Wöhrl twittert weiter

Nürnberg: Die Nürnberger CSU- Bundestagsabgeordneten Dagmar Wöhrl und Michael Frieser zogern auf einer PK eine Halbzeitbilanz zu zwei JAhren Christlich-Liberalrt Koalition in Berlin. 19.9.2011. Foto: Harald SippelNein, mehr als in ihrem Blog wolle sie zu ihrem Rückzug nicht sagen, antwortete mir Dagmar Wöhrl. Lediglich zur harmlosen Frage, ob sie denn weiter twittern und facebooken will, schreibt sie:

„Auf jeden Fall werde ich weiterhin twittern und facebooken, das ist mir wirklich ans Herz gewachsen!“

Gefragt habe ich sie auch noch, ob sie sich ganz aus der Politik zurückziehen wolle oder nur aus dem Bundestag? Was mit ihren zahlreichen anderen Tätigkeiten und Nebenjobs passiert? Und was die neuen Herausforderungen seien, denen sie sich stellen will? Immerhin hätte sich Wöhrl ja längst auch von ihrem Sitz im Verwaltungsrat der Safra Sarasin Bank verabschieden können. Zumal jetzt, da diese Bank als einer der größten „Firmengründer“ in den Panama Papers auftaucht.

Beim Lesen des Blogbeitrag von Dagmar Wöhrl fällt auf, dass da ihre Partei praktisch gar nicht auftaucht. Auf Twitter legt sie noch etwas nach, sie sei nie eine typische CSUlerin gewesen.

Dass sie keine der ihren ist, hatten sie ihre „Parteifreunde“ in letzter Zeit allerdings auch verstärkt wissen lassen (das Bild oben stammt noch aus besseren Tagen). Insofern ist sie mit ihrem Rückzug wohl einer peinlichen Nichtwiederaufstellung zur Kandidatin für Nürnberg-Nord zuvor gekommen.

Stadtplanung H0

RESSORT: Politik 1.3.10 FOTOGRAF:  Karlheinz Daut   MOTIV: Modelleisenbahnanlage, Modelleisenbahn-Club Nürnberg e.V.Nürnberg ist immer noch eine – wenn auch autofreundliche – Eisenbahnerstadt. Hier dampfte nicht bloß die erste deutsche Eisenbahn los. Hier gibt es noch alte Eisenbahnersiedlungen. Hier wurden sogar ganze Lokalpolitikergenerationen mit der Bahn sozialisiert. Es ist daher ziemlich wahrscheinlich (leider ist BigData zu solch wesentlichen Fragen noch nicht vorgedrungen), dass die Zahl der Modelleisenbahnen pro Einwohner in Nürnberg wesentlich höher ist als anderswo – selbst wenn dort vielleicht die prominenteren Nutzer wohnen.

Besonders die örtliche SPD ist der Bahn innig verbunden. Aus diesem Grund kann sie sich trotz ihres hohen Alters noch massiv echauffieren, wenn irgendwelche Briten bei uns Stellwerkzugang erhalten sollen (am Ende wird der Willy-Brandt-Platz noch in Winston-Churchill-Platz umbenannt). Logisch ist in diesem Zusammenhang auch, dass zumindest einer unserer beiden SPD-Bundestagsabgeordneten ein eingefleischter Eisenbahner ist.
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Nebenjobkönige verstecken sich hinter ihren Bauern

LOKALES                                                              FOTO: Eduard Weigert     DATUM: 1.8.13 CSU-Landtagskandidat Michael Brückner
Müssen ausgerechnet wir Nürnberger in Negativrankings immer ganz oben auftauchen? Erst schaffte es unsere Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl (CSU) auf einen Spitzenplatz bei den im Reichstag sitzenden Topverdienern. Jetzt rangiert ihr Nürnberger Parteifreund Michael Brückner bei den Nebenjobbern im bayerischen Landtag ganz vorne.

Laut Abgeordnetenwatch bekommt er zu den 7642 Euro monatlich für seine Abgeordnetentätigkeit mindestens eine Million Euro pro Jahr durch seinen Job als Gemüsebauer im Knoblauchsland. Abgeordnetenwatch beruft sich dabei auf die mittlerweile veröffentlichungspflichtigen Angaben zu Nebeneinkünften.

Dass Politiker Nebeneinkünfte veröffentlichen, bedeutet aber nicht, dass wir uns jedes Mal echauffieren müssen. Im Gegensatz zu manchem, der anstatt im Parlament zu sitzen, lieber lukrative Vorträge hält oder sich durch Aufsichtsratsposten in Abhängigkeiten begibt, bringt der Fall Brückner eher die Ankläger in Misskredit. Die Veröffentlichungspflicht bezieht sich nämlich auf Umsätze. Das mag bei einer Verwaltungsratstätigkeit egal sein. In einem Gemüsebaubetrieb stimmen Einnahmen und Gewinn jedoch nicht annähernd überein. Da fallen eben auch jede Menge Kosten (Energie, Löhne, Saatgut, Dünger…) an. Im Durchschnitt bleiben nur etwa 20 Prozent des Umsatzes als Gewinn übrig. weiter lesen

Her mit den hässlichen Häusern!

Motiv:Forchheim/Renovierung/Wohnungsbau/Gerhard-Hauptmannstraße Wohnungsbau in Forchheim FOTO:Roland Huber Datum:25.06.2014
Jede Krise kennt auch Gewinner. Bei der Flüchtlingskrise ist das beispielsweise die Immobilienbranche. Dass jetzt alles ganz schnell gehen muss, spielt ihr zusätzlich in die Karten. Das verkürzt oder erspart nervige Genehmigungsverfahren.

Anderswo macht man sich immerhin Sorgen, die Stadt könnte mit hässlichen Schuhschachteln zubetoniert werden, auf denen sie dann sitzen bleibt. Doch meistens lautet die Parole „Bauen, bauen, bauen“, Qualität und Ästhetik bleiben auf der Strecke. Genauso wie Überlegungen, welche negativen Auswirkungen solche Neubauten haben können.
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Nürnberg zwischen Scheiße und Gold

Besucher am Samstag (11.07.2015) zur Burgnacht auf der Kaiserburg in Nürnberg.  Am Samstagabend fand zum ersten Mal die Burgnacht auf der Kaiserburg statt. Zahlreiche Besucher erfreuten sich an einer Feuershow, Musik im Innenhof und weitere Attraktionen auf der Kaiserburg. Foto: News5 / Grundmann
Es kommt ja nicht so oft vor, dass sich die beiden lokalen Presseerzeugnisse massiv voneinander unterscheiden. Heute ist es mal wieder der Fall. „Nürnberg ist zu wenig international“ steht da auf der Titelseite der roten und „Nürnberg ist die lebenswertestes Stadt Deutschlands“ auf der gleichen Seite der grünen Zeitung. Um die Farbverwirrung perfekt zu machen, stürzen sich die Roten jedoch auf die Meldung der Grünen um den Schwarzen, auf die sich der Beitrag in der roten Zeitung gründet, eines auszuwischen.
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