Neue Partei startet in Nürnberg

Der spektakulärer Austritt von Claudia Stamm bei den Grünen fand zwar in München statt. Die neue Partei, die Stamm und ihre bereits bekannten Mitstreiter gründen wollen, soll ihre ersten Schritte allerdings in Nürnberg unternehmen. Am 7. Mai findet hier die erste Regionalkonferenz statt. Danach sollen weitere Regionalkonferenzen und die Parteigründung folgen. Das wird, so der frühere Nürnberger Grünen-Chef Ralph Hoffmann, alles noch vor der Sommerpause stattfinden.

Vor drei Jahren hat Hoffmann das vollzogen, was ihm Stamm jetzt nachgemacht hat: Er ist bei den Grünen ausgetreten. Seit über einem Jahr waren er und Stamm sowie andere unzufriedene Grüne in München in Kontakt. Deswegen hält Hoffmann die Interpretation in manchen Medien, Stamm sei nur deswegen ausgetreten, weil sie nicht als Fraktionsvorsitzende zum Zug gekommen ist, auch für perfide. „Damals war von der Vorsitzendenwahl noch gar nicht die Rede.“ Dafür seien in der Zwischenzeit mehrere Arbeitskreise und ein Verein gegründet worden, berichtet Hoffmann. „Das waren alles Leute, die gesagt haben: Wir halten es nicht mehr aus bei den Grünen.“
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Weihnachtliches Totholz-Geprotze

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Wer hat den längsten? In Nürnberg mit Sicherheit der Markus. Inzwischen verschattet nämlich ein gut zehn Meter hoher Christbaum den Platz vor dem Söderschen Heimatministerium. Wer für „unsere Werte“ eintritt, der muss klotzen, mag sich der Minister gedacht haben. Vielleicht hat ihm aber auch die US-Wahl gezeigt, dass man groß auftrump(f)en muss, um zu gewinnen.

Dabei ist es unökologisch hoch drei, was Söder da macht: Einfach einen riesigen Baum abholzen, kilometerweit nach Nürnberg transportieren und nach wenigen Wochen entsorgen zu lassen. Sogar bei den sonst so machtbewusst zurückhaltenden Grünen gibt es noch Versprengte, die dem Einhalt zu gebieten versuchen. Natürlich nicht in Nürnberg, die machen lieber eine Pressekonferenz zur Gestaltung der Sandrartstraße. Aber in Düsseldorf. Dort haben sie von der Stadt gefordert, die Tannen doch fest einzupflanzen, dann habe man das ganze Jahr etwas davon. Zudem sei es doch schöner, Weihnachten „mit lebenden Bäumen“ zu feiern.
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Spielen gegen Zwangsarbeit?

FOTO: Hans-Joachim Winckler    DATUM: 30.10.2015 MOTIV: Herbst und Sonne - Kinder auf der Schaukel Spielplatz Adenaueranlage Kommunalpolitik ist oft kleinteilig, detailorientiert und nahe an der Haustüre. Sie als popelig zu bezeichnen, liegt zwar nahe, wird ihr aber nicht gerecht. Mitunter bildet sich dort nämlich das Große im Kleinen ab. Selbst der eine oder andere Parteienforscher könnte da seine Freude dran haben.

Nehmen wir nur den aktuellen Antrag der Nürnberger Grünen-Fraktion zur Benennung eines Spielplatzes im Stadtteil Gostenhof. Der wird von den dort spielenden Kindern „Norma-Spielplatz“ genannt, weil das dortige Areal von einem großen Gebäude des gleichnamigen Discounters beherrscht wird. Kinder bekommen unterschwellig ganz gut mit, was Bedeutung hat und was nicht.
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Miese Noten für neue VGN-App

vgnapp„Drucken, kaufen, fertig, so sollte es sein!“ Leider ist es bei der neuen Fahrplan- und Ticket-App nicht so. Die Resonanz im Appstoreund auf GooglePlay ist entsprechend vernichtend. Die meisten fragen sich, warum der VGN für eine derart benutzerunfreundliche App seine Teilnmahme an HandyTicket Deutschland beendet hat.

Auch die Nürnberger Grünen fragen sich das. Deswegen haben sie jetzt einen Antrag für den Stadtrat gestellt.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Achim Mletzko bemängelt, dass Handytickets im Moment ausschließlich durch die „VGN“-App gekauft werden können. Zum erstmaligen Kauf müsse man sich jedoch mit einem Desktop-Rechner auf einer VGN-Internetseite registrieren. Der Kaufvorgang sei kompliziert und ohne detaillierte Kenntnis der VGN-Tarifstruktur kaum abzuschließen. Es sei zudem keine Sammelabrechnung möglich, jeder Ticketkauf werde einzeln abgebucht. Dazu gebe es Probleme beim Laden und beim Login.

Die Grünen wollen jetzt von Stadtverwaltung und VGN wissen:

1. Warum hat sich der VGN nicht an etablierte bestehende Systeme, wie z.B. Touch & Travel angeschlossen?
2. Welche Kosten sind für die Entwicklung und Pflege der APP entstanden? Diese bitte im Vergleich zu Kosten beim Anschluss an bestehende Systeme darstellen.
3. Wie steht der VGN zu den schlechten Bewertungen im App-Store?
4. Werden die angesprochenen Kritikpunkte in der App verbessert?
5. Warum veröffentlicht der VGN seine Fahrplandaten nicht als nicht als OpenData?

Nachtrag 23. Oktober 2015: Auch die CSU-Stadtratsfraktion kritisiert jetzt die neue App. Stadtrat Marcus König meint: „Die neue Ticket-App ist ein Rückschritt statt ein Fortschritt.“ Wie die Grünen will die CSU ebenfalls Auskunft von VAG und Verwaltung, wie die App benutzerfreundlicher gestaltet werden kann.

Das Nürnberger Durchschnittsgrün

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Im Nürnberger Stadtteil Johannis gibt es eine kleine Grünfläche, die so vor sich hinwuchert und eigentlich nicht der Rede wert wäre. Dank einer Anfrage der grünen Stadtratsfraktion wissen wir jetzt allerdings: Sie markiert einen Mittelpunkt. Die Pflege, so ließ die Stadtverwaltung die Grünen wissen, „entspricht dem durchschnittlichen Pflegezustand aller Begleitgrünflächen“.

Die Grünen verweisen zudem darauf, dass die Grünfläche ganz nahe am von Touristen frequentierten Johannisfriedhof liegt und bei denen daher ein ungutes Bild der Stadt hängen bleiben könnte. Insofern sei hier Durchschnitt eventuell zu wenig. weiter lesen