Hilft ein Mentalcoach?

Kollege vip und Blog-Leser Weizenkeim haben angeregt, dass die verunsicherten Club-Profis dringend einen Mentaltrainer brauchen, um wieder in die Spur zu kommen. Und gerade die verunsicherten Verteidiger Wolf und Nilsson könnten vielleicht etwas psychische Aufbauarbeit gebrauchen. Zumal Nilsson ein Jahr auf der Hoffenheimer Ersatzbank hinter sich hat und auch Kapitän Wolf in der vergangenen Saison alles andere als brillierte. Keine gute Basis, um ein unüberwindliches Bollwerk zu bilden…   

Allerdings weckt das Kapitel Mentaltrainer auch düstere Erinnerungen an die Augenthaler-Ära und den abenteuerlichen Zickzackkurs, den die Club-Verantwortlichen damals hinlegten. Erst trennte man sich auf Betreiben des damaligen Managers Edgar Geenen im Frühjahr 2001 von Mentaltrainer Walter Dimler, was im Nachhinein als Fehler beurteilt wurde. Als der FCN dann in der Rückserie 2002/03 immer weiter an Boden verlor, holte Augenthaler – den Abgrund vor Augen – den früheren Handballer Peter Breidenbach zur mentalen Unterstützung der Profis. Dann musste  Augenthaler gehen – und damit war auch Breidenbachs kurzes Engagement wieder vorbei. Nachfolger Wolfgang Wolf legte keinen Wert auf seine Dienste.

3 Kommentare in “Hilft ein Mentalcoach?

  1. Ein Mentaltrainer kann aus einer Truppe mit limitierten Möglichkeiten auch keine Superstars machen.

    Vielleicht aber doch ein bißchen mehr Stabilität im Rahmen des Möglichen reinbringen.
    Am dringendsten hätten wir wohl einen in der Abstiegssaison brauchen können. Da wirkte ja selbst ein Meyer hilflos.

    Schaden würds wohl nicht. Jedenfalls wirken die Jungs schon arg flatterhaft.

  2. Die Fürther haben auch seit diese Saison einen Mentalcoach und sind bis jetzt sehr erfolgreich und wenn man so liest nützen es die Spieler bei die Fürther sehr viel und sagen auch das es sehr gut tut, da sie ihn Vertrauen können und bei Problemen zu ihn kommen können jederzeit, allerdings ist da ein Meichelbeck der Mentalcoach der den Verein kennt und auch die meisten Spieler, war ja letzte Saison noch Spieler bei Fürth und auch Fürther Nachwuchsspieler gehen wohl sehr oft zu ihm

    „Es wäre die einfachste Erklärung für so manche herbe Enttäuschung gewesen, aber nein, sagt Martin Meichelbeck bestimmt, die Spielvereinigung habe definitiv keinen Aufstiegskomplex. Meichelbeck muss es wissen, denn der 33-jährige ehemalige Innenverteidiger der Fürther ist neuerdings der erste hauptamtliche Sportpsychologe in Diensten eines deutschen Fußball-Zweitligisten.

    Ernsthafter Anlauf?

    Die Verpflichtung des gebürtigen Bambergers, der jahrelang nebenbei soziale Verhaltenswissenschaften studierte und im Mai seine Spielerkarriere beendete, darf man als ein weiteres Indiz dafür werten, wie ernst es den Machern beim Kleeblatt mit dem nächsten Anlauf auf die erste Liga ist.

    Offenbar soll nichts unversucht bleiben, um das scheinbar Unmögliche doch endlich möglich zu machen. »Psychologisches Training in einem ruhigen Raum kann zwar nie das Üben auf dem Platz ersetzen«, meint Meichelbeck, »aber es ist eine wunderbare Ergänzung, deren Nutzen wissenschaftlich belegt ist.«“

    Quelle: Nürnberger Zeitung

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