FCN auf Platz 3 der Blog-Bundesliga

Obwohl der Club in der Bundesligatabelle derzeit gut da steht (Platz 9), im Internet rangiert er sogar noch weiter oben. Beispielsweise, wenn es um die Erwähnung bei Twitter geht. Aber auch bei den Blogs. Bei eBuzzing werden regelmäßig die einflussreichsten Sportblogs präsentiert. Aktuell (März 2012) ist da der Club mit zwei Blogs in den Top 20 vertreten. Auf Platz 13 rangieren die Clubfans-United und auf Platz 20 „die 3 Clubfreunde“ (Juhu!). Wenn man dann noch bedenkt, dass – zum Beispiel auf Platz 1 mit „Trainer Baade“ oder Womansoccer.de auf Platz 7 – auch etliche nicht an Vereinen orientierte Blogs dabei sind, wird die Clubphalanx noch deutlicher.

Gut auf Platz 2 landet das „Königsblog“ (Schalke 04), auf Platz 3 „Der Betze brennt“. Auf 5 ist „Fabulous Sankt Pauli“ zu finden. Wenn man dann auch noch Platz 8 berücksichtigt (St.Pauli News) und 11 (Der Übersteiger), dann müssen wir einräumen, dass St. Pauli blogmäßig noch vor dem FCN liegt. Auch auf Schalke trifft das zu, denn S04 hat noch ein weiteres Blog auf Rang 9 (blogundweiss.de). Der FCN rangiert demnach „nur“ auf Platz 3. Es ist also noch Luft nach oben. Trotzdem: Der Club ist schwer im Kommen, auch was das Internet angeht.

On The Highway To Liga 2

Eigentlich ist es das alte Lied, nur klingt es von mal zu mal trauriger und resignierter. Wieder einmal spielte der Club zunächst auf Augenhöhe mit. Die Mannschaft machte über weiter Strecken keinen schlechten Eindruck. Aber Haltungsnoten zählen eben in der Bundesliga nicht. Dass diesmal mit Daniel Didavi endlich das bislang fehlende Kreativelement von Anfang an dabei war, änderte gar nichts. War in der letzten Saison und zu Beginn dieser Saison noch Euphorie mit dabei, die die größtenteils jüngeren Spieler beflügelte, ist da inzwischen natürlich nichts mehr zu spüren. Jetzt wären Spieler gefragt, die auch einmal ein Spiel entscheiden können, die in ausgeglichenen Begegnungen den Turbo auspacken können, die souverän auf ihre Chance warten und die dann verwerten können. Da hat Schalke beispielsweise Huntelaar oder Raul. Der Club hat niemanden.

Fehlt das Euphorielement geht es halt allein um spielerische Qualität, und da – das muss man leider so konstatieren – ist der Club ein echter Abstiegskandidat. Die Euphorie und die daraus resultierende Spielfreunde kommt halt nicht wieder, wenn man dauernd verliert (inzwischen sind es bereits acht Spiele ohne Sieg). Ein Teufelskreis also, in dem sich der Club befindet. Die Chance besteht da nur darin, dieser Situation ins Auge zu blicken. Das heißt: nicht mehr versuchen, weiter schön auf Augenhöhe mitzuspielen und einen halbwegs passablen Eindruck zu machen, sondern sich halt mal hinten reinstellen, auch mit einem Punkt zufrieden sein, dem Gegner die Lust nehmen, von diesem dann auch mal völlig unterschätzt werden und hin und wieder mit Glück vorne einen versenken. Abstiegskampf halt!

Ob das Trainer Dieter Hecking mit dieser Mannschaft hinbekommt, keine Ahnung! Auf Anhieb fällt mir da nur Almog Cohen als Option ein. Der kämpft in guten Tagen wenigstens. Andererseits, erinnern wir uns an die letzte Abstiegssaison, ein Trainerwechsel und dann einen wie Thomas von Heesen holen, das ist auch keine Lösung.

Bassd scho!

