Ein Phantomtor und die Folgen

YouTube Preview Image

Inzwischen ist in Nürnberg das Wort „Phantom“ wieder positiv besetzt, und zwar mit Marek Mintal (wobei der seine Phantomquaölitäten derzeit leider nur andeutet). Doch das war schon einmal anders. In der Saison 1993/94. Am 23. April 1994 spielte der Club gegen die Bayern und verlor mit 1:2 durch zwei Tore von Thomas Helmer. Zwei Tore? Nein, das eine setzte Helmer neben das Tor. Der Balljunge brachte sogar den Ball wieder aufs Spielfeld, spätestens da hätte Schiedsrichter Hans-Joachim Osmers nachvollziehen können, warum sich die Nürnberger so aufregten. Er blieb aber dabei: Tor ist Tor.

Doch der eigentliche Tor war am Ende nicht Osmers, oder der nicht gerade faire Sportsmann Helmer, sondern, wie sollte es anders sein: der Club. Er legte erfolgreich Widerspruch gegen die Wertung des Spiels ein. Es gab ein Wiederholungsspiel, das der FCN mit 5:0 verlor. Der Club stieg wegen des schlechteren Torverhältnisses ab. Und das ist noch nicht einmal die ganze Geschichte. Manni Schwabl hätte nur den Elfmeter gegen die Bayern verwandeln müssen. Doch er scheiterte an Raimund Aumann (der zuvor angeblich in seiner ganzen Laufbahn noch keinen Elfer gehalten hatte). Insofern hätte nur Schwabl treffen oder der Widerspruch abgelehnt werden müssen, dann wäre der Club drin geblieben. Die ganze Geschichte kann man ausführlich auf der Seite von Andy Köpke nachlesen, der damals beim Phantomtor nicht hinter sich greifen musste, aber dennoch geschlagen wurde.

Das Phantomtor und seine Folgen gehören also ebenso zu unserer Parade der Ultra-Tiefpunkte in der Clubgeschichte.

TIEFPUNKT 4

1 Kommentar in “Ein Phantomtor und die Folgen

  1. Pingback: Phantomtor 1994 bei Bayern - Nürnberg » WM 2010

Kommentarfunktion geschlossen.