Die Politik und der Gratis-Journalismus

Als Regierungsmitglied hat sich Kanzleramtsminister Peter Altmaier für die Einführung des Leistungsschutzrechts eingesetzt. Damit soll vor allem Google schon für das Zitieren kurzer Zeitungsbeiträge zur Kasse gebeten werden. Auf Twitter, wo er immerhin 138.000 Follower hat, zitiert Altmaier allerdings auch selbst gern; ohne irgendwas zu zahlen. Dass Journalismus Geld kosten soll, stößt dem nicht gerade darbenden Vertrauten der Kanzlerin sogar sauer auf. Bei der Washington Post, aus der er wg. Trump aktuell gerne zitiert, beschwerte sich der Minister jetzt auf Twitter:
weiter lesen

Wer übers Meer kam, sollte schwimmen können

vogelscs
Vor Weihnachten wird gerne Gutes getan und noch lieber darüber geredet. Erst recht, wenn man damit „starke Signale“ in Sachen Willkommenskultur setzen kann.

In einer unserer Landausgaben war heute beispielsweise ein alter Twingo abgeblidet, den jemand zum „Flüchtlingstransport“ gespendet hat. Nicht abgedruckt haben die Kollegen freilich jenes Ereignis, für das sich unser Bürgermeister extra mit den SÖR-Chefs, dem Präsidenten des Langwasserbades und einem Rettungsring hat ablichten lassen (Screenshot links). So hat unser Bürgermeister, der auf Facebook recht rührig ist, die gute Tat dort selbst verbreitet (pflichtschuldig geliked von parteieigenen Jubelpersern). Die vier Herren haben nämlich unter der Überschrift „Freude schenken“ fünf Schwimmkurse (für jeweils zehn Flüchtline) kredenzt.

Kann man machen. Auch ohne Brimborium.

Ins Grübeln brachte mich dann allerdings die Begründung, die Christian Vogel auf seiner Facebookseite für die gute Tat anführte:

Obwohl die meisten Asylsuchenden übers Meer zu uns kommen, können nur wenige von ihnen schwimmen.

Was macht Sepp Maier bei der SPD?

spdchatPolitik und Bürger sprechen nicht die gleiche Sprache. Das dauernde Sitzen in Gremien, das Studium von Akten oder Gesetzestexten, es prägt den Stil und färbt ab. Das ist wahrscheinlich in allen Branchen so. Nur in der Politik fällt es mehr auf, weil sich die Politiker hin und wieder mit dem anders sprechenden Volk auseinandersetzen müssen, wenn sie gewählt werden wollen.

Womit wir bei der chattenden SPD wären. Der Nürnberger SPD-Chef Christian Vogel und sein Kämmerer Harald Riedel haben nämlich ganz stolz Neuland betreten und mit den Bürgern über den städtischen Haushalt gechattet und dabei vor allem belegt, dass ein abgedrifteter Stil durch plötzliches Bemühen um Volkstümlichkeit nicht besser wird. Auch dann nicht, wenn Humor ins Spiel kommt.
weiter lesen

Wie die SPD beim Thema Müll Müll produziert

Wer eine Steuererklärung machen muss, und nicht gerade der geborene Buchhalter ist, der wird diejenigen verfluchen, die ihm das eingebrockt haben. Bloß die scheinen gar nicht zu wissen, was sie da tun – und wundern sich dann wahrscheinlich noch, warum sie keiner leiden kann.

spdNehmen wir – nur so zum Beispiel – den Nürnberger SPD-Chef Christian Vogel. Der wettert auf der Nürnberger SPD-Webseite über diePläne der schwarz-gelben Koalition und prognostiziert harte Zeite für Städte und Kommunen:

Die goldenen Zeiten für die Kommunen sind vorbei. Durchgesickert sind zum Beispiel höhere Belastungen der Bürger bei Gebühren für Müll und Abwasser durch Anwendung des 19 Prozent-Mehrwertsteuer-Satzes. Bisher unterliegen diese „hoheitlichen“ Aufgaben der Daseinsvorsorge dem ermässigten Satz von sieben Prozent. Bei einer vierköpfigen Familie summiert sich die Mehrbelastung allein aus diesem Bereich schnell auf einen höheren dreistelligen Betrag.

weiter lesen