Wir wollen nicht übermütig werden. Seien wir also zufrieden mit dem Punkt auf Schalke! Vor allem nach der diesmal doch schwächeren zweiten Halbzeit. Da hätte es durchaus schlimmer kommen können. Zum Beispiel, Harry rein und 2:1 in der 92. Minute. Alpträume auf Jahre hinaus!

Die hat jetzt Huntelaar. Dem wird der Raphael Schäfer jetzt wohl häufiger nachts erscheinen. Der Clubkeeper hatte sich wohl vorgenommen, dem lasse ich nichts durchgehen. Schäfer war jedenfalls eindeutig der bessere Keeper auf Schalke. Der beste Mann auf dem Platz war trotzdem Philipp Wollscheid. Der putzte hinten alles weg. War souverän, ruhig, abgeklärt, einfach Klasse!

Ob der Club mit Julian Schieber vielleicht vorne mehr erreicht hätte? In der Halbzeitpause hätten wir noch geschrieben: Zurzeit steckt der Club jeden Ausfall weg. Danach hätten wir vorne doch gerne jemand gehabt, der die Schalker Wackelabwehr ein bisschen mehr beschäftigtz hätte. Aber nichts gegen Mak, Mendler, Chandler oder Eigler. Die waren nicht schlecht. Außerdem sind wir ja auch halbe Schalker. Insofern: Bassd scho!

„Poschi“, der Chancentod

Dass das Pokalaus für den Club bitter war, ist keine Frage. Dass die Mannschaft super gefightet hat und auf Schalke teilweise tollen Fußball gespielt hat, da sind wir uns wahrscheinlich auch einig. Insofern hat der FCN auch die Chance genutzt, endlich einmal zu bester Sendezeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu zeigen, dass in Nürnberg eine gute Bundesligatruppe zuhause ist. Der Club hat dem ZDF dabei 120 Minuten Hochspannung beschert und die Leute abgehalten, aufs Dschungel-Camp umzuschalten. Nur leider: Das ZDF hat es ihm nicht gedankt.

poschNatürlich nicht das gesamte ZDF, sondern dessen Sportreporter Wolf-Dieter „Poschi“ Poschmann. Für den ist der Club offenbar nur eine niederklassige Mannschaft, die – weil sie sich von den Großen Spieler ausleiht – irrtümlicherweise oben mitspielen darf. Das genaue Gegenteil zu Schalke 04, das völlig zu Unrecht nicht an der Spitze steht und das deswegen unbedingt in einem europäischen Wettbewerb vertreten sein muss. Da behauptet Poschmann zum Beispiel, der Club habe den schlechtesten Torwart der Liga, lässt todsichere Chancen, wie die von Eigler kurz nach dem 1:0, praktisch unkommentiert, feuert einfach mal die Blauen an („ja, mach es!“) oder bemerkt zu einem Foul an Julian Schieber: wenn man Schieber heiße, müsse man damit rechnen, ab und zu geschoben zu werden.
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Felix, der Perspektivlose

1231310_0_org_peg-147A3800979C5B60-20100828-img_26146422.onlineBildEs ist ziemlich genau 12 Jahre her, da verließ Felix Magath Nürnberg, weil er dort keine Perspektiven mehr sah. Damals war er noch Trainer des FCN. Jetzt kam er als Trainer von Schalke zurück und kassierte eine 1:2-Niederlage. Die Perspektivlosigkeit nimmt er mit nach Gelsenkirchen. Uns soll´s Recht sein. Wir konzentrieren uns lieber auf den Club.

Der hat dem Sieg gegen den VfB Stuttgart gleich wieder einen Heimsieg folgen lassen. Und wieder hat ein Verteidiger den entscheidenden Treffer gemacht. Allerdings war gegen der VfB der Club zu zehnt, diesmal spielte der Gegner in Unterzahl. Leider schwächten die Schalker sich dabei nicht bloß selber, sondern auch den Club. Schäfer musste nach dem körpergefährdenden Einsteigen von Jermaine Jones vorzeitig raus. Wir möchten uns nur ungern an letzte Saison erinnern, wo Schäfers Ausfall nach dem Sieg gegen Wolfsburg (damals allerdings nicht verletzungsbedingt) eine lange Durstrecke einläutete.

