Piraten: In Nürnberg leben sie länger

Eroeffnung des 14. Parcours im Klettergarten Weiherhof: Abenteuerparcours mit dem Motto "PIraten"; Trainer Ferdinand Nitschke fuehrt den Parcours vor.
Medial ist die Piratenpartei längst beerdigt. Da hätte schon das bescheidene Ergebnis in der Piratenhochburg Berlin gereicht. Dann kam auch noch die Sackkarrengeschichte hinzu. Längst ist ein gro0er Teil der alten Piraten zu anderen Parteien übergetreten. Eigentlich könnte man – trotz der unbestrittenen Verdienste – den Deckelauf die Piratenpartei drauf machen.

Doch halt! In Nürnberg leben sie noch. Da sitzt nicht nur ein Piratenvertreter im Stadtrat. Nein, er will dort auch weitermachen. Als Pirat.
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Transparenz und die Vergeudung von Lebenszeit

Piraten Kandidat_B_20130522_  Michael Bengl , Kreisverband Nbg Vorstellung des Oberbuergermeister-kandidaten der Piraten-Partei RESSORT:  Lokales _   ZEITUNG: NN       Ausgabe:   HA DATUM:    22.05.2013 FOTO:         Berny Meyer MOTIV:  Piraten OB-Kandidat Michael Bengl "Veroeffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung" 22. MAI 2013  ©  BERNY   /  berny-meyer@t-online.de   / 0170 2015199 /   raiffeisen spar+kreditbank,91191 lauf ,kto. 247294, blz 76061025  /  berny meyer, etlaswind 17, 91338 igensdorf finanzamt forcheim, steuernummer  217/251/10410   steuer id 63-741-880-254
Vielleicht erinnert sich noch jemand: Es gab schon vor der AfD Parteien, die versucht haben, Protestpotenziale zu bündeln. Die Piratenpartei zum Beispiel. Von der hört man mittlerweile kaum noch etwas. Höchstens noch, wenn sich dort jemand in Pegida-Nähe begibt.

Dabei hat die Piratenpartei – im Gegensatz zur AfD – immerhin einen Vertreter im Nürnberger Stadtrat sitzen. Der hat im Augenblick allerdings Probleme mit dem piratigen Markenkern: der Transparenz.
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Fränkische Piraten: Jetzt erst recht!

piratenNiedergang, Austrittswellen, Grabgesänge: Die einst so hoffnungsvollen Piraten scheinen mausetot zu sein. Und wenn bei einer Partei dann noch Stern-Reporterin Laura Himmelreich auftaucht, dann ist das Ende ohnehin nah.

Nicht so bei uns. Die Franken halten das Piratenfähnchen weiterhin hoch. Zwar schwinden auch hier die Mitgliederzahlen. Aber unsere Piraten-Parlamentarier denken weder an Austritt noch ans Aufhören.

Der Nürnberger Stadtrat Michael Bengl konstatiert:

In Nürnberg und in Mittelfranken gibt es keine Anzeichen einer Austrittswelle oder einer Entzeitstimmung.
Vielmehr konzentrieren wir uns hier auf die anstehenden Themen in der Kommunalpolitik und ich freeu mich, dass wir uns bei den anstehenden Haushaltsberatungen hier in Nürnberg konkret einbringen können

Es seien vielleicht einige Köpfe abhanden gekommen. Besonders um Anke Domscheidt-Berg tut es Bengl leid. Von ihr hätten die Piraten enorm profitiert. Aber die grundsätzlichen Themen blieben schließlich bei der Partei: weiter lesen

Piraten kooperieren nicht mit Spaßparteien

Sie sind die einzigen, die bei der Kommunalwahl neu antreten. Grund genug also, die Nürnberger Piraten einmal ausführlicher vorzustellen. Zumal die Printkollegen ihre Wahlberichterstattungsschwerpunkte oft nicht nach dem Neuigkeitswert, sondern nach der bisherigen Sitzverteilung setzen. Die Spitzenkandidaten der Piratenpartei haben meine Fragen nicht nur gemeinsam beantwortet, sondern sich dafür auch zusammen fotografieren lassen (v.l.n.r.: Bertram Kraus, Christina Grandrath, Michael Bengl, Hans Patzelt, Frank Beß, Foto: Unger).

Nürnberg vergleicht sich gerne mit München, rutscht gleichzeitig aber hinter Fürth und Erlangen ab. Wie kann man diesen Prozess beschleunigen?

Ganz einfach: CSU und SPD in Nürnberg weiter klüngeln lassen. Nach der Machtübernahme durch Piraten und Gute können wir Fürth und Erlangen aus dem Windschatten heraus wieder überholen. Nürnberg kann dann zu einer lebendigeren, vielfältigeren und attraktiveren Stadt werden.

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Nürnberg erteilt der AfD eine Absage

Die Alternative für Deutschland wird nicht bei der Nürnberger Kommunalwahl antreten. Sie hat die zum Antritt notwendigen 610 Unterstützerunterschriften weit verfehlt. Ebenfalls nicht geschafft haben es die Partei für Franken, die Partei der Vernunft und „die Vergetarier“. Genügend Unterschriften haben lediglich die Piraten erreicht. Allerdings nur für ihre Stadtratsliste. Michael Bengl hat das Quorum als OB-Kandidat knapp verfehlt. Er und die Piraten hatten aber am Ende ohnehin kein Interesse mehr an der sowieso aussichtslosen OB-Kandidatur. (Der Sicherheit halber: am Montag um 12 Uhr war zwar Deadline für die Unterschriften, am Dienstag muss das Ergebnis jedoch noch offiziell vom Wahlausschuss abgesegnet werden).

Dass die AfD trotz des im Vorfeld vergleichsweise großen medialen Wirbels (unter anderem wegen des DGB-Plakats), nicht einmal 300 Unterstützer aufs Wahlamt brachte, lag wohl auch daran, dass sich deren Kandidaten schon im Vorfeld als in kommunalen Fragen eher unbewandert präsentierten. weiter lesen