Die AfD setzt auf ein neues Thema


Die Bundestagswahl ist zwar erst am 24. September. Trotzdem hängen in Nürnberg bereits die ersten Plakate. Von der AfD. Und natürlich kommt gleich der Reflex: Dürfen die das?

Ja, sie dürfen. Die zahlen nämlich dafür und dann ist das „normale“ Werbung und eine willkommene Einnahme für die jetzt nicht gerade finanzstarke Stadt Nürnberg.

Willkommen ist der AfD dann umgekehrt auch jener oben genannte Reflex. Mit dem geht sie gerade massiv hausieren. Nicht nur, dass sie sich damit als armes Opfer stilisieren kann, sie hat auch wieder was zu posten und kann Aufmerksamkeit generieren. Zum gerade aktuellen Thema Trump ist ihr nämlich bislang wenig eingefallen. weiter lesen

PETA und die tote Kuh

milch_plakat-560x397Heute ist Tag der Milch. Die Tierrechtsorganisation PETA wollte deshalb in Nürnberg an der Ecke Breslauer Straße/Dr.Linnert-Ring ein Plakat mit einer sterbenden Kuh und der Aufschrift „Milch tötet!“ (Bild) aufhängen lassen. Dazu kamn es aber nicht.

Laut PETA wurde an den Vermarkter Crossvertise der Auftrag vergeben, das Plakat in sechs Städten in der Nähe von Milch produzierenden Betrieben zu publizieren. Crossvertise habe laut PETA jedoch mitgeteilt, „dass alle Werbeflächenanbieter – inkl. Nürnberg – das Motiv abgelehnt haben und eine Plakatierung nicht möglich ist“.

Die besagte Plakatfläche gehört – wie die meisten Werbeflächen in der Stadt – der Stadtreklame Nürnberg. Dort weiß man von einer solchen Anfrage nichts. Stadtreklame-Sprecherin Denise Knorr verweisat darauf, das Motiv gar nicht zu Gesicht bekommen zu haben. Allerdings prüfe auch die Stadtreklame, ob Motive für die Allgemeinheit zu abstoßend oder Kindern zuzumuten seien.

Insofern hätte es zwar sein können, dass die Stadtreklame das Plakat ebenfalls abgeleht hätte. Dennoch ist sie unschuldig, wenn nun Privatsender oder Lokalpolitiker und natürlich PETA selber über Zensur und Bevormundung wettern.

Nachtrag 2.Juni 2015: Crossvertise hat jetzt zur Ablehnung noch einmal Stellung genommen.