Wer das Spiel gesehen hat (der BR-Reporter sprach nach der 1. Halbzeit von Konfirmandenfußball), muss allerdings auch zugeben, souverän war das alles nicht, guter Fußball schon gleich gar nicht. Schalke war einfach schlecht. Nichtsdestotrotz: Auch solche Spiele muss man gewinnen – und wir haben immerhin torgefährliche Verteidiger und stehen in der Tabelle erst einmal vor den Bayern:
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Die Fans des FC Schalke 04 lassen sich übrigens dennoch nicht unterkriegen. Was uns freut, schließlich sind wir ja mit ihnen befreundet:
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Neuer Trainer, alte Leier

urn:newsml:dpa.com:20090101:100117-10-11941Es erinnert irgendwie an den Auftakt dieser Saison. Auch da hatten viele hohe Erwartungen, der Club hatte gegen zweitklassige Gegner gut ausgesehen, den Kader hatte man sich schön geredet und Kritiker wurden niedergebügelt. Doch dann gab´s eine Niederlage gegen Schalke. Zum Auftakt hieß es am Schluss 1:2. Jetzt verlor der Club 0:1.

Beim Spiel auf Schalke kam zwar auch Pech dazu (zwei Pfostenschüsse). Dennoch ist das Ergebnis eigentlich trostloser als das im Hinspiel, denn inzwischen ist es das 5. Match in Folge, in dem der Club kein Tor erzielt hat. Gegen Schalke hat der neue Trainer Hecking also mit den alten Problemen zu kämpfen. Mit Charisteas, Gygax, Bunjaku, Mintal, Eigler und Choupo-Moting hat er insgesamt sechs Stürmer aufs Feld geschickt (natürlich nicht alle gleichzeitig, aber auch das hätte wohl kaum etwas genutzt): ohne Erfolg. Nun wird also wieder die alte Platte aufgelegt: es hapert im Sturm!

In der Winterpause hatte die Clubführung diese Platte vorübergehend ins Regal gestellt und behauptet, es fehlt ein gescheiter Sechser. Ich würde aber mal sagen: Wenn vorne keiner trifft, ja nicht einmal ein bisschen Angst beim Gegner verbreitet, dann schaut nicht nur jeder Sechser schlecht aus, sondern auch jeder Einser, Zweier, Dreier, Vierer oder Fünfer. Dann kannst Du höchstens auf 0:0 spielen, und dies -. das müsste jeder halbwegs intelligente Eins-bis-Sechser wissen – reicht halt nicht mehr zum Klassenerhalt. Da müssen „Dreier“ und deshalb Tore her.

Beim Hinspiel gegen Schalke haben wir prophezeit, der Club werde gegen den Abstieg spielen und dafür Prügel bezogen. Diesmal prophezeien wir nicht, dass der Club wohl der erste Absteiger sein wird. Wir möchten nicht schon wieder recht haben.

Spaß macht das alles zur Zeit jedenfalls nicht mehr. Und wenn sich Fans ins Off verabschieden, wundert uns das nicht. Aber keine Angst, wir bleiben trotzdem dran, wir sind schließlicch Kummer gewohnt.

Weiß eigentlich jemand, was die längste torlose Periode einer Erstligamannschaft war? Das wäre doch ein Rekord, der dem Club noch fehlt.

Willkommen im Abstiegskampf!

