Privatradio: Einnahmen statt Talente


„Die Jugend nutzt Hörfunk gerade nicht im Internet, sondern hört Radio überwiegend über UKW“, das sagte der BR-Hörfunkdirektor als Begründung dafür, warum der BR-Klassik-Sender auf DAB+ verfrachtet wurde, um für den Jugendsender Puls Platz zu machen. So ganz hat sich die Einschätzung über technische Affinitäten von jungen und älteren Hörern offenbar nicht durchgesetzt. Auf den Privatradio-Frequenzen geht die BLM nämlich jetzt genau den umgekehrten Weg. Da wurde gerade beschlossen, neben dem Münchner Kanal des Ausbildungssenders AfK, auch dessen Erlanger Ableger ins irgendwie nicht richtig in die Gänge kommende Digitalradio abzuschieben. In Erlangen wird die UKW-Frequenz 106,2 MHz ab 1. September von egoFM bestritten.

„Neue Einnahmen statt neuer Talente“, so lautet das Fazit der afk-Leute. Im Privatradio regiert der Kommerz. Die letzten Feigenblätter scheinen auch noch zu fallen.

Kühlschrankwerbung für Eskimos

Werbung kann noch so gut sein, wenn sie nicht zum Produkt passt, dann ist sie nicht verwendbar. Doch  vielleicht bewegen sich Produkt und Werbung irgendwann noch aufeinander zu. Vorerst wird diese Werbung aber in meinem Blog unbemerkt ihr Schattendasein fristen – und höchstens ab und an einen versprengten Privatradiomenschen vor Neid erblassen lassen. Trotzdem Dank an den Kollegen Peltner, der dieses kurze Tondokument bei seinem Tokio-Hotel-Interview für uns aufgenommen hat.