Der Club kann noch gewinnen

Geht doch. Der Club hat das Siegen offenbar doch nicht verlernt. Nach den grottenschlechten Auftritten seit der Niederlage in München hat die Club-Mannschaft es doch noch geschafft, den Schalter umzulegen. Allerdings erst nach der Pause.

In der ersten Hablbzeit knüpfte der FCN nahtlos an die letzten Spiele an. Unmotiviert, lustlos und ohne Herz: Ein absolut trauriger Auftritt. Die Krönung war dann das Eigentor durch Hanno Balitsch. Der, aber auch einige andere schienen anscheinend auszuloten, wie weit die Geduld der Fans reicht und ob ihr Kredit uferlos ausreizbar ist.

Keine Ahnung, was Wieisinger oder Reutershahn oder sonstwer dann in der Pause gesagt hat, jedenfalls kam der Club ganz anders aus der Kabine. Plötzlich war Siegeswille da und vor allem Robert Mak, der in letzter Zeit wenig für seinen Ruf und eine Weiterbeschäftigung in Nürnberg getan hat, drehte auf und sorgte auf einmal für eine seit Wochen schmerzlich vermisste Torgefahr. Der Clubfan hatte auf einmal das fast schon vergessene Gefühl wie es ist, mit einem Sturm zu spielen.

Da machte es dann auch nicht, dass Wiesinger einigen Rätsel aufgab, indem er für Esswein Marvin Plattenhardt einwechselte, obwohl mit Pinola schon ein Linksverteidiger im Spiel war. Zuvor hatte er schon Mendler eine Chance gegeben für den völlig ausgelaugten Hiroshi Kiyotake. Aber dann machten zunächst Mak und ausgerechnet Platte (mit einem tollen Freistoss) die Treffer und drehten in der zweiten Hälfte das Spiel.

Die Düsseldorfer konnten einem da fast ein bisschen leid tun. Auf einen Gegner zu treffen, der eigentlich weder nach unten noch nach oben irgendwas erreichen kann, den aber ein massives Fanproblem offensichtlich doch noch gepuscht hat (hierzu als Leseempfehlung der Beitrag der IG Zukunft), das ist schon Pech. Aber so ist es, wenn man unten drin steht. Wir wissen das nur zu gut.

Der Club hat immerhin doch noch einen versöhnlichen Abschluss der Saison hinbekommen. Jetzt gibts noch lockeres Auslaufen gegen Bremen und wir können uns doch noch über den geschafften Nichtabstieg freuen.


Nachtrag 12.5.:
Dass die Mannschaft – allen voran Torwart Raphael Schäfer – ihrerseits noch keine Lust auf Versöhnung hatte, können wir allenfalls unter der Rubrik „kurios“ ablegen.