Der Ball rollt wieder und der Club ist wieder erstklassig. Dass er wieder erstklassig ist, hat wohl einigen wieder die Sinne vernebelt. Was sich da an Euphorie, Schöngerede und Abgehobenheit breit machte, war wohl der langen Sommerpause und einer, bei den erfolgreichen Relegationsspielen doch ziemlich demotivierten, Cottbusser Mannschaft geschuldet. Die keineswegs meisterlich auftretenden Schalker haben den Club und seine Fans beim Auftaktspiel am Samstag wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Der Club, und da waren sich ungeachtet aller schöngeistigen Oenning-Stories eigentlich die meisten Experten einig, gehört zu den potenziellen Absteigern. Gegen Schalke hat es hinten und vorne nicht gereicht. Und im Mittelfeld auch nicht.

Jetzt nur Christian Eigler wegen der nicht reingemachten Chancen zu verteufeln und Harry auf einmal wieder gut zu finden, das bringt nicht weiter. Auch in der viel gelobten Abwehr musste man erkennen, dass die Erstligastürmer, selbst solche wie Kevin Kuranyi (Bild), doch andere Kaliber sind als die in Liga 2.

Vielleicht ist es ganz gut, dass nun auch die Fan-Hallodris wieder runtergekommen sind. Je eher man den Abstiegskampf annimmt, desto besser. Immerhin hat der Club schon Erfahrung in der Relegation. Wer weiß, ob er nicht mit diesem Pfund noch einmal wuchern muss.

Echte Freunde kann niemand trennen

„Echte Freunde kann niemand trennen“ trällerte einst Franz Beckenbauer – nun soll die Freundschaft zwischen Club und Schalke mit einem großen Fest am 8. August zum Saisonstart in der Arena gefeiert werden. Zunächst holen die Nürnberger die „Knappen“ aber am S-Bahnhof Frankenstadion ab. Mal schauen, ob die Freundschaft die jüngsten Zerreißproben überstanden hat. Immerhin verhöhnten einige Club-Fans die Schalker beim Ligapokal 2007 („Ihr werdet nie Deutscher Meister!“), und Schalke schickte den FCN 2008 am letzten Spieltag in die Zweite Liga. Aber der Sportsoziologe Gunter Pilz hat mal geschrieben, dass die Freundschaft zwischen den Anhängern der Altmeister so gefestigt sei, „dass sie allen Stürmen und Brandungen trotzt“.

Und am Samstag geht es ja noch nicht um so viel, insofern ist der Termin günstig, die alte Verbindung hochleben zu lassen. Und wenn nicht zu viele Beckenbauer-Lieder gespielt werden, dürften die Fan-Lager beider Seiten in bester Laune sein, herrscht doch auch bei Schalke mit dem neuen Coach Felix Magath Aufbruchstimmung. So steht einem friedlichen Fest nichts im Wege. Der Ursprung der Fanbeziehung war bekanntlich weniger gewaltfrei – einer der Gründungsmythen (es kursieren verschiedene Theorien) besagt, dass Schalke-Fans und Club-Anhänger gemeinsam Bayern-Fans durch einen Bahnhof gejagt hätten und darüber Freunde fürs Leben geworden seien…

Kuranyi vorübergehend mal weg

Mit Kevin Kuranyi verhält es sich auf Schalke ähnlich wie bis vor wenigen Tagen mit Angelos Charisteas beim Club. Nur dass Harry eigentlich ein Netter ist, der halt Ladehemmung hatte und …Aber  lassen wir das, das Thema ist abgehakt.

Zurück zu Kurany. Da tauchte jetzt auf der Schalke-Homepage plötzich die Meldung auf, die Königsblauen hätten sich von ihrem Stürmer getrennt. Eine Meldung, die durchaus plausibel klingt, und daher von etlichen Medien auch prompt aufgegriffen wurde. Nur: Sie stimmte nicht. Hacker hatten die Homepage von Schalke 04 geknackt. Schalke hat inzwischen Strafanzeige gestellt. Kuranyi ist eh Kummer gewöhnt und nimmts mit Nutella-Ruhe.

Und was sagt das uns Clubfreunden? Simmer froh, dass unser FCN unterklassig kickt. Bei einem Zweitligaverein lohnen sich solche Hackermühen nicht.