und halten Maulaffen feil. polizei