Consors-Arena statt Morlock-Stadion?

Hach, waren das noch Zeiten als der Club Meisterfeiern veranstalten durfte und einen Weltmeister in seinen Reihen hatte. Der hielt zudem auch noch seinem Verein die Treue und versorgte nach seiner Karriere Nürnberg mit Tabakwaren und Lottozetteln. Damals war nicht nur unser Club noch wer, sondern auch Geld nicht alles.

Das hat sich mittlerweile geändert. Selbst Versuche, alte Fußballromantik wenigstens im Stadionnamen aufblitzen zu lassen, werden von der Finanzwelt gesteuert. In dem Fall von der Consorsbank. Dabei war es ebenfalls eine Bank, die bei den Fans den Wunsch reifen ließ, das Stadion nach Max Morlock und nicht nach deren Produkt (easyCredit) benennen zu wollen. weiter lesen

Markus und die Kleingeister

HeimatministeriumklFinanzuminister Markus Söder möchte nicht nur Ministerpräsident in Bayern werden. Er greift auch immer wieder in die Kommunalpolitik seiner Heimatstadt ein. Seine Masche ist dabei: Mit kleinen Geschenken die weitgehend immer noch SPD-dominierte Stadtverwaltung als ein Haufen unromantischer Kniefiesler dastehen lassen. So lief das etwa bei der „Frankenröhre“, die inzwischen auf EU-Gerichtsebene und Umweltverträglichkeitsprüfungs-Fragen abgedriftet ist. Auch beim Sandstrand am Wöhrder See bediente er fränkische Urlaubsträume, während SÖR auf der Gänsekacke sitzengeblieben ist. Beim Flughafen sonnt sich Söder als Namensgeber im Ruhm Dürers, andere durften sich derweil mit den roten Zahlen beschäftigen. Dazu passt auch das hier angesiedelte Heimatministerium: Schöne Fassade, ein paar Schlagzeilen, aber nichts dahinter.

Jetzt kommt der Finanzminister als Weihnachtsmann für die gebeutelten Clubfans daher. Er will deren Traum von einem Max-Morlock-Stadion erfüllen. weiter lesen

Drittligist in spe will neues Stadion

nnBeim Nürnberger Zweitligisten läuft einiges schief. Das wird an anderer Stelle bereits ausführlich beschrieben. Dass man dort aber auch erstaunlich wenig Gefühl für den richtigen Moment entwickelt, das konnten die Leser der Nürnberger Nachrichten (Artikel leider nicht online) heute erleben. Dort wird auf mehr als einer halben Seite der Wunsch des 1.FCN nach einem neuen Stadion dargelegt. Finanzvorstand Ralf Woy schwärmt da von der Atmosphäre in Dortmund und träumt von einer rot-schwarzen Wand, die die Clubspieler nach vorne peitscht.

Dass der Club sich durch ein neues Stadion zusätzliche Einnahmen erhofft, ist bekannt. Dass er Pläne dafür ausbaldowert auch. Am kommenden Freitag tagt der Werkausschuss Frankenstadion und wird dort einen Verlust für das Stadion von einer Million Euro zur Kenntnis nehmen müssen, versehen mit der Prognose, dass aufgrund des Abstiegs die Einnahmen künftig nochmal geringer ausfallen werden. Dazu stehen einerseits bauliche Investitionen an, andererseits wünscht sich der Club-Vorstand, die Stadt solle sich finanziell am Neubau eines reinen Fußballstadions beteiligen. Eventuell könne sie dann 2024 bei der Europameisterschaft ein paar Spiele abgreifen. weiter lesen

Das Stadion macht schlapp

Hans Meyer ist weg. Aber selbst wenn der Club ein Trainerproblem hatte und das mit Thomas von Heesen gelöst wäre, es hapert auch noch anderswo. So sind jetzt auf Youtube die möglichen Beweise (hier und hier) dafür zu finden, warum es im Rostock-Spiel etwas weniger Support seitens der Fans gab. Die hatten einfach Angst, dass die Oberränge die Belastungen nicht aushalten. Wie schon vor zwei Jahren, als dann Stoßdämpfer ins schwankende WM-Stadion eingebaut werden mussten, präsentieren sich die Ränge im easyCredit/Franken-Stadion gefährlich instabil.

Ein Kommentator fordert angesichts der Bilder sogar: „Reißt die Hütte ab!“